Video des Schlussspurts

Huskies gewinnen 3:2 gegen die Dresdener Eislöwen 

Kassel. Sie haben es schon wieder getan. Kassels Eishalle wird derzeit zum garantierten Schauplatz für Hochspannung. Und ja, auch wenn es hundertfach gesagt und geschrieben wurde: Diese verdammten Huskies geben wirklich niemals auf.

Bis zur 47. Minute lagen Kassels Eishockeyspieler gegen Dresdens Eislöwen 0:2 hinten. Sie bissen sich wirklich die Zähne aus. Und wie stand es am Ende? Natürlich! 3:2 (0:2, 0:0, 3:0) für die Huskies.

Es war ein verrücktes Spiel nicht nur wegen des grandiosen Schlussspurts. Das erste Drittel? Das war Eishockey paradox. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr, hatten in den ersten Minuten durch Jean-Michel Daoust, Jamie MacQueen und zweimal Braden Pimm schnell richtig gute Einschussmöglichkeiten. Sie spielten nicht schlecht, diese Huskies, waren meist am Drücker, hatten weitere Chancen. Wie aber stand es am Ende dieses Drittels? 0:2!

Denn Dresden machte aus eineinhalb Chancen zwei Tore. Und das kam so. Beim 1:0 in Überzahl (8.) wurde der Puck abgefälscht, blieb neben dem rechten Pfosten liegen, wo ihn Mark Cullen nur über die Linie schieben musste. Markus Keller war da noch orientierungslos. Und der Torhüter hatte auch beim 0:2 (19.) Pech. Den Schuss von Ex-Husky Petr Macholda fälschte David Rodman direkt vor ihm ab.

Nun waren sie also wieder als Stehaufmännchen gefragt, die Kasseler. Das allerdings fiel ihnen diesmal lange schwer. Und klar, Dresden war auch nicht Heilbronn. Gegen das Schlusslicht hatten die Huskies eine Woche zuvor nach einem 0:4-Rückstand gewonnen. Die Eislöwen aber verteidigten ihren Vorsprung zunächst sehr konzentriert und effektiv, kassierten zudem kaum Strafzeiten. Und hinten stand mit Marvin Cüpper ein aufmerksamer Torhüter. Der verhinderte vor allem bei einem Unterzahlkonter durch Austin Wycisk und Braden Pimm (25.) sowie ein weiteres Mal gegen den frei auf ihn zustürmenden Pimm (28.) den Anschlusstreffer.

Nach dieser vergebenen Großchance ließ der Druck der Gastgeber zwischenzeitlich nach. Jetzt waren es die Gäste, die auch Keller häufiger zum Eingreifen zwangen. Vor allem gegen Filin (30.) und Macholda (32.) verhinderte der Torhüter, dass der Rückstand sogar noch anwuchs.

Trotzdem, das sah jetzt gar nicht so gut aus. Dachte man. Bis zur 47. Minute. Bis Mike Little endlich den Bann brach, als sein Schlagschuss zum 1:2 ins Tor rauschte. Bis alles anders wurde. Jetzt kam Stimmung in die Bude. Jetzt hätte schon MacQueens Solo keine Minute später den Ausgleich bringen können. Jetzt wuchs der Druck der Gastgeber sich zu einem wahnwitzigen Sturmlauf aus – der bald belohnt wurde. Und wie! Da schien Thomas Merl am rechten Pfosten viel zu lange zu warten mit dem Schuss. Doch dann verwandelte er aus spitzem Winkel zum 2:2 (53.). Das war klasse. Und kam noch besser. Denn nur eine Minute später lagen die Gastgeber vorn. Und es war Kapitän Manuel Klinge persönlich, der den Puck nach Merls Zuspiel über die Linie bugsierte. 3:2! Der Wahnsinn! Auch dank Keller konnte Dresden nicht mehr zurückschlagen. Und ja, es steht jetzt noch einmal hier: Diese Huskies geben niemals auf. Und sie sind nichts für schwache Nerven.

SR: Kopitz (Iserlohn). Z: 3295,

Tore: 0:1 (7:58) Cullen (Szwez - 5:4), 0:2 (18:56) Rodman (Macholda), 1:2 (46:25) Little (Mathias Müller), 2:2 (52:32) Merl (Klinge), 3:2 (53:52) Klinge (Merl), Strafminuten: Kassel 4, Dresden 6.

Huskies bezwingen die Dresdener Eislöwen

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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