Huskies verlieren letztes Hauptrunden-Heimspiel gegen Schlusslicht Kaufbeuren

2:5 - Ein Abend zum Vergessen

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Kassel. Es war ein Abend zum Vergessen für die Kassel Huskies: Der eigentlich so heimstarke Tabellenzweite der Deutschen Eishockey-Liga 2 hat das letzte Heimspiel der Hauptrunde gegen das Schlusslicht ESV Kaufbeuren mit 2:5 (0:1, 2:3, 0:1) verloren.

Was war das für eine merkwürdige Partie. Zunächst schien es so, als hätten die Huskies die Aufgabe zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Sie taten sich schwer. Im ersten Drittel fehlte einfach nur die letzte Entschlossenheit im Abschluss. Die Folge: Die ansonsten meist in die Defensive gedrängten Gäste, die mit nur fünf Verteidigern und neun Stürmern antraten, führten plötzlich. Peter Flache saß 20 Sekunden in der Kühlbox, als Max Schmidle den Puck am chancenlosen Jeff Frazee vorbei über die Linie zum 0:1 drückte (11. Minute).

Im zweiten Spielabschnitt aber, da waren die Huskies phasenweise schlicht von der Rolle. Unnötige Scheibenverluste in der neutralen Zone, Fehlpässe und Unkonzentriertheiten reihten sich aneinander. Und so war das umjubelte zwischenzeitliche 1:1 durch Mike Collins, der aus der Drehung heraus getroffen hatte, schnell vergessen. Denn Kaufbeuren machte aus drei Torchancen drei Tore.

Eine Nachlässigkeit in der Defensive bestrafte Jordan Knackstedt mit dem 1:2 (30.). Einen Kasseler Aufbaupass fing Tim Richter ab und schloss sein Solo mit dem 1:3 ab (31.). Ganze 48 Sekunden lagen zwischen den beiden Treffern. Keine vier Minuten später stand es sogar 2:4, weil auch Matthias Bergmann, der bis Ende Januar selbst noch ein Husky gewesen war, an alter Wirkungsstätte aus kurzer Distanz den Puck unter die Latte hämmerte.

Immerhin: Manuel Klinge hatte nach schönem Querpass von Mike Collins zwischenzeitlich auf 2:3 in Überzahl verkürzt. In seinem Schluss lag all die Kompromisslosigkeit, die seiner verunsicherten Mannschaft in den Minuten zuvor gefehlt hatte. Doch diese zwei Tore waren einfach zu wenig. In Unterzahl kassierten die Huskies auch noch das 2:5.

In der Eissporthalle war es da längst ungewohnt still. Nicht einmal die obligatorischen "Auf geht s Kassel, kämpfen und siegen"-Rufe wollte richtig laut werden.

Nun heißt die Devise: Dieses Spiel schnell abhaken. Denn zum Abschluss der Hauptrunde müssen die Huskies am Sonntag in Rosenheim ran (18.30 Uhr), bevor es am 13. März ernst wird: Dann beginnt mit einem Heimspiel das Playoff-Viertelfinale.

SR: Aicher (Rosenheim), Plitz (Ottobrunn), Z: 3244;

Tore: 0:1 (10:01) Schmidle (Menge, Stein - 5:4), 1:1 (21:19) Collins (Schmölz), 1:2 (29:20) Knackstedt (Lunden, Kwiet), 1:3 (30:08) Richter (Oppolzer, Stein), 2:3 (31:20) Klinge (Collins - 5:4), 2:4 (33:54) Bergmann (Oppolzer, Kwiet - 5:4), 2:5 (40:39) Schmidle (Menge, Heider);

Strafminuten: Kassel 10, Kaufbeuren 12

So war der Ticker

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - ESV Kaufbeuren
 

 

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