Fragen und Antworten

Dramatische Tage bei den Huskies

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Dramatische Tage bei den Huskies

Kassel. Eigentlich sollen die Tage um Weihnachten besinnlich und ruhig sein. Bei den Kassel Huskies aber geht’s gerade alles andere als beschaulich zu. Der Besuch einer Gerichtsvollzieherin, dazu die Diskussionen um die Eissporthalle. Fragen und Antworten:

Was sagt die KEBG zum Besuch einer Gerichtsvollzieherin am Freitagabend?

Wie bereits berichtet, waren ausstehende Zahlungen an Stéphane Robitaille Grund für den Besuch der Gerichtsvollzieherin. Geschäftsführer Stefan Traut sagt: „Wir haben bislang alle vereinbarten Raten fristgerecht gezahlt. Am 17. Dezember ist eine Sammelüberweisung rausgegangen, in der neben Spielergehältern auch die nächste Ratenzahlung an Robitaille

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hätte sein müssen. Sie ist angeblich nicht auf seinem Konto eingegangen.“ Traut prüft nun, wo der Fehler lag. Die Gerichtsvollzieherin habe 3000 Euro (eine Rate) der Einnahmen gepfändet und nicht 13 000 Euro. Ihr Besuch hatte viel Wirbel verursacht. Der Eishallen-Chef vermutet: „Da wollte jemand ein Exempel statuieren. Robitaille hätte mich auch einfach anrufen können.“

Und was ist mit den Gehältern der Mannschaft?

Die Spieler haben ihre Gehälter bekommen. Das bestätigt Huskies-Trainer Uli Egen. Er sagt aber auch: „Das ist eine schwere Zeit. Ich versuche, den Trubel von der Mannschaft fernzuhalten. Noch glaubt sie mir.“

Einerseits hat die KEBG Probleme, Rechnungen zu bezahlen. Andererseits wird mit Danny Albrecht ein neuer Husky verpflichtet. Wie ist das zu erklären?

Danny Albrecht nimmt im Budgetplan der KEBG den Posten ein, der durch den Abgang von Stephan Kreuzmann nach Frankfurt frei geworden ist. Außerdem habe Albrecht auf Geld verzichtet, um bei den Huskies zu spielen, sagt Traut. Den Mannschaftsetat habe man trotz der Zahlungsschwierigkeiten nicht antasten wollen. „Wir brauchen ein starkes Team, um Erfolg zu haben. Das ist die Grundlage unserer Arbeit.“ Deshalb dürfe man in diesem Bereich nicht sparen. „Ich kann die Eishalle ja auch nicht für den Publikumsverkehr öffnen ohne Schlittschuhe anzubieten. Dann kommt niemand und ich kann kein Geld einnehmen“, sagt Traut.

Wie kann es sein, dass die Huskies trotz Tausender Zuschauer bei Heimspielen Finanzprobleme haben?

Das liegt laut Eishallenchef an Dennis Rossing. „Er war nicht mehr bereit, eine zugesagte Summe im sechsstelligen Bereich an uns zu überweisen“, sagt Traut. Dadurch seien die Zahlungsengpässe entstanden. „Ansonsten sind alle unsere Zahlen okay. Wir liegen voll in unserem Budget, haben nicht mehr ausgegeben, als vor Saisonbeginn veranschlagt.“

Und warum hat Rossing nicht gezahlt?

Traut hat am Samstag mit Rossing telefoniert. „Er hat mir zugesagt, kurzfristig nun die offene Summe bis zum Jahresende zu begleichen“, sagt Traut. Aber auffällig ist der Zeitpunkt von Rossings Zahlungsankündigung. Denn erst tags zuvor hatten der Projektentwickler und die Stadt nach Monaten zähen Ringens den Mietvertrag für das Technische Rathaus auf dem Salzmann-Gelände ausgehandelt. Sowohl Rossing als auch die Stadt aber hatten einen Zusammenhang zwischen dem Mietvertrag und Rossings Unterstützung für die Huskies stets bestritten.

Wie reagieren die Huskies-Anhänger?

Sie werden am Mittwoch gegen Dortmund nach dem ersten Bully den Heuboden räumen und erst nach 12:05 Minuten zurückkehren. Ihre Botschaft in Richtung der Verantwortlichen im Kasseler Eishockey: „Es ist fünf nach zwölf.“

Von Michaela Streuff

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