Heinrich glänzt mit vier Vorlagen

7:1 - Kassel Huskies gegen Rosenheim wie im Rausch

Kassel. Die Starbulls aus Rosenheim schicken sich an, der Lieblingsgegner der Kassel Huskies in der Deutschen Eishockey-Liga zwei zu werden.

Denn dem 7:2-Sieg beim Traditionsklub aus Bayern ließ der Aufsteiger aus Nordhessen am Abend nach einem furiosen Auftritt einen 7:1 (3:0, 2:0, 2:1 )-Erfolg auf eigenem Eis folgen. Vor 3066 Zuschauern spielten sich die Huskies dabei phasenweise in einen regelrechten Rausch.

Austin Wycisk und Manuel Klinge mit ihren jeweils vierten Saisontoren, Alex Heinrich als überragender Vorbereiter mit vier Vorlagen, Matthias Bergmanns Treffer gegen seinen Heimatverein - es war ein Spiel mit vielen Erfolgsgeschichten. Und so hatte der spielerisch wenig überzeugende Auftritt der Kasseler beim 4:1 gegen Heilbronn am vergangenen Sonntag rückblickend so sein Gutes: Denn gegen Rosenheim waren die Huskies nicht wiederzuerkennen. Sie waren druckvoll, entschlossen und agierten mit viel Übersicht und Köpfchen im Spielaufbau und Abschluss. Das Fehlen von Matt Tomassoni (Oberkörperverletzung) und Daniel Kunce (Schambeinprellung) fiel kaum ins Gewicht. Vor allem aber zahlten sich die Umstellungen im Angriff aus: Austin Wycisk stürmte mit Manuel Klinge und Conor Morrison, Daniel Schmölz mit Marco Habermann und Dominik Patocka.

Starbulls-Keeper Patrick Ehelechner war nicht zu beneiden. Denn auch der "beste deutsche Torhüter der zweiten Liga", so Huskies-Cheftrainer Rico Rossi, konnte nicht verhindern, dass seine Mannschaft schon im ersten Spielabschnitt hoffnungslos ins Hintertreffen geriet. Gleich drei Gegentreffer schenkten ihm die Huskies ein - alle mit viel Übersicht nach dem gleichen Strickmuster herausgespielt: ein Pass in den Rücken der Rosenheimer Abwehr, und obwohl der jeweils erste Versuch dreimal nicht von Erfolg gekrönt war, war es dreimal der zweite. Denn die Huskies setzten konsequent nach.

Huskies gegen Rosenheim

In der achten Minute scheiterte zunächst noch Alex Heinrich, im Nachsetzen stocherte Austin Wycisk den Puck über die Linie - 1:0. Nur drei Minuten später rettete Ehelechner erst gegen Valenti, verlor dann aber die Scheibe aus den Augen, und der herangerauschte John Zeiler drückte sie in seinem Rücken über die Linie (11.) - 2:0. Dann krönte Kapitän Klinge die überragende Schlussphase der Huskies im ersten Spielabschnitt - 3:0.

Und Rosenheim? Die als Tabellendritter angereisten Bayern fanden spielerisch zu keinem Zeitpunkt eine Antwort auf den Auftritt der Gastgeber. Nachdem Bergmann in Überzahl und Dominik Patocka auf 5:0 erhöht hatten, wechselten die Starbulls den Torhüter, Timo Herden kam für Ehelechner. Der Spiellaune der Kasseler tat das keinen Abbruch. Conor Morrison und Marco Habermann setzten die Schlusspunkte für die überragenden Hausherren.

Von Michaela Streuff

SR: Iwert (Harsewinkel). Z: 3066. Tore: 1:0 (7:13) Wycisk (Heinrich), 2:0 (10:14) Zeiler (Valenti), 3:0 (18:05) Klinge (Müller, Heinrich), 4:0 (32:15) Bergmann (Collins, Valenti - 5:4), 5:0 (36:04) Patocka (Schmölz, Heinrich), 6:0 (47:05) Morrison (Heinrich), 7:0 (54:46) Habermann (Schmölz); 7:1 (59:51) Gottwald (Zick, Fischhaber); Strafminuten: Kassel 6, Rosenheim 10

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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