Mit Wucht und Cleverness 

Mit Maginot, aber ohne Hungerecker: Huskies empfangen heute die Lausitzer Füchse

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Auf ein Neues: Die Huskies – hier Thomas Merl gegen Dennis Swinnen – empfangen heute Weißwasser.

Kassel. Zweites Heimspiel für die Huskies: Heute Abend um 19.30 Uhr empfangen die Kasseler Zweitliga-Eishockeycracks die Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der Eissporthalle.

Einen unberechenbaren, kampf- und abwehrstarken Rivalen, gegen den es in der vergangenen Saison zwei Siege und zwei Niederlagen gab inklusive eines deftigen 1:5 auf eigenem Eis. Also mahnt Huskies-Trainer Rico Rossi nun: „Die Füchse werden ihre Mentalität aus der starken letzten Saison beibehalten und den Schwung in die neue Runde mitgenommen haben. Sie werden ein sehr gefährlicher Gegner sein.“ Zumal der Gegner auf Revanche sinnt. Denn nach dem überraschenden sechsten Hauptrunden-Platz, war im Frühjahr erst im Playoff-Viertelfinale für die dezimierte Truppe Endstation – gegen die Huskies. Die kamen mit 4:1 Siegen bei 21:8 Toren souverän weiter.

Weißwassers Coach Hannu Järvenpää, Trainer des Jahres der DEL2 in der vergangenen Saison, muss nun allerdings ein auf zwölf Positionen verändertes Team formieren. Mit Swinnen, Hayes, Parkkonen, Svoboda und Palka sind die fünf besten Scorer weg. Zu den vielen Neuen zählt auch Ex-Husky Feodor Boiarchinov, der prompt beim 2:0-Auftaktsieg gegen Freiburg den ersten Treffer erzielte und heute besonders motiviert sein wird.

Der Finne Järvenpää (54), ein höchst interessanter, eigenwilliger Typ, hatte seine Lausitzer zuletzt mit Gedanken an den Dalai Lama und Arnold Schwarzenegger aufs Spiel eingeschworen: Wegen der Ruhe, Gelassenheit und Geduld des einen, wegen der Entschlossenheit und Kampfkraft des anderen.

Huskies-Coach Rossi indes zerbricht sich darüber nicht den Kopf. „Unser Ziel ist es, mit vier Reihen immer aggressiv den Gegner unter Druck zu setzen, Fehler zu provozieren und auszunutzen.“ Auch gegen die Füchse sollen seine Huskies „nicht auf Geduld setzen, sondern auf Wucht“.

Allerdings wird dabei neben Toni Ritter, dessen Comeback in zwei bis drei Wochen zu erwarten ist, auch Phil Hungerecker fehlen, der für Mannheim in der DEL stürmen wird. Im Gegenzug stellen die Adler den jungen Verteidiger Kevin Maginot wieder für die Huskies ab. Hungereckers Platz im Angriff wird ein anderer Förderlizenzler einnehmen: Mark Ledlin (19) aus Hannover soll gemeinsam mit Thomas Merl und Patrick Klöpper ein Angriffstrio bilden.

Zu weiteren Umstellungen sieht Rossi keinen Anlass – auch wenn in Bietigheim ein durchaus möglicher Sieg verpasst wurde. „Wir müssen in den Special Teams effektiver werden“, mahnt der Trainer an. Mehr Disziplin fordert er ein und weniger Strafzeiten. Mehr Torschüsse und weniger Pässe im Überzahlspiel. Mehr Biss und weniger Distanz zum Gegner in Unterzahl. „Und ein wenig cleverer dürfen wir auch auftreten.“ Gerade heute gegen Weißwasser, aber auch am Sonntag (18.30 Uhr) beim Gastspiel in Bayreuth.

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