Späterer Saisonbeginn nicht ausgeschlossen

Huskies: Gibbs sieht späteren Start gelassen

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In Erwartung: Die Huskies (von links) Justin Kirsch, Michi Christ, Maximilian Adam, Mario Scalzo, Marco Müller und Lois Spitzner nach dem Sieg gegen Frankfurt 2019.

Ob die DEL2 es macht wie die DEL und ihren Saisonstart auf November verlegt? Eigentlich soll es ja am 11. September losgehen mit dem Spielbetrieb. 

Ob die DEL2 es macht wie die DEL und ihren Saisonstart auf November verlegt? Eigentlich soll es ja am 11. September losgehen mit dem Spielbetrieb in der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga – und somit auch für die Kassel Huskies. Doch vieles deutet auf eine Verschiebung dieses Datums hin. Denn die DEL hat gestern bestätigt, dass sie den Saisonstart um sechs Wochen nach hinten verschiebt, also statt am 18. September erst im November beginnt.

Das sagt die DEL2:Konkrete Daten sind von Liga-Chef Rene Rudorisch noch nicht zu erfahren. „Entscheidend ist, ob zum Verbot der Großveranstaltungen bis 31. Oktober auch tatsächlichen Sportveranstaltung in unserem Ligabetrieb zählen“, erklärt er. „Das Konzept, das wir gemeinsam mit dem Deutschen Eishockey-Bund zum Spielbetrieb und Training erarbeiten, wollen wir finalisieren, und dann gehen wir damit an die Öffentlichkeit. Dieser Schritt war schon immer für Anfang Juli geplant. Wir orientieren uns an dem, was wir wie umsetzen können. Das muss nicht zwingend gleichlautend zu dem sein, was die DEL entscheidet.“

Denn für den Spielbetrieb in DEL und DEL2 gelten teils unterschiedliche Voraussetzungen: „In der riesigen Lanxess-Arena in Köln gelten beispielsweise andere Vorgaben als etwa in Bayreuth oder Crimmitschau.“ Grundsätzlich aber gilt für die DEL2: „Wir wollen so schnell wie möglich mit so vielen Zuschauern wie möglich starten“, betont Rudorisch.

Die Rechnung der Liga ist einfach: Je früher es mit Fans in den Eishallen möglich ist, umso besser für die Klubs. Denn die sind in ihren Budget-Planungen zwingend auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Die machen laut Rudorisch rund 35 Prozent in der Kalkulation eines Vereins aus.

Allerdings dürfen die Klubs auf Unterstützung des Bundes hoffen. Denn der hat beschlossen, dass auch die DEL2 von einem Konjunkturpaket von 200 Millionen Euro für Profiklubs profitiert. Die Nothilfe sieht vor, dass die ausbleibenden Zuschauereinnahmen von April bis Dezember mit 80 Prozent der Nettoerlöse erstattet werden. „Das ist ein klares Bekenntnis der Politik für den Profisport“, lobt Rudorisch grundsätzlich. Weitere Details aber sind noch nicht bekannt.

Und was geschieht, sollte der Saisonbeginn tatsächlich weiter nach hinten verschoben werden? Eine Reduzierung der Hauptrunde mit 52 Spielen sei nicht die favorisierte Variante. Denn man wolle den Klubs die planbaren 26 Heimspiele möglichst garantieren. „Nicht garantierbar ist hingegen die Teilnahme an den Playoffs“, erklärt Rudorisch. Daher könnte man gegebenenfalls da über eine Reduzierung des Modus nachdenken.

Das sagen die Huskies: Eishockey erst im November? Joe Gibbs, Geschäftsführer der Kassel Huskies, reagiert gelassen auf dieses Szenario. „Noch wissen wir nicht, ob es so kommt“, sagt er, „aber ich kann das nur gelassen sehen. Es gibt nun mal das Virus. Hauptsache ist, dass wir überhaupt spielen können. Und dass jeder, der uns zusieht, auch gesund wieder nach Hause gehen kann.“ Der deutlich verlängerte Zeitraum ohne die in der Zweiten Liga so dringend nötigen Zuschauer-Einnahmen wäre für Gibbs das geringere Problem, denn: „Wichtig ist, dass wir die Spiele überhaupt austragen können.“ Sein Appell: „Wenn die Leute weiter Masken tragen und Abstand halten, dann haben wie eine gute Chance.“ Zur möglichen finanziellen Unterstützung durch den Bund sagt Gibbs: „Wir brauchen dazu noch mehr Details. Definitiv ist das aber ein gutes Signal.“

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