Eishockey

Kassel Huskies: Rico Rossi geht nach Dresden - schon Sonntag gibt es ein Wiedersehen

So agierte er in Kassel: Rico Rossi gab Fingerzeige bei den Huskies.
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EC Kassel Huskies Trainer Rico Rossi Foto: Andreas Fischer

Die Zeit von Rico Rossi bei den Kassel Huskies ist beendet. Der 54-Jährige wird Trainer der Eislöwen Dresden. Die spielen am Sonntag um 18.30 Uhr in Kassel.

Aktualisiert um 18.25 Uhr - Rico Rossi geht – und kommt doch am Sonntag schon wieder nach Kassel. Die Zeit des 54-jährigen Kanadiers, früher Trainer und zuletzt Sportlicher Leiter der Huskies, ist nun endgültig auch offiziell beendet. Denn: Rossi hat mit dem Eishockey-Zweitligisten und Kasseler Konkurrenten Eislöwen Dresden einen neuen Verein gefunden. 

Die Sachsen gaben ihm einem Vertrag bis zum Saisonende, schon Donnerstagmorgen leitete Rossi erstmals das Training an der Elbe. In Dresden folgt er auf Brad Gratton, der vor einem Jahr den Ex-Kasseler Jochen Molling abgelöst und das Team noch bis ins Halbfinale geführt hatte. Nach vier Spielen ohne Sieg war er aber Anfang der Woche beurlaubt worden. 

Rico Rossi verlässt die Kassel Huskies: Verhältnis zu Fans war schwierig

„Wir gratulieren Rico zu dem neuen Job“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. „Wir haben für beide Seiten eine gute Lösung gefunden. Er hat in Kassel unheimlich viel bewegt. Für uns war es aber an der Zeit, einen Wechsel zu vollziehen.“ Rossi war 2014 als Trainer zu den Huskies gekommen, führte sie in der Saison 2015/16 zur Zweitliga-Meisterschaft. 

Das Verhältnis zwischen dem Kanadier und den Kasseler Fans war aber dennoch immer schwierig. Im vergangenen Winter musste Rossi schließlich seinen Posten für Tim Kehler räumen, wurde Sportlicher Leiter. Sein Kontrakt galt noch bis 2020. Allerdings war schon seit Monaten klar, dass dies nur ein Vertragsverhältnis war. Die Zusammenstellung der aktuellen Mannschaft hatten Kehler und Gibbs übernommen. Nun ist der unglückliche Schwebezustand beendet. 

Rico Rossi verlässt Kassel - um kommt am Sonntag zurück

Und er hat eine pikante Folge: Zum Wiedersehen mit Rossi kommt es bereits am Sonntag. Dann gastieren die Eislöwen um 18.30 Uhr in der Eissporthalle. Kein Wunder also, das Joe Gibbs sagt: „Wir wünschen Rico alles Gute und viel Erfolg. Für Sonntag gilt das allerdings nicht.“ 

Rein sportlich geht für die Kassel Huskies nach dem 4:2 gegen Crimmitschau die sächsische Woche weiter. Denn vor dem Wiedersehen mit Rico Rossi sowie den weiteren Ex-Kasselern Florian Proske, Steve Hanusch, Toni Ritter, René Kramer und Thomas Pielmeier gastieren die Nordhessen am heutigen Freitag bereits bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser (19.30 Uhr). 

Kassel Huskies spielen am Sonntag gegen Eislöwen Dresden

„Beide Spiele werden harte Herausforderungen für uns“, sagt Trainer Tim Kehler – auch mit Blick auf den mit 15 neuen Spielern umgekrempelten Kader der Füchse. In dem stehen mit Robert Farmer und Mike Hammond zwei britische Nationalstürmer, die Trainer Corey Neilson auch in der britischen Auswahl betreut. 

Die weiteren Kontingentplätze besetzen im Tor der AHL-erprobte Mac Carruth (USA) und Linksaußen Darcy Murphy aus Kanada. Ein bekannter Name im Team ist Jake Ustorf (22), ein Sohn der Berliner Eishockey-Legende Stefan Ustorf. Im Duell mit den Füchsen wollen die Huskies eine Serie stoppen: In der vergangenen Saison gewannen jeweils die Gastgeber ihre Heimspiele, die Lausitzer waren mit 54 Zählern sogar das drittbeste Heimteam der Liga (Huskies 11./43). 

Damals mussten die Sachsen am letzten Hauptrunden-Spieltag Kaufbeuren noch den vierten Platz überlassen und scheiterten im Playoff-Viertelfinale prompt im siebten Spiel an den Allgäuern. Trainer Kehler stehen für beide Duelle alles Huskies zur Verfügung, er muss aber ohne Förderlizenzler aus Wolfsburg auskommen. Angesichts von nur elf Stürmern plant der Coach mit sieben Verteidigern und dem Debüt von Nick Walters. Jerry Kuhn ist für beide Spiele im Tor vorgesehen.

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