Bremerhaven siegt gegen die Huskies

2:5-Pleite und eine Prügelorgie

Kassel. Schmerzhaftes Wochenende für die Huskies in der DEL 2. Nach der Niederlage in Dresden gab es auch gegen den konterstarken Spitzenreiter Bremerhaven keine Punkte für die Huskies.

Gegen die Fishtown Pinguins stand am Ende ein 2:5 (1:0, 0:2, 1:3). Schlimmer aber das fast skandalöse Ende mit Schlägereien auf dem Eis und einem Teilausfall des Lichtes.

Begonnen hatte alles mit einem Boxkampf von Carter Proft gegen Gabe Guenzel. Danach war praktisch kein Eishockey mehr möglich. Nach jedem Bully gab es neue Boxkämpfe, die auch ein Teilausfall der Beleuchtung nicht stoppen konnte. Unglaublich: Am Ende standen acht zehnminütige, zwei Spieldauer- und zwei Matchstrafen.

Zum Sport: Es ging eigentlich gut los. Die Gastgeber begannen, wie Gastgeber beginnen sollten: Schwungvoll, stürmisch. Schnell gab es erste Torschüsse, schnell den ersten Treffer. Braden Pimm erzielte ihn in der 5. Minute über die rechte Seite kommend mit einem wuchtigen Schuss. In Überzahl war das. Und auch in Unterzahl zeigten sich die Gastgeber zunächst stark, blieben ohne Gegentreffer, auch weil Markus Keller zur Stelle war, wenn doch etwas auf das Tor kam. Bei einem Konter über die rechte Seite (15.) hatte Jens Meilleur sogar das 2:0 auf dem Schläger.

Stattdessen begann Drittel zwei mit dem Ausgleich. Unglücklich: Eine Strafe gegen die Gastgeber war abgelaufen, da klingelte es doch noch. Guentzel traf nach 52 Sekunden zum 1:1. Das war Kontertor Nummer eins, und das traf die Huskies, die ihre Linie verloren. Bremerhaven war am Drücker. Bremerhaven hatte Chancen. Bremerhaven war selbst in Unterzahl gefährlicher. Auch das 1:2 entstand, als die Gäste einen Spieler weniger auf dem Eis hatten. Plötzlich stand Brock Houton frei, wurde von Jens Meilleur über den Haufen gerannt. Es gab Penalty, den Houton eiskalt verwandelte (38.).

Die Gastgeber hatten nur noch wenige gute Chancen. Die beste zu Beginn des Schlussdrittels, als Carter Proft freistehend über das Tor schoss. Statt des Ausgleichs gab es die Strafe. Durch Konter Nummer eins, den Patric Klöpper zum 1:3 abschloss (42.). Durch Konter Nummer zwei, den Björn Bombis mit dem 1:4 vollendete (45.).

Das war ernüchternd. Die Stimmung stieg erst wieder, als Eric Stephan im Nachschuss verkürzte (50.), die Gastgeber den Druck noch einmal verstärkten. Die Wende aber gelang nicht mehr. Stattdessen gab es noch das 2:5 ins leere Tor. Und ein Ende, bei dem viele Sicherungen durchbrannten – bei den Spielern, bei der Beleuchtung. Zahlreiche Boxkämpfe sorgten für eine kaum enden wollende Strafenflut, das ausgehende Licht dafür, dass die letzte Minute seeeehr lang wurde. Erst weit nach 20 Uhr waren Spiel und Prügeleien beendet.

SR: Iwert/Schmidt (Harsefeld/Brackwede), Z: 3207,

Tore: 1:0 (4:20) Pimm (Valenti - 5:4), 1:1 (20:52) Guentzel (Dronia, Owens), 1:2 (37:51) Houton (Penalty), 1:3 (41:15) Klöpper (McPherson, Teljukin), 1:4 (44:26) Bombis (Owens, Dronia), 2:4 (50:00) Stephan (Carciola), 2:5 (58:58) Klöpper,

Strafminuten: Kassel 36 + 10 Daoust, Proft, Müller und Pimm + 5 + Spieldauer Maginot plus Matchstrafe Saeftel - Bremerhaven 36 + 10 Havel, Guentzel, Miller und Lampl + 5 + Spieldauer Klöpper + Matchstrafe McPherson.

Bilder des Spiels: Huskies gegen Bremerhaven

 

So war der Ticker

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Fischtown Pinguins
 

 

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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