Überraschungen beim Eishockey-Zweitligist

Kassel Huskies: Früherer KSV-Trainer kommt ins Management – Daniel Lammel kehrt zurück

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Die Kassel Huskies sind in diesen Tagen für einige Überraschungen gut. 

Bei den Kassel Huskies gibt es gleich mehrere Überraschungen. Nach der gescheiterten Bewerbung für die DEL zaubert der Eishockey-Zweitligist zwei weitere Personalien aus dem Hut.

Kassel – Eines muss man den Huskies lassen: Sie sind für einige Überraschungen gut in diesen Tagen. Der umfangreiche Hallenumbau, die neuen Jobs für die Kasseler Jungs Michi Christ und Derek Dinger, eine verkorkste Bewerbung für die DEL – und nun zaubert Kassels Eishockey-Zweitligist zwei weitere Personalien aus dem Hut: einen Rückkehrer. Aber noch überraschender: einen Fußballer!

Und der hat sich bereits intensiv mit seiner zukünftigen Aufgabe beschäftigt, obwohl er den Job erst am 1. September antritt, tut er das so, wie man ihn kennt, aus seiner Zeit beim Huskies-Nachbarn KSV Hessen Kassel: humorvoll und mit einer gehörigen Portion Leidenschaft. „Das heißt wohl Bully“, sagt Hamann auf die Frage, ob er, der frühere Fußball-Profi und -Trainer, wisse, wie der Anstoß beim Eishockey heiße. Der 53-Jährige, der die Löwen einst zum Aufstieg führte, war als Spieler viele Jahre vor allem in der Zweiten Bundesliga aktiv – unter anderem für Kaiserslautern, Fortuna Köln und 1860 München.

Matthias Hamann

Er ist mit seiner Familie im Urlaub am Timmendorfer Strand, als die Huskies die Nachricht veröffentlichen, dass er im Management des Klubs zukünftig für „sämtlichen Sponsorenfragen“ zuständig ist – gemeinsam mit Burkhard Walter und Gerhard Zeebe. „Suche von neuen Sponsoren und Betreuung, ein Netzwerk schaffen“, so fasst Hamann seine Aufgabe zusammen, für die er auch einen Arbeitsplatz in der Eissporthalle beziehen wird. Und „bei der es egal ist, ob du aus dem Fußball kommst, aus dem Handball oder aus dem Eishockey. Es geht halt um professionellen Sport“.

Vor allem die Modernisierung der Halle lässt Hamann ins Schwärmen geraten, der schon jetzt im Zusammenhang mit den Huskies von „wir“ spricht. Denn: „Wir haben da ein neues Produkt, eine Halle, die bald hochmodern ist. Es gibt sehr viele Ideen, die in diesem Umbau ihren Anfang haben. Das gefällt mir. Wir werden die Region stärken. Und das hoffentlich auch bald in der DEL“, sagt er.

Zustande gekommen ist die Verbindung übrigens auf denkbar einfache Art – auf privatem Weg. Paul Sinizin, der bei den Huskies neben Geschäftsführer Joe Gibbs nun viel Einfluss hat, kannte Hamanns Ehefrau Silja schon in der Jugend, im Hotel Gude traf man sich wieder, erste Kontakte waren geknüpft. Gibbs kennt Hamann bereits aus seinen Zeiten beim KSV. Er sagt: „Für diese Aufgabe hätten wir keinen besseren Mann finden können. Als ich Matthias gefragt habe, ob er Interesse hätte, bei uns neue Herausforderungen anzugehen, konnte er sich sofort vorstellen, sein Know-how aus dem Fußball beim Eishockey einzubringen.“

Daniel Lammel

Sein gesamtes Know-how im Eishockey erworben hat der Rückkehrer. Daniel Lammel spielte ja nicht nur selbst mehrere Jahre für die Huskies, der 55-Jährige war 2010 bis 2012 bereits Manager des Klubs, hatte dann aber Probleme mit dem damaligen Geschäftsführer Stefan Traut. Nun kehrt Lammel zurück, wird das Management der Huskies im kaufmännischen Bereich unterstützen. „Die Huskies und ich, wir gehören einfach zusammen“, wird er in der Pressemitteilung des Klubs zitiert. Trotzdem gilt auch für die Personalie Lammel: Die Huskies sind in diesen Tagen für einige Überraschungen gut. (Frank Ziemke)

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