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Kassel Huskies holen Kanadier Joel Lowry

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Von: Björn Friedrichs

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Joel Lowry, hier im Trikot der Iserlohn Roosters, wechselt zu den Kassel Huskies.
Joel Lowry, hier im Trikot der Iserlohn Roosters, wechselt zu den Kassel Huskies. © imago images/HMB-Media

Das ist Kanadier und Center Nummer vier im Kader der Kassel Huskies: Mittelstürmer Joel Lowry verstärkt den Eishockey-Zweitligisten.

Lowry passt gefühlt wie gemalt in das Anforderungsprofil der Huskies: Knapp 1,90 Meter groß, höherklassige Erfahrung, hohes Scoring-Potenzial trotz körperbetonter Spielweise.

2011 wurde Lowry, der aus der kanadischen Großstadt Calgary stammt, in der fünften Runde des NHL-Drafts von den Los Angeles Kings gezogen, blieb dort aber ohne Einsatz. Vielmehr spielte er in seinen ersten Profijahren in der NCAA (111 Spiele, 29 Tore, 48 Assists), in der ECHL (43 Spiele, 18 Tore, 24 Assists) und auch in der AHL (224 Spiele, 31 Tore, 56 Assists), der Liga unterhalb der NHL. 2019 erhielt er einen Zwei-Wege-Vertrag bei den Florida Panthers, der Sprung in die NHL gelang ihm jedoch nicht.

Lowry kam 2021 nach Europa in die DEL

2021 folgte in der durch Corona geprägten Saison der Wechsel nach Europa, nach Deutschland. Im Januar holten ihn die Iserlohn Roosters in die DEL, dort spielte er mit Husky Jake Weidner zusammen. Sieben Tore und fünf Assists steuerte Lowry in 28 Spielen bei, half so mit, die Roosters in die Playoffs zu führen. Dort kam in drei Partien gegen Berlin kein Scorerpunkt hinzu. In der Saison 21/22 war er dann für die Vienna Capitals in Österreich aktiv (42 Spiele, 16 Tore, 17 Vorlagen).

Wenn man nach Bildern und Statistiken von Lowry sucht, merkt man schnell: Er ist keiner, der Zweikämpfen aus dem Weg geht. In den meisten seiner Profijahre sammelte er reichlich Strafzeiten, auch Raufereien geht er nicht aus dem Weg. Beispiel gefällig? In Iserlohn saß er in den drei Playoff-Spielen 27 Minuten auf der Strafbank, bei den Springfield Thunderbirds 2018/19 in 55 Partien 72 Minuten.

Stand jetzt ist er der vierte Kanadier

Nun geht es für ihn weiter zu den Huskies. Dort ist er nach Tim McGauley, Jamie Arniel und Jake Weidner der vierte Center im Kader. Lowry kann - ähnlich wie einige seiner Mitspieler - aber auch auf dem Flügel eingesetzt werden. Neben McGauley, Arniel und (zumindest Stand jetzt) Tristan Keck wäre Lowry der vierte Importspieler bei den Huskies. Sechs Lizenzen dürfen in der DEL2 an Spieler aus dem Ausland vergeben werde, vier Importspieler pro Partie aufgestellt werden. Da die Spielerlizenzierungen aber noch nicht abgeschlossen sind, ist bei Keck durchaus wahrscheinlich, dass er vorher noch den deutschen Pass bekommt. Feststehen dürfte mit Neuzugang Lowry aber auch, dass Corey Trivino nicht zu den Huskies zurückkehrt.

Der Neue kommt aus einer eishockey-begeisterten Familie. Vater Dave Lowry spielte zwischen 1985 und 2004 in der NHL, auch als Trainer war er in der besten Liga der Welt tätig. So übernahm er zuletzt interimsweise das Traineramt bei den Winnipeg Jets. Dort trainierte er in einer Amtszeit zuvor auch schon Adam, Joel Lowrys Bruder. Der steht auch kommende Saison bei dem kanadischen NHL-Klub auf dem Eis. Und auch Schwester Tessa spielte Eishockey, ging unter anderem in der College-Liga NCAA an den Start.

Tschwanow zweiter Förderspieler?

Der Kader der Huskies ist fast komplett, was (zumindest offiziell) noch fehlt, ist ein zweiter U21-Förderspieler. Laut HNA-Informationen steht dieser aber schon fest: Aus Freiburg soll der 19-jährige Oleg Tschwanow zu den Huskies kommen. Bei den Wölfen im Breisgau hat der gebürtige Berliner bereits zwei DEL2-Spielzeiten absolviert.

Von Björn Friedrichs

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