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Nun auch noch die Derbypleite: Huskies gegen Nauheim 2:5

Kassel. Und nun auch noch die Derby-Niederlage: Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies erleben die erste Negativserie seit dem Aufstieg in die DEL 2. Gegen Bad Nauheim kassierten die Nordhessen beim 2:5 (0:1, 2:2, 0:2) die vierte Niederlage in Folge.

Gleichzeitig war es im vierten Duell vor 4473 Zuschauern die erste Saisonpleite gegen den Rivalen aus der Wetterau.

Doch was war das für ein nervenaufreibendes Spiel. Mitte des zweiten Drittels, da sah es bereits aus, als seien die Huskies mausetot. Dem 0:1 aus dem ersten Drittel, das Alexander Thiel bei einer Überzahl im Nachschuss erzielte (8.), ließ Bad Nauheim einen Doppelschlag folgen.

Zunächst traf Max Campbell (25.), dann erneut Thiel (28.). Einfach war das, viel zu einfach. Zumal die Gäste weitere Chancen hatten. Mika Järvinen, der diesmal wieder im Tor stand, verhinderte weitere Gegentreffer. Drew Paris traf den Pfosten (36.). Und die Huskies? Die wirkten schon im ersten Drittel ein wenig verkrampft, unsicher, zögerlich im Abschluss. Natürlich hatten sie Chancen. Etwa bei einer Überzahl, als Manuel Klinge nach feinem Pass von Mike Collins frei zum Schuss kam, aber ebenso an Jan Guryca scheiterte wie kurz danach Matt Tomassoni von der Blauen Linie (15.).

Ins Tor aber wollte der Puck einfach nicht. Und dieses 0:3, das musste treffen bis in Mark. Doch dann, ganz plötzlich, waren sie da, die Huskies. Weil Michi Christ auf dem linken Flügel das Auge hatte. Weil er den Pass spielte auf die rechte Seite. Und weil Austin Wycisk endlich, endlich die Nerven behielt, die Scheibe in dies Maschen drosch zum 1:3, das in der 29. Minute wahre Felsbrocken purzeln ließ. Sie können es doch, den Puck über die Linie bringen. Und weil das schon schön war, warteten die Gastgeber nicht lange mit Treffer Nummer zwei. Wieder entstand er auf der linken Seite, wo Mike Collins Richtung kurzes Eck abzog. Nauheims Torhüter Jan Guryca konnte nur nach vorn abwehren, wo Adriano Carciola stand und den Nachschuss verwertete. 2:3 nach 35 Minuten.

Die Hoffnung war zurück. Und mit ihr Rasanz. Dramatik. Derbystimmung. Die Fans beschworen den Kampfgeist: „Huskies geben niemals auf“. Ihre Mannschaft drückte und drängte. Sie setze sich fest im Drittel der Gäste, musste in Kauf nehmen, dass diese viel Platz für Konter hatten. Das 3:3, es lag schon vor der zweiten Pause in der Luft. Er war eigentlich fällig, als Mathias Müller gleich zu Beginn des Schlussabschnitts den Pfosten traf. Kassel drängte. Hatte weiter Chancen. Durch Conor Morrison. Durch Peter Flache. Natürlich durch Mike Collins.

Doch es passierte, was nicht passieren durfte: Ein Nauheimer Konter, ein Querpass vor dem Tor, ein freistehender Dusan Frosch – das vierte Tor für die Gäste. In der 52. Minute war das der eine Gegentreffer zu viel. Die Gastgeber hatten nun nicht mehr die Kraft, nicht mehr den Willen für eine Wende. Die erste Niederlage im kleinen Derby war perfekt. Was blieb ist die Erkenntnis: Es wird Zeit, dass die Huskies den Hebel wieder umlegen!

Kassel Huskies gegen Rote Teufel Nauheim 2:5

SR: Nicole Hertrich/Hunnius (Bergkamen/Berlin), Z: 4473, Tore: 0:1 (7:51) Thiel (Beca - 5:4), 0:2 (24:38) Campbell (Aab), 0:3(27:10) Thiel (May), 1:3 (28:28) Wycisk (Christ), 2:3 (34:37) Carciola (Collins, Schmölz), 2:4 (51:45) Frosch (Beca, Helms), 2:5 (58:14) Aab (Campbell - 5:3), Strafminuten: Kassel 8 + 10 Mathias Müller - Nauheim 8.

Von Frank Ziemke

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - EC Bad Nauheim
 

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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