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Kassel Huskies mühen sich mit neuem Trainer zum Sieg gegen dezimierte Füchse

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Von: Frank Ziemke

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Jamie MacQueen (Mitte) und Joel Broda (rechts) feiern den Treffer, den Oliver Granz erzielt hat
Kasseler Jubel nach dem 3:0: Jamie MacQueen (Mitte) und Joel Broda (rechts) feiern den Treffer, den Oliver Granz erzielt hat. © Dieter Schachtschneider

Debüt geglückt. Trainer Corey Neilson ist bei seinem ersten Spiel mit den Kassel Huskies mit einem Heimsieg gestartet.

Kassel - Das 5:3 (1:0, 3:2, 1:1) der Kasseler Eishockeyspieler gegen die Rumpftruppe der Lausitzer Füchse ist zwar etwas mühsam, für Neilson gegen seinen Ex-Klub aber natürlich ein besonderer Einstand.

Bevor das erste Bully gespielt ist in der Eissporthalle, muss über Personal gesprochen werden. Und über ein Innehalten in diesen bedrückenden Zeiten. Wie in jeder Halle der DEL 2 gibt es auch in Kassel eine Schweigeminute für die Opfer des Krieges in der Ukraine. Hallensprecher Sven Breiter erklärt unter dem Beifall der 1777 Zuschauer: „Der Sport steht für ein friedliches Miteinander.“

Auf dem Eis geht es trotzdem weiter um wichtige Punkte im Schlussspurt der Hauptrunde. Muss es weitergehen. Und bei den Huskies hat sich einiges getan. Da ist Neilson, der erstmals an der Bande steht. Da ist Joel Keussen als Kapitän, weil Denis Shevyrin gesperrt zusehen muss. Und da ist einer zurück, der seit dem 26. November verletzt fehlte: Corey Trivino kann wieder spielen. Erstmals muss so ein Kontingent-Spieler auf die Tribüne. Es trifft Troy Rutkowski.

Und der Gegner? Der ist mächtig gebeutelt. Schon am Montag, als die Huskies in Weißwasser nach Penaltyschießen gewannen, hatten die Füchse nur zwölf Feldspieler. Diesmal sind es zehn. Corona. Verletzungen. Zwei Reihen. Klar also: Weißwasser steht erst einmal hinten drin. Kraft sparen. Auf Konter warten. Etwa den von Stephane Döring in der 8. Minute, bei dem Jerry Kuhn keine Mühe hat.

Mühe haben seine Vorderleute. Aber das klingt auch einfacher, als es ist, wenn der Gegner so dezimiert ist. Da herrscht verdammt viel Gedränge vor dem Tor. Die Huskies brauchen Geduld bei der Suche nach der Lücke. Sie finden sie bei der ersten Überzahl. Brett Cameron trifft von rechts aus spitzem Winkel (14.). Dabei bleib es im ersten Drittel – trotz einer Bilanz von 16:6-Schüssen. Bei einem Konter von Marius Stöber muss Kuhn sogar den Ausgleich verhindern (15.).

Die Führung ist aber natürlich verdient. Und an der Ausrichtung auf dem Eis ändert sich im Mitteldrittel zunächst nichts. Kassel bleibt kontrolliert. Hat erste Chancen. Durch Joel Broda. Durch Keussen. Nils Velm im Lausitzer Tor ist aber ein aufmerksamer Rückhalt. Als das 2:0 fällt, dauert es lange, bis gejubelt werden darf. Videobeweis. Dann heißt es: Treffer zählt. Broda erzielt ihn im Nachschuss (25.). Als Oliver Granz drei Minuten später auf 3:0 erhöht, dürfte dann auch klar, dass es nur einen Sieger geben wird. Oder?

Huskies-Trainer Corey Neilson
Lautstark an der Bande: Der neue Huskies-Trainer Corey Neilson. © Dieter Schachtschneider

Noch nicht. Denn die Gastgeber werden etwas nachlässig. Als Brett Cameron auf die Strafbank muss, erzielt Roope Mäkitalo nach schönem Querpass von Peter Quenneville den ersten Füchse-Treffer. Das kann passieren. Weniger schön ist, dass die Gäste nun ziemlich gefährliche Konter fahren dürfen. Hans Detsch erhöht zwar postwendend auf 4:1, aber ebenso postwendend vollendet Quenneville einen dieser Konter. Neilson, hatte das Unheil auf der Bank kommen sehen, lautstark ins Spiel hineingerufen.

Im letzten Durchgang legen die Huskies wieder vor. Nach Tim Lucca Krügers Schuss von links rutscht die Scheibe zum 5:2 über die Linie. Die tapferen Gäste aber bleiben dran, suchen immer mehr die Offensive. Wieder ein Konter, wieder Mäkitalo – 5:3 (47.). Souverän ist der Auftritt der Gastgeber nun nicht mehr. Kuhn rückt viel zu häufig in den Blickpunkt, lässt aber auch in Unterzahl nichts mehr zu. Neilsons erster Sieg ist so perfekt. Noch nicht überzeugend. Aber eben ein wichtiger Sieg!

Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gegen die Lausitzer Füchse gespielt

Schiedsrichter: Janssen/Schütz

Zuschauer: 1777

Tore: 1:0 (13:43) Cameron (MacQueen, Trivino), 2:0 (24:51) Broda (Granz, MacQueen), 3:0 (28:03) Granz (Broda, MacQueen). 3:1 (32:41),Mäkitalo (Quenneville, Carson -5:4), 4:1 (33:18) Detsch (Trivino, Granz), 4:2 (34:04) Quenneville (Mäkitalo, Valentin), 5:2 (43:42) Krüger (Tramm, Broda), 5:3 (46:09) Mäkitalo (Valentin, Quenneville )

Strafminuten: Huskies 10- Füchse 6.

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