Eishockey-Zweitligist testet morgen gegen Eisbären Berlin

Marc Schmidpeter ist neu bei den Kassel Huskies und trägt die 37

Ist gut in Kassel angekommen: Marc Schmidpeter (rechts) beim Mediaday der Kassel Huskies. Links: Leon Hungerecker, in der Mitte Stephan Tramm.
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Ist gut in Kassel angekommen: Marc Schmidpeter (rechts) beim Mediaday der Kassel Huskies. Links: Leon Hungerecker, in der Mitte Stephan Tramm.

Eishockey-Zweitligist Kassel Huskies testet am Freitag gegen die Eisbären Berlin. Wir blicken vor der Partie auf Neuzugang Marc Schmidpeter.

Kassel – Steht Marc Schmidpeter auf dem Eis, kann einem erst einmal Angst und Bange werden: Knapp 1,90 Meter groß, breite Schultern, grimmiger Blick. Im Gespräch wird dann aber ganz schnell klar: Da spricht ein netter junger Mann, der auch freundlich lächeln kann und auf dem Rücken unbewusst eine in Kassel besondere Rückennummer trägt.

Schmidpeter ist neu bei den Kassel Huskies. Er war Ende Juli einer der ersten Spieler im Kader, den der Eishockey-Zweitligist bekannt gegeben hat. „Ich habe Anfang Juli mit Tim telefoniert, da waren wir direkt auf einem Nenner“, erzählt Schmidpeter von seinem ersten Gespräch mit Huskies-Trainer Tim Kehler. Der 25 Jahre alte Stürmer sei sich danach sicher gewesen, dass er nach Kassel wolle: „Tim hat eine Philosophie, und die sieht man bei der Mannschaft. Er setzt auf viele große und schwere Jungs, viel Einsatz und Lauffreude. Das passt sehr gut zu mir.“

Und Kehler vertraue in der Vorbereitung auf „unglaublich hartes Training“, wie Schmidpeter erzählt. Neu sei für ihn auch das Training abseits vom Eis mit Athletikcoach Marinko Neimarevic: „Das habe ich so noch nicht erlebt, das gefällt mir gut.“

Schmidpeter ist in Bayern aufgewachsen, in seiner Heimatstadt Dorfen hat er die ersten Schritte seiner Eishockeylaufbahn gemacht. „Mein Papa wollte immer, dass ich Sport mache. Ich habe dann neben der Laufschule auch Tennis und Fußball gespielt, Eishockey hat mir aber immer am besten gefallen.“ Vom ESC Dorfen aus ging es über Erding zum EV Landshut, wo er bereits mit 18 Jahren DEL2-Erfahrung gesammelt hat.

Und es ging weiter bergauf: Im Sommer 2014 der Wechsel zum frisch gebackenen DEL-Meister ERC Ingolstadt, im November sein erstes Tor in der deutschen Eliteklasse. Außerdem war Schmidpeter der erste Torschütze in der Champions Hockey League in der Ingolstädter Vereinsgeschichte. Er traf im August 2014 bei der 1:5-Auftaktniederlage bei HC Vitkovice Ostrava.

Zu Beginn der Saison 2016/17 dann aber der Schock: Der heute 25-Jährige riss sich den Hüftbeugermuskel, fiel fast die komplette Saison aus. Gerade einmal fünf Partien machte er für Ingolstadts Kooperationspartner ESV Kaufbeuren in der DEL2. Über Ravensburg und erneut Landshut ist er nun in Kassel gelandet. Und die ersten Wochen haben ihn überzeugt: „Ich kannte vorher nur Denis Shevyrin persönlich, den Rest lediglich aus Spielen gegeneinander. Aber so eine familiäre Organisiation wie in Kassel habe ich noch nie erlebt. Die Stimmung in der Kabine ist super.“ Auch in der Stadt habe er schon ein paar schöne Ecken kennengelernt: „Ich gehe immer zu Fuß zum Training, da konnte ich mir schon ein bisschen was angucken.“

Auf dem Rücken trägt Schmidpeter die Nummer 37. Ob er denn wisse, dass mit dieser Nummer eine gewisse Verpflichtung einhergeht? Schließlich trug auch Vereinsikone Tino Boos Ende der 90er Jahre sechs Spielzeiten lang die 37, machte knapp 300 Spiele für die Huskies und wurde mit Kassel Vizemeister. „Nein, das wusste ich nicht“, sagt Schmidpeter mit einem Lachen. Er habe die 37 aus einem anderen Grund gewählt: Als er 2018 zum EV Landshut zurückgekehrt sei, habe er die 37 bekommen. Die Mannschaft sei in der Spielzeit in die DEL2 aufgestiegen, Schmidpeter steuerte in Hauptrunde und Playoffs passend 37 Tore bei.

Info: Die Huskies bestreiten morgen um 19.30 Uhr ein Testspiel gegen DEL-Klub Eisbären Berlin. Die HNA ist mit Liveticker und -radio vor Ort. Zu finden ist beides auf www.hna.de. (Björn Friedrichs)

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