Eishockey-Hessenderby

Kassel Huskies in Frankfurt: Im Derby gibt es keinen Favoriten

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Auf geht’s ins nächste Derby: Auch für den Frankfurter Lucas Dumont (links) und Husky Mike Little gibt es heute ein Wiedersehen am Ratsweg.

Kassel. Nach dem Sieg in Bad Nauheim steht für die Kassel Huskies das nächste Eishockey-Derby in der DEL 2 an: Am Freitag gastieren die Nordhessen in Frankfurt. Dann folgt die Heimpremiere.

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Aber ist nach dem ersten Derbysieg auch vor dem zweiten? „Wir haben nichts dagegen“, sagt Trainer Rico Rossi lächelnd und fährt nach dem 4:3 in Bad Nauheim an diesem Freitag nun gut gelaunt und zuversichtlich nach Frankfurt. Erstes Bully am Ratsweg ist am Freitag um 19.30 Uhr.

Am Sonntag dann steht die Heimpremiere der Huskies an: Um 18.30 Uhr gastieren die überraschend mit zwei Siegen gestarteten Tölzer Löwen in der Eissporthalle zu Gast. Das Wochenende der Huskies in Stichworten.

Die Erinnerung

26 Wochen ist es nun her, dass Huskies und Löwen am 25. März zum letzten Mal die Klingen gekreuzt haben. Genau ein halbes Jahr also hatten die Kasseler Zeit, um nach dem bitteren 1:3 im sechsten Viertelfinal-Duell ihre Wunden zu lecken. Sechs Monate aber auch, in denen viel passiert ist. Die Frankfurter haben nur noch zehn Spieler aus dem alten Team im Kader (Kassel 16), mit Card und Breitkreutz sind zwei davon verletzt. Und sie haben ein neues Trainertrio.

Auch wenn der frühe Playoff-K.o. damals sehr geschmerzt hat, ist die Erinnerung für Rossi kein Ansatz, seine Mannen zur Revanche für den „Fritzmeier-Sweep“ anzustacheln. „Wir wollen nach vorn blicken, nicht nach hinten“, argumentiert der Huskies-Coach. „Wir haben neue Leute, ein neues System und neue Ziele. Und wir wollen unser Spiel durchsetzen.“

Die Stimmung

Dementsprechend ruhig sei die Atmosphäre in der Truppe, „Unsere neuen Spieler haben schon in Nauheim mitbekommen, welchen Wert die Hessenderbys für uns und für unsere Fans haben“, sagt Rossi. „Aber im Training war keine Nervosität zu spüren, wir haben eine ganz normale Woche und nichts Besonderes gemacht.“ Seine Kasseler seien eingestellt auf einen starken Gegner, der mit zwei Siegen und 10:3-Toren einen perfekten Start erwischt hat. „Das wird alles andere als eine leichte Aufgabe. Mehr eine Herausforderung“, sagt Rossi. Einen Vorteil für die Löwen aber sieht er nicht: „In Derbys gibt es keine Favoriten.“

Das Personal

Kassel: Richie Mueller kehrt nach einer glanzvollen Saison als DEL2-Topscorer 46 Tore + 49 Vorlagen) beim SC Riessersee an den Ort zurück, wo er 2017 die Meisterschaft feierte. „Es wird wohl ein paar Pfiffe geben“, sagt der Ex-Löwe, „aber darauf bin ich gefasst.“ Mike Little hat seine Oberkörperverletzung auskuriert, ist wieder fit für die Abwehr.

Eric Valentin, noch ein Ex-Frankfurter, und Sebastian Busch, die Wolfsburger Förderlizenzler, sind diesmal beide für die Huskies im Einsatz. Bastian Schirmacher kann dadurch für Braunlage auflaufen.

Frankfurt: Für Carter Proft und Lukas Koziol gibt es ein Wiedersehen mit den Huskies. Adam Mitchell spielt erstmals im Derby. Der Deutsch-Kanadier (35) hat 592 DEL-Spiele für Hannover, Mannheim, Hamburg und zuletzt Straubing absolviert. Er soll die Fäden ziehen bei den Löwen. „Er kann mit seiner Erfahrung und Technik für die Frankfurter ein Schlüssel zum Erfolg sein“, urteilt Huskies-Trainer Rossi.

Die Heimpremiere

5:2 gegen Bayreuth und 6:3 gar in Freiburg – die Tölzer Löwen sind mit Siegen in vermeintlichen Kellerduells optimal in ihrer zweite DEL2-Saison gestartet. „Jetzt wollen wir am Sonntag testen, wie gut sie wirklich sind“, sagte Rossi noch beim Schautraining der Huskies am Dienstag.

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