Kasseler zittern sich zu mühsamen 2:1 gegen Bayreuth

Kassel Huskies: Glanzloser erster Sieg im neuen Jahr

Kassels Lois Spitzner (rechts) wird verfolgt von Bayreuths Dani Bindels
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Puck behauptet: Kassels Lois Spitzner (rechts) wird verfolgt von Bayreuths Dani Bindels und sucht eine Anspielstation. Torhüter Timo Herden beobachtet die Situation.

Der erste Sieg im neuen Jahr ist geschafft. Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies besiegen die Bayreuth Tigers. Es ist aber ein mühevoller Erfolg ohne jeden Glanz.

Kassel - 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) heißt es am Ende in der Kasseler Eissporthalle.

Zwei ernüchternde Auswärtsniederlagen haben 2022 den Aufschwung am Ende des alten Jahres böse gestoppt. Im ersten Heimspiel soll, na klar, endlich ein Dreier her. Zunächst aber herrscht Verwunderung beim Blick auf den ausgedünnten Kader der Gäste. Die Facebookseite der Tigers verrät: Einige Akteure fehlen wegen Verletzungen, andere wegen positiver Schnelltests.

Gespielt wird trotzdem. Die Partie startet etwas zäh, nimmt erst Fahrt auf, als die Gastgeber ab der 5. Minute in Unterzahl sind – und richtig gute Konterchancen haben. Zunächst spielt Lois Spitzner vor dem Tor Jake Weidner frei, der an Timo Herden scheitert, dann erobert Brett Cameron schlitzohrig den Puck, kann Bayreuths Schlussmann ebenfalls nicht überwinden. Fast paradox, dass die Huskies kurz darauf bei ihrer ersten Überzahl keine annähernd gleichwertig klare Möglichkeit herausspielen können.

Die Gastgeber sind zunächst das tonangebende Team. Müssen sie ja auch sein. Trotzdem hätten sie mit einem Rückstand in die erste Pause gehen können. Doch in der 16. Minute bewahrt Jerry Kuhn mit einer spektakulären Rettungstat im Spagat gegen den freistehendend Dani Bindels sein Team vor dem Gegentor. Und bei der dritten Strafzeit schießt Frederik Cabana aus der Nahdistanz knapp über den Kasten.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels verbringen die Huskies zuviel Zeit in Unterzahl. Kuhn rückt erneut in den Blickpunkt. In der 24. Minute pariert er sowohl gegen Cason Hohmann als auch den Nachschuss von Ville Järveläinen. Es dauert bis zur 26. Minute, ehe Weidners Konter die erste Chance der Gastgeber bringt. Kurz darauf zieht Mitch Wahl allein Richtung Herden, jubelt kurz. Es gibt Videobeweis, aber kein Tor. Die Scheibe hatte unter dem Schoner des Schlussmanns nicht die Linie überquert.

Wenige Sekunden später aber ist es soweit. Und so mühsam das bisher war – der Führungstreffer ist richtig schön. Jamie Mac Queen erzielt ihn im Fallen und dabei auch noch aus der Drehung. Es bleibt aber nach dem 1:0 eine verbissene Partie. Cabana trifft freistehend das Außennetz, Joel Keussen aus spitzem Winkel den Außenpfosten. Und in den Schlusssekunden haben die Huskies das Glück auf ihrer Seite bei der bereits sechsten Unterzahl. Hohmann und Järveläinen kommen bei ihrer zweiten Doppelchance mit ihren Schüssen nicht durch.

Die Bayreuther Überzahl läuft auch beim Start des Schlussdrittels weiter. Noch einmal müssen die Huskies durchatmen, als der Puck nach Järveläinens abgefälschtem Schuss Zentimeter am Pfosten vorbeitrudelt. Es bleibt aber ein mäßiger Auftritt. Zumal die Tigers nun auf den Ausgleich drängen. Bindels und Hohmann kommen nacheinander zu frei zum Schuss. Gut, das Kuhn weiter auf dem Posten ist. Aber die Strafe für sich häufende Nachlässigkeiten folgt. Weil mit Fabian Ribnitzky erneut ein Kasseler auf die Strafbank muss. Weil die Gäste das nun nutzen. Christian Kretschmann fälscht einen Schuss entscheidend ab.

In der 50. Minute steht es 1:1. Kuhns Ärger nach dem Tor ist verständlich. Die Fehlerquote seiner Vorderleute steigt bedenklich. Zumindest aber reagieren sie auf den Ausgleich. Und liegen bald wieder in Front. Im zweiten Nachschuss bugsiert Troy Rutkowski die Scheibe über die Linie. Das reicht für den ersten Dreier im neuen Jahr.

Hier gibt‘s den Ticker zum Nachlesen.

So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiesdrichter: Engelmann/Janssen

Zuschauer: 250

Tore: 1:0 (27:04) MacQueen (Wahl), 1:1 (49:29) Kretschmann (Järveläinen, Davis - 5:4), 2:1 (51:38) Rutkowski (Weidner, MacQueen - 4:4)

Strafminuten: Kassel 18 - Bayreuth 10.

Von Frank Ziemke

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