Ersatzgeschwächte Huskies halten gut mit

Kassel Huskies: Viel Applaus trotz 2:3-Pleite gegen Landshut

Starker Rückhalt: Torhüter Jonas Neffin.
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Starker Rückhalt: Torhüter Jonas Neffin.

Die Kassel Huskies unterlagen am Dienstagabend in einem Eishockey-Testspiel dem EV Landshut 2:3.

Lauterbach – Es ist eine Premiere. Erstes – wenn auch nicht richtiges – Heimspiel der Kassel Huskies in der Saison 2021/22. Erstmals nach langer Zeit wieder vor den eigenen Fans. Erstmals gegen ein DEL2-Team, den EV Landshut. Erstmals mit Sven Breiter, der wie in der Eissporthalle die Spielernamen aufruft und die Fans zum Mitmachen animiert. Das sorgt für Gänsehaut.

Und auch die beiden Mannschaften scheint das anzustecken. Die Huskies legen in Lauterbach stark los. Und das, obwohl Trainer Tim Kehler mit Jamie MacQueen, Timo Gams, Oliver Granz, Lukas Laub, Hans Detsch und Joel Keussen auf sechs Stammspieler verzichten muss, während Landshut fast in Bestbesetzung antritt. Nach 23 Sekunden schießt Jake Weidner erstmals auf das EVL-Tor von Dimitri Pätzold, zehn Sekunden später trifft Brett Cameron das Außennetz.

Beide Teams spielen mit offenem Visier. Landshuts Davis Koch scheitert an Jonas Neffin (1.), auf der anderen Seite Denis Shevyrin an Pätzold (3.). Der EVL bestimmt das Geschehen. Neffin vereitelt Thomas Holzmanns Solo, pariert auch den Schuss von Brandon Alderson, mit dem er sich ein Privatduell liefert. Einmal ist Neffin dann aber doch geschlagen: Gill spielt einen perfekten Schnittstellenpass, Koch bleibt allein vor Neffin eiskalt – 0:1 (10.). Das ist auch der Spielstand zur Drittelpause. Weil Lois Spitzner (12./16.), Paul Kranz (16.) und vor allem Weidner aus guter Position (20.) gute Chancen liegenlassen. Und weil auf der anderen Seite Neffin gegen Alderson vor und nach der Pause zur Stelle ist (12./15./22.).

Doch nicht immer ist der junge Torhüter der Sieger dieses Duells. Nach 27 Minuten spielen die Huskies in Überzahl, Alderson fängt einen Pass ab und lässt Neffin mit einem Beinschuss keine Chance – 0:2. Die Huskies machen es aber nun besser. Sie lassen hinten nicht mehr so viele Schüsse zu wie im ersten Abschnitt. Und sie belohnen sich mit dem verdienten Anschlusstreffer. Shevyrin zieht von der Blauen Linie ab, Pätzold ist die Sicht versperrt, und der Puck schlägt oben links ein (32.). Endlich werden Schals geschwenkt, endlich ertönt ein Ramalama Ding-Dong.

Doch die Freude währt nicht lange. Erst ist Neffin wieder mit der Fanghand gegen Alderson zur Stelle (33.) – doch trifft wieder der Kanadier. Er jagt den Puck unter das Tordach (39.).

Das Schlussdrittel ist zerfahren. Die Huskies sind überlegen – nutzen dies aber lange nicht. 1:49 Minuten spielen sie in doppelter Überzahl, anderthalb davon sogar Sechs-gegen-drei. Cameron schießt, auch Stephan Tramm, Dieter Orendorz und Shevyrin. Sie alle finden kein Vorbeikommen an Pätzold. Das schafft erst ein anderer. Ausgerechnet der gebürtige Lauterbacher Paul Kranz überwindet den Ex-Nationalgoalie. Dann ist Ende. Die Fans feiern trotzdem. Die Mannschaft, die Rückkehr und Lokalmatador Kranz.

Kassel Huskies – EV Landshut 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

Tore: 0:1 (10:32) Koch (Gill), 0:2 (26:47) Alderson, 1:2 (31:56) Shevyrin (Reich, Kranz), 1:3 (38:18) Alderson, 2:3 (58:46) Kranz (Cameron)

Strafmin.: Kassel 4, Landshut 12 (Björn Friedrichs)

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