Kommt am Freitag die Trendwende? 

Kassel Huskies nach dem Sieg gegen Ravensburg: Auf der Suche nach der Konstanz

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Drei aktuelle Trümpfe der Huskies: die erste Sturmreihe mit (von links) Richie Mueller, Corey Trivino und Tyler Gron.

War der Sieg bei Tabellenführer Ravensburg nun endlich die ersehnte Trendwende? Diese Frage wollen die Huskies mit "Ja" beantworten -  am Freitag in Heilbronn (20 Uhr) und am Sonntag im Heimspiel gegen Bayreuth (18.30 Uhr).

Zweimal schon haben die Huskies und alle, die es mit dem Kasseler Eishockey-Team halten, frohlockt, dass die Talfahrt in der zweiten Liga gestoppt und die Wende geschafft ist. Doch nach dem 5:2 in Dresden und dem 1:0 in Freiburg folgten jeweils postwendend neuerliche Rückschläge. Was also passiert nun nach dem 5:3-Coup in Ravensburg am heutigen Freitag im Gastspiel bei den Heilbronner Falken (20 Uhr) und am Sonntag in der heimischen Eissporthalle gegen die Bayreuth Tigers (18.30 Uhr)?

Die Hoffnungsträger

Die Trümpfe, die derzeit stechen bei den Nordhessen, sind in der ersten Sturmreihe vereint: Topscorer Richie Mueller (2), der mit 21 Zählern punktgleiche Tyler Gron (2) und Neuzugang Corey Trivino (2) mit fünf Punkten in fünf Einsätzen haben in den vergangenen vier Spielen sechs der letzten neun Huskies-Tore geschossen.

„Dieses Trio ist für uns natürlich ganz, ganz wichtig. Die Jungs harmonieren gut zusammen seit ihrem ersten gemeinsamen Training. Und sie sind nun auch konstant erfolgreich“, urteilt Tim Kehler, die eine Trainerhälfte.

Die Sorgenkinder

Die Freude über die starke erste Reihe aber wird getrübt vom Wissen, dass die Kasseler noch zu sehr abhängig sind von den Toren dieses Trios. Gewiss, sein Doppelschlag am Dienstag dürfte nicht zuletzt Jace Hennig dringend nötiges Selbstvertrauen geben. „Auch hier haben wir eine gute Mischung, denn neben Jace erfüllen Michi Christ und Toni Ritter ihre Aufgaben im Team, sind sehr hart am Mann. Und gerade Toni setzt sich vor dem Tor mit all seiner Größe und Stärke super für das Team ein“, lobt Kehler.

Aber: Der so stark in die Saison gestartete Ritter ist nun schon 14 Spiele ohne eigenen Treffer. Unterzahl-Spezialist Michi Christ durfte doch noch kein einziges Mal jubeln, ist aber mit +5 zweitbester Mann in der Plus-Minus-Bilanz hinter Richie Mueller (+8).

Ein Blick noch auf die nominiell zweite Reihe: Sam Povo-rozniouk mit nur einem Tor in 14 Spielen, Jens Meilleur (0/12) und Adriano Carciola (1/8) verkörpern nicht nur die Sturmflaute der Huskies, sie kassieren auch zu viele Gegentore.

Die Perspektiven

Trotz deutlicher Diskrepanzen in der Effektivität seiner Offensivkräfte sieht Kehler „in jedem Training, in jedem Spiel einige Fortschritte“. Die Entwicklung als Team sei deutlich – „und ein so wichtiger Sieg in Ravensburg macht es leichter, wenn auch nicht leicht“. Zumal die Truppe insgesamt auch in der Defensive nun kompakter, zupackender und verantwortlicher agiere. Neun Gegentore nur in den vergangenen vier Spielen belegen dies. Jetzt, so Tim Kehler, „wollen wir noch schneller umschalten und vor allem Konstanz und Sicherheit gewinnen“. Die größte Herausforderung dabei sei, den Sieg vom Dienstag abzuhaken und ehrgeizig fokussiert zu sein für die neuen Aufgaben.

Denn: Zu Crimmitschau auf Rang sechs sind es noch immer sechs Punkte Rückstand, zum Fünften Bietigheim sogar 13.

Das Personal

Die Hoffnung, mit Siegen in Heilbronn und gegen Bayreuth nachlegen zu können und etwas näher heranzurücken an die direkten Playoff-Plätze, wird allerdings durch noch immer schlechte Nachrichten aus Wolfsburg nicht genährt. Erneut stellt der DEL-Kooperationspartner keine Förderlizenzler nach Kassel ab. Kehler vertraut also auf die Sieger von Ravensburg.

Die Gegner

Angeführt von den Ex-Kasselern Derek Damon und Justin Kirsch als Torschützen haben auch die Heilbronner beim 5:2 gegen Dresden am Dienstag einen wichtigen Sieg errungen – nach zuvor drei Pleiten. Und: Die Falken sinnen auf Revanche für das 2:4 im Hinspiel.

Die Bayreuther indes haben in den letzten vier Auswärtsspielen immer gepunktet. Nach einer 0:7-Heimpleite gegen Neuling Deggendorf zeigten die Tigers Charakter und siegten jeweils in der Verlängerung in Dresden und Bietigheim.

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