Heute in Heilbronn - Sonntag gegen Ravensburg

Husky Phil Hungerecker kommt immer besser in Schwung

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Kommt bei den Huskies immer besser in Tritt: Phil Hungerecker (im Hintergrund der Bad Nauheimer Dusan Frosch).

Kassel. Er zählt mit seinen 22 Jahren zu den Nesthäkchen im Team der Kassel Huskies. Er hat am vergangenen Wochenende mit drei Toren beim SC Riessersee und im Derby gegen Bad Nauheim aufhorchen lassen - ein klares Zeichen dafür, dass Phil Hungerecker immer besser in Tritt kommt.

„Ich hoffe natürlich, an die Leistungen anknüpfen zu können“, sagt der junge Angreifer vor der heutigen Aufgabe beim Liga-Schlusslicht Heilbronner Falken heute Abend (19.30 Uhr) und dem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars am Sonntag (17 Uhr, Eissporthalle).

Die Anfänge

„Unsere Eltern wollten, dass meine Geschwister und ich einen Mannschaftssport betreiben“, beschreibt Hungerecker seine Anfänge. Weil Vater Jens keine allzu große Begeisterung für den Fußball hegte, landeten Pia (heute 24), Phil und Leon (heute 18 und Torhüter beim Oberligisten Timmendorfer Strand) beim Eishockey. Als vierjähriger Knirps steht Phil das erste Mal auf den Kufen, die für ihn später die Welt bedeuten werden. Geboren in Lüneburg, wird er groß in den Nachwuchsteams des Adendorfer EC. Mit 13 Jahren pendelt er nach Hannover zu den Indians, mit 14 wechselt er nach Iserlohn aufs Sportinternat, kehrt zwei Jahre später zurück in die Heimat.

Erste Trainingseinheiten mit den Oberliga-Männern vermitteln ihm körperliche Härte. 2011 debütiert er für Adendorf in der Oberliga, 2014 wechselt er zu den Hannover Scorpions, holt neben dem Sport sein Fachabitur nach. Und dann beginnt im Januar die Geschichte von Hungerecker und den Huskies.

Die Huskies

Kassels Cheftrainer Rico Rossi wird auf den jungen Angreifer aufmerksam. Hungerecker absolviert erste Trainingseinheiten bei den Huskies, im Frühjahr folgt der entscheidende Anruf Rossis. „Wir haben gesehen, dass er Potenzial hat. Wir wollten ihm die Chance geben, sich zu entwickeln“, erklärt der Kasseler Coach, der die Qualitäten des jungen Stürmers schätzt. „Phil hat eine sehr gute Laufbereitschaft, ist agil für einen jungen Mann seiner Größe, er hat ein Auge fürs Spiel und diesen besonderen Eishockey-Riecher.“

Hungerecker komme immer besser in Schwung, er habe aber auch noch einiges zu lernen. Denn Hungerecker ist neu in der DEL 2, steht erstmals bei einem Profiverein unter Vertrag. Hungerecker sagt: „Anfangs hatte ich schon meine Schwierigkeiten. Das Spiel in der zweiten Liga ist viel schneller. Jetzt komme ich besser rein und weiß, was ich machen muss“, sagt er, der in der Kabine seinen Platz neben Feodor Boiarchinov und Alex Lambacher hat und auf dem Eis seit Kurzem neben Toni Ritter und Jack Downing.

Die Familie

Im Gespräch mit Hungerecker wird schnell deutlich: Die Familie ist ihm wichtig. „Ihr habe ich alles zu verdanken“, betont Hungerecker. Das wissen auch die Huskies. „Vor der Verpflichtung haben wir seine Eltern und seine Schwester eingeladen. Wir haben ihnen hier in Kassel alles gezeigt. Sie sollten wissen, was auf Phil zukommt, was wir von ihm erwarten und was er von uns erwarten kann“, erklärt Rossi.

In den vergangenen beiden Jahren lebte Hungerecker in einer Wohnung über seinen Großeltern. „Sie haben alles für mich gemacht. Mein Opa hat mich vom Training abgeholt, als mein Auto kaputt war - trotz seiner 78 Jahre. Sie sind meine größten Fans.“

Am Liveradio der HNA fiebern Opa Fritz und Oma Hiltrud nun aus der Ferne mit. Und Opa Fritz drohte sogar scherzhaft schon mal an: „Hallo Phil, wenn ihr heute nicht gewonnen hättet, wäre Oma gekommen.“

Alter: 22

Rückennummer: 94. Sein Geburtsjahr trägt er seit den Knaben auf dem Rücken.

Bisherige Vereine: Hannover Indians, Iserlohner EC, EHC Dortmund, Adendorfer EC, Hannover Scorpions

Außer Eishockey: Fachabitur, geplant: Fernstudium ab Sommer

Lieblingsmusik: querbeet von Rock bis Rap

Hobbys: Playstation, mit Freunden in die Stadt

Lieblingsessen: „Ich esse gern.“

Familienstand: ledig

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