Heute zu Gast bei den Eislöwen, am Sonntag kommt Bad Nauheim

Kassel Huskies: Vor dem Derby nach Dresden

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Im Zweikampf: Husky Taylor Carnevale (rechts) im Duell mit dem Bremerhavener Gabe Guentzel.

Kassel. Eine Quizfrage zum Start des Eishockey-Wochenendes: Wie müsste die Punkteausbeute der Kassel Huskies lauten, sollte sich die Tendenz seit Saisonbeginn der DEL2 fortsetzen?

Die richtige Antwort lautet: sechs.

„Das wäre schön und das würde ich sofort unterschreiben“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi und lacht.

Denn das hieße: Nach dem Null-Punkte-Wochenende zum Auftakt, den vier Zählern des vergangenen Wochenendes gegen Bremerhaven und in Kaufbeuren, würden nun zwei Drei-Punkte-Siege folgen. Und zwar heute in Dresden (19.30 Uhr, Energieverbund-Arena) und am Sonntag im Derby auf eigenem Eis gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim (17 Uhr, Eissporthalle). Zumindest personell sind die Vorzeichen rosig: Alle Kasseler sind fit. „Damit gehören wir zu den wenigen glücklichen Teams in der Liga, die derzeit keine Verletzten zu beklagen haben“, sagt Rossi.

Zwischenstände finden Sie auf Kassel Live.

Am späten Vormittag brechen die Huskies in Richtung sächsische Landeshauptstadt auf. Dort treffen sie am Abend auf einen Gegner, der in der Tabelle nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den elftplatzierten Huskies steht. „Es ist eine erfahrene Mannschaft mit gefährlichen Angreifern und offensivstarken Verteidigern. Unsere Defensive wird besonders gefordert sein“, sagt Rossi. Zwar fällt der etatmäßige Dresdner Kapitän Marcel Rodman mit einer Wirbelsäulenverletzung länger aus. Doch haben die Eislöwen mit Mark Cullen kurzfristig einen international erfahrenen Center (USA/zuletzt Bozen) als Ersatz verpflichtet.

Taylor Carnevale im Fokus

Mit einem Erfolg im Gepäck könnten die Huskies auch gelöster ins Heim-Derby gehen. Die beiden Testspiele gegen Bad Nauheim hatten die Huskies für sich entschieden. „Der Vorteil ist, dass wir Videos haben, mit denen wir unser Team vorbereiten können“, sagt Rossi. Einer, der Sonntag im Fokus steht, ist Huskies-Angreifer Taylor Carnevale. Der Italo-Kanadier begeisterte in der Saison 2013/14 ausgerechnet im Dress der Roten Teufel Bad Nauheim. Er sagt über diese Zeit: „Das war wahrscheinlich die wichtigste Saison in meiner Karriere. Es war mein erstes Jahr als Profi. Die Saison davor hatte ich verpasst. Ich musste viel beweisen, weil ich der jüngste Importspieler der Liga war.“

Das tat der Center auf beeindruckende Weise: Nach 45 Zweitliga-Spielen standen bei ihm 19 Tore und 33 Vorlagen zu Buche. Dass es nun gegen seinen Ex-Klub geht, das macht für den 24-Jährigen keinen Unterschied. Er habe zwar noch Freunde in Bad Nauheim und rückblickend sei die Saison in der Wetterau trotz einiger Höhen und Tiefen eine gute gewesen. Doch er hält es auch gegen die Roten Teufel mit der alten Eishockey-Weisheit: „Jedes Spiel, das du spielst, ist wichtig und schwierig. Es ist eine gute Liga, sodass du immer bereit sein musst.“

Carnevales Gelassenheit bestätigt auch sein Trainer. „Taylor macht sich um solche Dinge keinen Kopf“, sagt Rossi und ergänzt: „Ich bin bislang sehr zufrieden mit ihm.“ Und vielleicht klappt’s ja am Sonntag auch mit einem Tor gegen den Ex-Klub – damit es, wenn es gut läuft, bei den Huskies am Ende des Wochenendes tatsächlich zwei Drei-Punkte-Siege zu Buche stehen.

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