DEL2-Team am Freitag zum Derby in Frankfurt

Kassel Huskies: Marco Müller gehört nun zum Klub der 300er

Vor seinem 300. Spiel für die Huskies: Marco Müller (hier mit seinem Hund Emil). 
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Vor seinem 300. Spiel für die Huskies: Marco Müller (hier mit seinem Hund Emil). 

Ausgerechnet im Derby bei den Löwen Frankfurt am morgigen Freitag (19.30 Uhr, Eissporthalle am Ratsweg) steigt der Verteidiger im sechsten Jahr in Kassel in den Klub der 300er auf.

Nur zwei aktive Kasseler Jungs haben noch mehr Spiele für die Huskies absolviert als Marco Müller. Der 28 Jahre alte Heilbronner über ...

300 Spiele: Das ging ganz schön schnell. Gefühlt habe ich gerade erst meinen ersten Vertrag in Kassel unterschrieben. Ich muss gestehen, dass ich diese Zahl gar nicht auf dem Schirm hatte. Aber dass es schon 300 Spiele sind – schön. Denn ich fühle mich hier sehr wohl.

die Huskies: Sie liegen mir am Herzen. Ich habe Höhen und Tiefen mit dem Verein erlebt, aber ich verbinde mit ihm vor allem die Höhen. Klar gab es immer wieder mal andere Angebote – aber das Vertrauen des Vereins ist da, ich bin gern hier. Warum also sollte ich wechseln?

Höhepunkte und Tiefschläge: Natürlich die Meisterschaft 2016, aber es gibt auch viele kleine Momente: Im ersten Jahr nach dem Aufstieg, als uns keiner auf der Rechnung hatte und wir direkt in die Playoffs eingezogen sind. Das Summergame 2016, so etwas erlebt man nicht alle Tage. Zu den Höhepunkten zählt auch, wie wir jetzt spielen. Dass wir, die im Sommer geblieben sind, uns aus dem Tief der vergangenen Saison rausgekämpft haben. Denn das letzte Jahr, das war gar nichts, das war nicht unser Anspruch, das war nicht huskylike. Ich würde es am liebsten streichen.

Kassel und Lieblingsplätze: Die Stadt ist neben Heilbronn zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich verbringe mittlerweile sogar den Sommer hier. Ich mag die Ahle Wurscht sehr gern, ein bisschen Schnuddeln geht immer, Schnucke aber ist nicht so mein Ding. Im Habichtswald bin ich mit meinem Hund Emil fast jeden Tag, gern esse ich im Ristorante La Piazza in Nordshausen. Da ich in Schauenburg wohne, ist das quasi um die Ecke.

das WG-Leben: Leon Hungerecker und ich leben in einem Haus, jeder hat eine eigene Wohnung. Vor Kurzem haben wir beschlossen, dass wir donnerstags vor Spieltagen gemeinsam kochen. Sagen wir mal so: Wir haben Luft nach oben. Er ist der Barilla-Koch, steht auf Nudeln. Ich habe vor zwei Wochen mein Essen anbrennen lassen.

Kasseler Jungs: Wenn ich gefragt werde, ob ich mich als ein solcher fühle, antworte ich: Jein. Klar mache ich viel mit Michi, Alex, Derek. Die Wizards und Stefan Heinrich sind mir auch wichtig. Beim Abschied von Milan Mokros durfte ich etwas sagen, obwohl ich nur ein Spiel unter ihm gemacht habe. Ich bin ein halber Kasseler Jung.

seine Eishockey-Anfänge: Mein Papa ist großer Fan. Ich habe früher ganz gut Fußball gespielt. Aber dann ist in der Nachbarschaft ein Eishockeyspieler eingezogen, wir haben auf der Straße gespielt. Und irgendwann hat er gesagt: Mensch, du machst das gut, geh mal zur Laufschule. So stand ich mit sieben Jahren erstmals auf dem Eis, also relativ spät. Angefangen habe ich als Stürmer, bin dann aber nach hinten versetzt worden. Die anderen waren schneller oder bessere Schlittschuhläufer. So bin ich Verteidiger geworden. Irgendwann musste ich mich entscheiden: Fußball oder Eishockey-Internat. Ich bin beim Eishockey geblieben und habe diese Entscheidung nicht bereut.

Frankfurt und Derbys: Ich habe mal kurz für die Löwen gespielt. 2011 war das, zu Oberligazeiten, es war nur eine Durchgangsstation. Meinen Hund Emil habe ich seit dieser Zeit. Mittlerweile ist er aber ein Nordhesse, das sieht man schon daran, dass er Ahle Wurscht liebt. Ansonsten steht Frankfurt natürlich für geile Derbys. Es geht immer heiß her. Als Spieler kennen wir uns gut, aus der aktuellen Truppe zum Beispiel Lukas Koziol und Carter Proft. Der hört schon noch was von mir. Es wird am Freitag sicher ein hartes, schnelles Spiel mit dem besseren Ende für uns.

Zur Person

Marco Müller (28) spielt seit 2014 für die Huskies, mit denen er 2016 die Meisterschaft in der DEL2 feierte. In seinen bislang 299 Einsätzen im blau-weißen Dress gelangen ihm 68 Punkte (12 Tore/ 56 Vorlagen). Auf dem Konto stehen nach vorherigen Zweitliga-Stationen in Heilbronn, Crimmitschau und Bietigheim insgesamt mehr als 500 Spiele. Bei den Huskies trägt er die Nummer 22 – der 22. November ist sein Geburtstag. Müller ist ledig und lebt in Schauenburg. 

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