4:3 nach Verlängerung

Jubel nach desolatem Start: Huskies siegen gegen Landshut

Kassel. Anfangs desolat, dann kämpferisch und am Ende siegreich: Die Kassel Huskies haben beim 4:3 (0:2, 1:0, 2:1 - 1:0) nach Penaltyschießen gegen Landshut einen Sieg eingefahren, nach dem es lange nicht aussah.

Zwei Punkte waren einmal mehr der Lohn für nie erlahmenden Siegeswillen der Kasseler Eishockeyspieler.

Doch was war das für ein Beginn? Die Gäste waren nach der Einigung mit Riessersee mit Toni Krinner da, der eigentlich nur als Sportlicher Leiter fungieren durfte, aber an der Bande wie der Trainer agierte. Seinem Team hatte er ein Defensivspiel verpasst, mit dem die Gastgeber lange nicht zurechtkamen. So schlecht, so fehlerhaft wie im ersten Drittel hat man die Huskies ewig nicht gesehen. Die einfachsten Dinge klappten nicht. Da wurden Pucks nicht gestoppt. Fehlpässe gespielt über wenige Meter. Und dann diese Tore. Das 0:1 fingen sich die Huskies in Überzahl, weil Daniel Schmölz den Puck an der Blauen Linie durchrutschen ließ. Bill Trew nahm ihn gern mit. Und versenkte ihn noch lieber im Tor (11.). Beim 2:0 zeigte Landshut, wie Überzahl gespielt wird. Elia Ostwald an der Blauen Linie, ein Schuss ab durch die Mitte - und drin war das Ding (14.).

Es hätte noch schlimmer kommen können, hätten die Gäste etwa Matt Tomassonis Fehlpass im eigenen Drittel oder Manuel Klinges Puckverlust bei Überzahl bestraft.

Taten sie zum Glück nicht, Den nächsten Schock gab es trotzdem zu Beginn des zweiten Drittels. Adriano Carciola wurde von einem hohen Stock erwischt, musste blutend vom Eis, kam aber zehn Minuten später zurück. Übeltäter Stephan Kronthaler erhielt eine Spieldauerstrafe. Aber auch fünf Minuten Überzahl verstrichen nahezu ungenutzt.

Die Fans waren zu diesem Zeitpunkt längst ungeduldig. Sie pfiffen, murrten. Und durften dann doch jubeln. Endlich klappte mal etwas, als Sven Valenti abzog und Manuel Klinge den Puck im Nachschuss aus der Luft ins Tor bugsierte. Zumindest war es jetzt ausgeglichener. Zumindest verhinderte Tomassoni mit einer akrobatischen Einlage das 1:3, als er bei einer Unterzahl den Puck von der Linie holte (33.). Und zumindest gingen die Huskies mit Hoffnung ins letzte Drittel.

Kassel Huskies gegen EVL Landshut

„Kämpfen, Huskies, kämpfen“, riefen die Fans. Und mussten zunächst mit ansehen, wie Landshut erneut in Überzahltreffer durch Peter Baumgartner (46.) auf zwei Tore davonzog. Diesmal aber schlugen die Huskies postwendend zurück. Keine zwei Minuten später traf auch Jens Meilleur in Überzahl, als er den Schuss von Alex Heinrich abfälschte. Jetzt wurde es endlich stimmungsvoll. Jetzt wurde es dramatisch. Und jetzt waren die Huskies da, war ihr Torjäger da. Mike Collins verwertete bei der nächsten Überzahl das Zuspiel Klinges zum 3:3 (54.). Es gab weitere Chancen. Es gab die Verlängerung. Und da eine Spieldauerstrafe gegen Marco Müller. Die Huskies aber kämpften sich trotz Unterzahl furios ins Penaltyschießen. Und dann hielt Mika Järvinen. Dann verwandelte Mike Collins. Der Wende-Sieg war perfekt. Und zwei Punkte im Sack, mit denen anfangs nicht zu rechnen war.

SR: Bidoul (Sonthofen),

Z: 3025

Tore: 0:1 (10:09) Trew (4:5), 0:2 (13:11) Ostwald (Endras - 5:4), 1:2 (28:56) Klinge (Zeiler, Valenti), 1:3 (45:03) Baumgartner (Morris - 5:4), 2:3 (46:52) Meilleur (Heinrich- 5:4), 3:3 (53:56) Collins (Klinge - 5:4), 4:3 Collins (Penalty),

Strafminuten: Kassel 12 + 5 + Spieldauer Marco Müller - Landshut 18 + 5 + Spieldauer Kronthaler.

Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - EVL Landshut Eishockey
 

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