Kasseler Starverteidiger mit Torte überrascht

Husky James Wisniewski hat es ins US-Olympiateam geschafft

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Mit einer Torte ins Neue Jahr: Huskies-Mitspieler Evan McGrath (rechts) und Dominik Hübler (links) von der Orangerie überraschten James Wisniewski (Mitte) bei ihrer Silvesterfeier und gratulierten zur Olympia-Nominierung.

Kassel. Nun ist klar: James Wisniewski hat den Sprung ins US-amerikanische Eishockey-Olympiateam geschafft.

Update, 2. Januar: Das Eishockey-Team der USA hat mittlerweile den Kader für die Olympischen Winterspiele bekanntgegeben. James Wisniewski fährt nach Südkorea - als einziger weiterer Spieler aus Deutschland ist Chad Kolarik von den Adlern Mannheim (DEL) dabei. Den ganzen Kader gibt es hier in der Übersicht.  

Ursprünglicher Artikel - „James hat die Information erhalten, dass er für Pyeongchang nominiert wird“, erklärte Rico Rossi. „Und wir sind sehr stolz darauf, dass wir ihm in Kassel helfen konnten, seinen olympischen Traum im Team einer großen Eishockeynation zu erfüllen.“

Der Trainer der Kassel Huskies geht davon aus, dass er nun definitiv für die nächsten zehn Spiele bis Ende Januar noch mit dem Starverteidiger der zweiten Liga planen kann. Ein Wechsel in eine höherklassige Liga zur besseren Vorbereitung sei kein Thema. Und: Rossi hegt durchaus die Hoffnung, dass „Wiz“ nach den Spielen in Korea vom 9. bis 25. Februar auch noch einmal ins Trikot der Kasseler zurückkehren wird.

„Wir sind da nicht in einer Position, dass wir etwas fordern können. Wir müssen nehmen, was wir bekommen können“, erläutert Rossi. Fakt aber ist: Wisniewski bleibt weiterhin für die Huskies spielberechtigt. „James hat viel Spaß hier. Und wenn ihn nach Olympia nicht doch noch einmal die NHL locken sollte, warum sollte er in den Playoffs dann nicht wieder ein Husky sein?!“

Nahaufnahme: Hier noch mal ein detaillierter Blick auf die Torte.

Wie aber wollen die Kasseler Cracks ohne ihren Besten klarkommen? Ohne den Strategen, der in 23 Spielen acht Tore erzielte und 28 weitere vorbereitete? „Es gab bei den Huskies eine nicht so schlechte Zeit vor Wisniewski, und es wird eine hoffentlich gute Zeit nach ihm geben. Jeder einzelne Spieler kann helfen, seinen Ausfall gut zu kompensieren“, sagt Rossi. Und: „Es sind ja noch einige Spiele mit ihm, auf die wir alle uns freuen können.“

Die Nachricht, dass sich Wisniewskis olympischer Traum trotz der Nichtberücksichtigung für den Deutschland-Cup im vergangenen Herbst doch noch erfüllen wird, war am Silvestertag bekannt geworden. „Wiz“ feierte mit Familie, Freunden und Kollegen in der Kasseler Orangerie. Dort überraschten ihn Hausherr Dominik Hübler und Mitspieler Evan McGrath mit einer Glückwunsch-Torte. Als er das Präsent entgegen nahm, war der altgediente, abgezockte NHL-Routinier sichtlich ergriffen. „Dazu darf ich jetzt nichts sagen, der Kader wird offiziell erst am Neujahrstag bekannt gegeben,“ erklärte der 33-Jährige gerührt und mit feuchten Augen dem zufällig anwesenden Reporter. Und er wird, wenn alles planmäßig verläuft, die nächste Torte dann in Pyeongchang erhalten: die zu seinem 34. Geburtstag.

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