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Kassel Huskies gegen Lausitzer Füchse: Viele Chancen, keine Punkte

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Von: Pascal Spindler

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Weggeduckt: (von links) Husky James Arniel gegen Jan Bednar. Füchse-Goalie Ville Kolppanen schaut zu.
Weggeduckt: (von links) Husky James Arniel gegen Jan Bednar. Füchse-Goalie Ville Kolppanen schaut zu. © Dieter Schachtschneider

Das war's. Die Siegesserie der Kassel Huskies ist gerissen. Gegen die Lausitzer Füchse setzt es für die nordhessischen Eishockeyprofis die erste Niederlage seit neun Spielen.

Kassel – Jede Menge vergebene Chancen sorgen am Ende für eine 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Pleite.

Huskies-Trainer Bo Subr muss gegen die Füchse neben dem weiterhin angeschlagenen Tim McGauley auch auf Joel Keussen und Darren Mieszkowski verzichten. Beide sind krankheitsbedingt nicht dabei. Zudem fehlt Thomas Reichel, er ist für Wolfsburg in der DEL im Einsatz.

Doch auch ohne das Quartett starten die Huskies gut in die Partie. Sie sind von Beginn an aktiv, machen Tempo, haben Abschlussmöglichkeiten – und was für welche: Die beste vergibt Lois Spitzner in der vierten Minute. In Unterzahl läuft er allein auf Gäste-Schlussmann Ville Kolppanen zu, schlenzt ins Eck, doch der Goalie pariert. Auch nach dem starken Solo von James Arniel (9.) ist er zur Stelle, wehrt mit der Fanghand ab. Beim Versuch von Fabian Ribnitzky hilft der Helm (14.). 17 Mal schießen die Huskies im ersten Drittel aufs Tor, sind klar spielbestimmend – und müssten längst führen.

Zu Beginn der zweiten zwanzig Minuten sind die Kasseler dann gleich zweimal in Überzahl. So richtig gefährlich wird es in dieser Phase aber nicht. Die Füchse stehen defensiv gut geordnet, verriegeln ihr Tor. Die Subr-Mannschaft spielt zu langsam, ist nicht kreativ genug. Die Partie wird immer zäher. Und es heißt weiter warten. Weiter warten auf das erste Tor.

Dem sind die Gäste dann plötzlich deutlich näher: Einen Schuss von Tim Detig kann Kassel-Goalie Jerry Kuhn mit der Fanghand abwehren (31.), auch beim Versuch von Lewis Zerter-Gossage ist der Schlussmann auf dem Posten (33.). Wenig später kann Kuhn dann aber nichts mehr machen – und das Warten hat ein Ende: Sebastian Zauner hat zwar einige Huskies-Spieler vor sich, zieht von der linken Seite aber einfach mal ab und trifft. Das 1:0 für die Gäste, die ihr passives Spiel der letzten Minuten abgelegt haben, direkt erfolgreich sind (34.).

Die Huskies ärgern sich, reagieren trotzig: Oleg Tschwanow zieht ab, Kolppanen pariert (35.). Ribnitzky versucht es, die Füchse haben ihre Schläger dazwischen (36.). Kassel drängt jetzt auf den schnellen Ausgleich –und erzielt ihn. Vor dem Gäste-Tor ist viel Gewühl, Jake Weidner schnappt sich die Scheibe, hebt sie über Kolppanen hinweg und hinein in die Maschen (37.). Der Huskies-Stürmer macht das 1:1.

Und er trifft beinahe auch zum 2:1, hat im Schlussdrittel die erste Großchance für die Heimmannschaft, doch wieder ist Kolppanen hellwach, wehrt ab (41.). Den Gäste-Goalie haben die Huskies mittlerweile ordentlich warmgeschossen. Und sie machen weiter. Tristan Keck stürmt in Unterzahl allein auf dessen Tor, wird im letzten Moment an einem präziseren Abschluss gehindert (44.), Tschwanow zieht aus einem Meter direkt ab (48.) Wieder nichts. Ein Chancenwucher, der schließlich bestraft wird: Ex-Husky Clarke Breitkreuz trifft in Überzahl zum 2:1 für die Gäste (48.).

Die Kasseler mühen sich, wollen zurückschlagen. Doch irgendwie will der Puck einfach nicht mehr über die Linie. Stattdessen trifft Louis Anders noch einmal für die Gäste, sein Schuss ins leere Tor besiegelt die Huskies-Niederlage und das Ende der Serie.

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