Kasseler Eishockey

Von A bis Z: Das ist bei den Kassel Huskies in dieser Saison neu

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Der Neue im Tor der Huskies: Marcel Melichercik kam aus Heilbronn nach Nordhessen.

Kassel. Die Huskies starten am Freitag (19.30 Uhr) beim EC Bad Nauheim in ihre fünfte Zweitliga-Saison. Den langen Sommer haben die Verantwortlichen offenbar genutzt und viel umgekrempelt.

Neues und Bewährtes von A bis Z:

A wie Ausbildung: „Es bleibt dabei, wir werden auch weiterhin ein Verein sein, der junge Spieler ausbildet und fördert – nicht zuletzt unsere Kasseler Jungs wie Tim Lucca Krüger und Basti Schirmacher“, sagt Trainer Rico Rossi.

B wie Betreuer: Ist nun Cameron Crawford aus Toronto. 24 Jahre jung, ein Profi, der u. a. auch schon Behindertenteams beim Eishockey auf Schlitten („sledge“) betreut hat.

C wie Catering: In Zusammenarbeit mit Dominik Hübler (Orangerie) werden das Verpflegungsangebot in der Halle umgekrempelt und Preise teilweise gesenkt. Die Stichworte: Für Brezeln und Getränke muss nur einmal angestanden werden; es gibt mehr Verkaufsstellen und neue Lieferanten für einheitlich bessere Qualität; Getränke gibt’s in 0,3- statt 0,5-Liter-Bechern; es werden vegetarische Kost und Geflügel (Chickenburger, -wings) angeboten; Thementage wie Oktoberfest mit Leberkäse sind geplant.

D wie Dauerkarten: Nach dem letzten Stand wurden diesmal gut 1200 Saisontickets abgesetzt.

E wie Eissporthalle: 40 Jahre nach der Eröffnung wurde im Kasseler Eistempel im Sommer die Sanierung der Sanitäranlagen weiter fortgesetzt, die Bande innen verkleidet, es gab frische Farbe unter anderem. für den Heuboden und die Treppenhäuser.

F wie Fans: Werden von den Huskies endlich verstärkt als Kunden entdeckt und so behandelt. Michael Schwarm unterstützt nun Sven Breiter als zweiter Fanbeauftragter. Die ersten Maßnahmen: Nach jedem Heimspiel werden sich einzelne Spieler zum Fantalk in der Championsbar stellen. Ab Oktober sind alle sechs bis acht Wochen Stammtisch-Treffen mit den Anhängern geplant.

G wie Geschäftsstelle: Ist nun da, wo Fans sie eigentlich auch erwarten – in der Eissporthalle. Erdgeschoss.

H wie Herz: „Im Herzen ein Husky“ – mit diesem Slogan wollen die Kasseler sich in der Region wieder deutlich stärker etablieren. Die Ziele: Neue Fans gewinnen, Stammkunden neu einschwören, verlorene Anhänger zurückerobern.

I wie Internet: Die Huskies forcieren ihre Präsenz im Web und in den Sozialen Medien massiv. Facebook, Instagram, Twitter – überall geht’s nun ab mit den Schlittenhunden.

J wie Jugendarbeit: Die Kooperation mit der Eishockeyjugend Kassel (EJK), dem Amateurverein, wird verstärkt. „Da kommt etwas richtig ins Rollen“, sagt Geschäftsführer Joe Gibbs. Er kennt den neuen EJK-Vorsitzenden Matthias Kolodziejczak schon seit 1979, als beide in Braunlage spielten.

K wie Kasseler Jungs: Nicht weniger als sieben Eigengewächse stehen im aktuellen Zweitliga-Kader – inklusive Manuel Klinge (33): Derek Dinger (31), Alex Heinrich (31), Adriano Carciola (30), Michi Christ (29) sowie aus der nächsten Generation Tim Lucca Krüger (20) und Bastian Schirmacher (20).

L wie Lehre: „Wir alle haben aus dem Misserfolg gelernt“, sagt Trainer Rossi. Seine von allen Rivalen längst ausgeguckte Taktik will er ändern, zudem den Spieler mehr Verantwortung übertragen.

Medienteam: Homepage, Soziale Medien, gedruckte Medien, Radiosender und nicht zuletzt Sprade-TV – die ehrenamtliche Truppe hat ein großes Pensum. Und: Bei Sprade-TV werden nun sieben Kamerapositionen genutzt. DEL2-Spitze, wie die Huskies sagen.

N wie Namen: Zum zweiten Mal gibt es zwei Müllers im Team. Von 2014 bis ’17 waren es Mathias (jetzt Deggendorf) und Marco, nun sind es Marco und Richie. Der heißt eigentlich Richard. Aber sein Papa wanderte einst aus Augsburg aus nach Kanada. Und so kam es zu Richie und Mueller mit e.

O wie Organisation: Die Huskies haben das Team hinter dem Team deutlich verstärkt. In der Geschäftsführung durch Michael Scholtyssek, in der Geschäftsstelle. Und: Sie haben sich neue Strukturen gegeben, die Aufgaben klarer verteilt. Es wird professioneller gearbeitet, so kommt es jetzt rüber.

P wie Partner: Sind jetzt die Grizzlys Wolfsburg. Torwart Mirko Davi (19) sowie die Stürmer Valentin Busch (20), Alexander Karachun (23) und Eric Valentin (21) erhalten Förderlizenzen vom DEL-Klub für Einsätze bei den Nordhessen.

Q wie Qualifikation: Wie immer ist der Sprung in die Playoffs das erste Saisonziel der Huskies. „Dann kann alles passieren“, sagt Rossi und erinnert an 2016 und die völlig unerwartete Meisterschaft.

R wie rechte Hand des Trainers: Als solche soll Alex Heinrich auf dem Eis nun fungieren. Als Nachfolger von Manuel Klinge wurde er vom Team zum Kapitän gewählt. Erstmals. Bisher hatte stets Rossi den Kapitän bestimmt, und im Vorjahr war Heinrich eingesprungen.

S wie Sportshop: Der wird in der Eissporthalle nun eigenverantwortlich von „badOne“ aus Hannover betrieben. Geschäftsführer Sven Albert verspricht ein neues, umfangreicheres Sortiment und ist für Wünsche der Fans offen. Einer wurde schon erfüllt: Es gibt nun auch den Huskies-Schnuller für den Nachwuchs.

T wie Teammanager: Manuel Klinge hat diesen Job im Sommer ausgeübt, gewissermaßen als Ersatz für den bisherigen Co-Trainer Hugo Boisvert. Der ist jetzt Chefcoach beim Meister in Bietigheim. Klinge wird in diesem Amt bleiben, falls seine Verletzung ein Comeback als Spieler nicht zulassen sollte. Einen Co-Trainer gibt es nun nicht mehr bei den Huskies.

U wie Unterzahlspiel: In den letzten drei Tests gegen Duisburg, Wolfsburg und Heilbronn war es klasse angesichts von nur einem Gegentor. Auch in Ueberzahl lief es: fünf Treffer.

V wie Video: Thorsten Kolbe hat ein neues Einlaufvideo zusammengestellt. Mit viel Biss werden die Huskies nun auch vor dem Spiel präsentiert.

W wie Weihnachten: 24 Stunden vor Heiligabend gastieren die Huskies in Frankfurt. Eine schöne Bescherung hoffentlich.

X wie X-Faktor: Im Englischen ein gern gebrauchter Begriff um das Besondere zu betonen. Bei den Huskies könnte der neu entdeckte Zusammenhalt, der oft betonte Teamgeist, nun zum X-Faktor werden.

Y wie Youngster: Wolfsburgs Talent Mirko David (*17.8.1999) ist mit 19 die Nummer drei der Huskies-Torhüter und der Jüngste im Kasseler Kader. Vor Tim Lucca Krüger (14.4.,98) und Leon Hungerecker (3.4.98). Der Älteste? Richie Mueller mit 36.

Z wie Zukunft und zweite Eisfläche: 2021 kann der Zweitliga-Meister in die DEL aufsteigen. „Darauf arbeiten wir ab sofort hin, es ist die Stunde null“, sagt Joe Gibbs. Zum Bau der zweiten Eisfläche aber gibt es nur die seit Jahren übliche Floskel des Geschäftsführers: „Wir sind auf einem guten Weg.“

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