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Kassel Huskies gewinnen dank Kecks Treffer in der Nachspielzeit in Crimmitschau

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Von: Frank Ziemke

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Er erzielte das Siegtor: Tristan Keck brauchte in der Verlängerung nur fünf Sekunden, ehe er das 3:2 in Crimmitschau erzielte.
Er erzielte das Siegtor: Tristan Keck brauchte in der Verlängerung nur fünf Sekunden, ehe er das 3:2 in Crimmitschau erzielte. © Dieter Schachtschneider

Zu Beginn hieß es warten. Weil es eine Anreise mit Hindernissen war. Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies erreichten ihr Reiseziel Crimmitschau mit reichlich Verspätung.

Der Grund: eine Panne des Mannschaftsbusses. Spieler und Ausrüstung mussten umsteigen. Die Partie in der DEL 2 begann so erst um 20.40 Uhr. Die gute Nachricht aber: Nach der Panne blieben die Huskies pannenfrei. Zumindest fast. Sie gewannen bei den Eispiraten in der Verlängerung 3:2 (1:1, 1:0, 0:1 - 1:0). Zwei Punkte reichten so zumindest, um mit Spitzenreiter Kaufbeuren gleichzuziehen.

Doch der Reihe nach. „Die lange Busfahrt steckte uns anfangs schon in den Beinen“, sagte Vincent Schlenker an alter Wirkungsstätte bei Sprade-TV nach dem ersten Drittel. Er meinte damit den mühsamen Beginn der müden Kasseler Reisegruppe, den Tyler Gron bereits in der 4. Minute bestrafte. Ein Konter, ein Querpass, ein Schuss in den Winkel – das 1:0.

Dieser Rückstand war aber nicht der erste Schreck für aufmerksame Huskies-Fans. Wer vor dem ersten Bully auf die Aufstellungen schaute, sah alle fünf Kasseler Ausländer auf dem Spielbogen. Oha, konnte das möglich sein? Nein, konnte es nicht. Natürlich hatten die Gäste nur die erlaubten vier Importspieler auf dem Eis. Die Korrektur folgte dann auch: Nicht Jake Kielly hütete das Tor, sondern Jerry Kuhn.

Kurioserweise nahmen die Huskies langsam an Fahrt auf, als sie ab der 9. Minute erstmals in Unterzahl agierten. Plötzlich lief die Scheibe. Plötzlich hatte Tristan Keck die erste richtig gute Chance. Der Ausgleich fiel dann bei eigener Überzahl. Kurz zuvor hatte Piraten-Keeper Ilya Sharipov noch mit einer unglaublichen Rettungstat das 1:1 verhindert, als er nach dem Schuss von Joel Lowry geschlagen schien, den Puck mit dem Schläger praktisch volley wegschlug. Machtlos war er dann aber gegen den Schuss von Tim McGauley nach James Arniels feinem Querpass (14.).

Mit diesem 1:1 ging es auch in die Pause. Und wie Schlenker angekündigt hatte, wurden die Gäste im Mitteldrittel stärker und gingen in Führung. Allerdings blieb das Spiel sehr ausgeglichen, bot Chancen, Paraden, Metalltreffer auf beiden Seiten. Kecks Konter sorgten immer wieder für Gefahr. Umgekehrt trafen die Gastgeber zunächst durch Mathieu Lemay und dann durch Henri Kanninen die Latte. Glück für die Huskies, die dann in der 34. Minute durch einen Konter in Führung gingen. Arniel deutete erst einen Querpass an, machte es aber selbst und traf zum 2:1. Auch die Kasseler hatten noch Pech. Kurz vor Drittelende traf Alec Ahlroth den Pfosten und verpasste das 3:1.

So blieb es auch im Schlussdrittel ein Spiel auf des Messers Schneide. Kuhn verhinderte gegen Lemay mit einer Glanztat den Ausgleich, Joel Keussen hatte das 3:1 auf dem Schläger. Doch als die Gäste auf die Entscheidung drückten, schlugen die Gastgeber zu. Die Huskies vertändelten den Puck im eigenen Drittel, Nutznießer war Filip Reisnecker. Crimmitschaus Goldhelm ließ Kuhn mit einem krachenden Schuss keine Chance (55.).

Danach wurde es vogelwild. Lorey scheiterte erneut am spektakulär parierenden Sharipov. Patrick Pohl konnte Kuhn nicht überwinden. Thomas Sykoras Schuss blieb kurz vor der Linie hängen. Es gab Verlängerung.

Und in der ging es zum ersten Mal ganz schnell für die Huskies an diesem Abend der Verspätungen: Ganze fünf Sekunden dauerte es, da traf Keck von der linken Seite zum Sieg.

So haben die Kassel Huskies gegen Crimmitschau gespielt

Schiedsrichter: Bauer/Becker

Zuschauer: 1528

Tore: 1:0 (3:52) Gron (Feser, Lemay - 5:4), 1:1 (13:39) McGauley (Arniel, Faber - 5:4), 1:2 (33:18) Arniel, 2:2 (54:14) Reisnecker (Lindsten, Kanninen ), 3:2 (60:05) Keck (McGauley)

Strafminuten: Crimmitschau 6 - Kassel 8.

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