Kasseler beweisen gegen Aufsteiger langen Atem

Kassel Huskies siegen 5:1 gegen Wölfe Freiburg

Kassel. Mit viel Geduld, einer Prise Glück und am Ende drei Toren für die Galerie haben die Kassel Huskies Aufsteiger Freiburg die Grenzen aufgezeigt.

Am Ende gab es einen auch in der Höhe verdienten 5:1 (0:1, 2:0, 3:0)-Heimsieg.

Doch bis es vor 3048 Zuschauern in der Kasseler Eissporthalle so weit war, dauerte es. Es war ja nicht so, dass die Huskies im ersten Durchgang das schlechtere Eishockey-Team gewesen wären. Sie gaben den Ton an und hatten eine ganze Reihe guter Gelegenheiten: Da kombinierten sich Michi Christ und Jean-Michel Daoust sehenswert durch die Freiburger Abwehr, die Scheibe aber landete am Gebälk (4. Minute). Taylor Carnevale versuchte sein Glück mal unbedrängt vom Bullykreis, mal per Bauerntrick. Adriano Carciola und Kapitän Manuel Klinge vergaben aus kurzer Distanz ebenfalls nur knapp.

Und Freiburg? Von den Gästen war 17 Minuten lang so gut wie nichts zu sehen. Doch dann waren sie plötzlich da. Der Freiburger Tobias Bräuner sitzt auf der Strafbank, die Huskies suchen ihre Powerplay-Formation, als Sören Sturm die Scheibe an der Blauen Linie verliert. Nikolas Linsenmaier fackelt nicht lange, sprintet übers halbe Feld und jagt die Scheibe am chancenlosen Florian Proske bei dessen zweitem Saisoneinsatz ins Tor. 0:1.

Doch von Unruhe auf Seiten der Huskies keine Spur. „Da ist noch alles drin. Die Mannschaft ist neu in der Liga, wir müssen uns erst einmal drauf einstellen“, sagte der verletzte Marco Müller in der ersten Pause. Er fehlte ebenso wie der angeschlagene Thomas Merl und Förderlizenzler Lennart Palausch, der für die Adler Mannheim im Einsatz war.

Und siehe da, Müller sollte Recht behalten. Die Huskies blieben auch nach dem ersten Wechsel geduldig. Auch wenn es in dieser Saison wohl selten so lange gedauert hat, bis sie das erste Mal jubeln durften: Es passte zur unaufgeregten Dramaturgie dieses Abends, dass Sturm seinen Fehler wieder wettmachte. Sein Schlenzer von der Blauen Linie landete nach einer halben Stunde zum verdienten 1:1 im Freiburger Tor (30.).

Nun dauerte es keine weitere halbe Stunde bis zum nächsten Tor, sondern exakt 98 Sekunden. Und die Führung fiel mit freundlicher Unterstützung des Gäste-Keepers. Eigentlich hatte Freiburgs Schlussmann Christoph Mathis den Puck nach einem Schuss von Adriano Carciola schon sicher in der Fanghand, als ihm die Scheibe doch noch aus der Hand fiel und über die Linie rutschte. Dieses 2:1, es war glücklich, aber auch verdient.

Danach begannen die Huskies zu glänzen. Beim 3:1 passte Carnevale hinterm Tor stehend auf Jens Meilleur, der nur noch die Kelle hinzuhalten brauchte (46.). Carnevale wiederum war der Vollstrecker beim 4:1, als er einen Bauerntrick-Versuch von Jamie MacQueen abschloss (47.). Und beim 5:1 nutzte Braden Pimm einen Diagonalpass Carciolas mit viel Übersicht (51.). Der vierte Huskies-Erfolg in Folge, er war damit perfekt.

Statistik

SR: Noeller (Crimmitschau), Z: 3048; Tore: 0:1 (16:41) Linsenmaier (4:5), 1:1 (29:08) Sturm (Wycisk), 2:1 (30:46) Carciola (Maginot, Valenti),3:1 (45:00) Meilleur (Carnevale, Heinrich), 4:1 (46:12) Carnevale (MacQueen), 5:1 (50:08) Pimm (Carciola)

Strafminuten: Kassel 4, Freiburg10 + 10 Linsenmaier

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Wölfe Freiburg
 

Kassel Huskies gegen Wölfe Freiburg

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

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Rubriklistenbild: © Fischer/HNA

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