Huskies: Playoff-Viertelfinale oder Sommerpause? Jetzt gilt es!

Kassel. 60 Minuten und drei Punkte trennen die Huskies noch vom Sprung ins Playoff-Viertelfinale um den Zweitliga-Aufstieg – oder von der Sommerpause. Denn nach dem 2:4 am Freitag gegen Duisburg gibt es für die Kasseler Eishockey-Cracks nun kein Taktieren mehr:

„Jetzt geht`s um alles oder nichts“, formulierte Manuel Klinge am späten Freitagabend, was die Stunde am Sonntag um 16 Uhr im letzten Oberliga-Gastspiel bei den Saale Bulls in Halle geschlagen hat.

Video: Huskies gegen Füchse

„Wir haben unser Schicksal in der eigenen Hand und können unser Saisonziel aus eigener Kraft erreichen“, beschreibt der Kapitän. Und weiß: „Ein Sieg gegen Duisburg hätte nur wenig verändert. Wir hätten sowieso in Halle gewinnen müssen.“ Der einzige Unterschied: Nun müssen die Huskies in 60 Minuten alles klar machen, um mit drei Punkten die Ostdeutschen noch vom zweiten Platz hinter Duisburg zu verdrängen. Zwei Punkte aus einem Sieg in der Verlängerung oder im Penaltyschießen reichen nach der Niederlage im Hinspiel

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nicht aus.

Adam Ondraschek jedenfalls hat keine Zweifel, dass die Huskies ihr Ziel erreichen werden. „Das Freitagspiel sofort abhaken, am Sonntag nach Halle fahren und gewinnen“, so lautet die simple Marschroute des Torwarts, der in der Saison 2008/2009 selbst sieben Einsätze für die Hallenser absolviert hatte. Am Freitag brachte ihn Trainer Jamie Bartman beim Stand von 0:3 nach einer halben Stunde für Martin Fous in den Kasten, nachdem dieser schon den ersten Duisburger Torschuss von Norman Hauner nach knapp vier Minuten und später binnen 33 Sekunden zwei weitere Treffer von Daniel Huhn und Alex Preibisch (30.) kassiert hatte.

„Ich wollte ein Zeichen setzen, ein Signal geben“, begründete der Coach diese Maßnahme. Die sich zunächst auch auszahlte, denn Ondraschek zeigte eine tadellose, starke Vorstellung und das Team erhielt den nötigen neuen Impuls. Raffte sich auf, investierte mit Herz, mehr läuferischen Einsatz und mehr Biss – und wurde prompt belohnt. Alex Heinrich im Nachsetzen nach Stephane Robitailles Schlagschuss (31.) und Archie Kostyrev mit präzisem Handgelenkschuss (34.) brachten die Kasseler jeweils in Überzahl rasch auf 2:3 heran.

Zum Ausgleich aber oder gar zur Wende reichte es nicht mehr. Denn die Füchse aus Duisburg verrammelten fortan ihren Bau, sie hatten in Björn Linda unter dem Strich den besten Torwart an diesem Abend, und sie profitierten davon, dass dem durch Verletzungen dezimierten Huskies-Kader die nötige Durchschlagskraft fehlt. Zum Glück kann Semen Glusanok in Halle spielen, obwohl er am Freitag sich in letzter Minute beim Raufen noch einen Zehn-Minuten-Strafe einhandelte. „Wir haben es schwer, unsere personellen Ausfälle zu kompensieren“, sagt Trainer Jamie Bartman. Und hofft dennoch auf einen weiteren Kraftakt am Sonntag in Halle. „Denn eigentlich ist es noch viel zu früh im Jahr für Urlaub vom Eishockey.“

Von Gerald Schaumburg

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