Offener Brief

"... es brennt" - ein Protestbrief der Huskiesfans

Kassel. Unter der Zeile „Advent, Advent, es brennt... und das lichterloh!“ haben Fanklubs der Kassel Huskies einen Offenen Brief verfasst:

„In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir immer wieder von verschiedenen Seiten Hiobsbotschaften erhalten müssen. Alleine die Geschehnisse der vergangenen Woche lassen uns das Schlimmste erahnen. Unbezahlte Stromrechnungen, Kassenpfändung beim Derby, zurückgehaltene Sponsorenzahlungen im 6–stelligen Bereich. Damit muss Schluss sein!

Doch die Zukunft sieht nicht besser aus: Simon Kimm weiterhin als Halleneigner mit der EJK unter Marc Berghöfer als Vorsitzenden und der jetzigen 1b als Hauptmieter. Hand aufs Herz: Wer möchte sich das auf Dauer anschauen? Der Anspruch in Kassel war und ist das Profi–Eishockey und das heißt für uns derzeit „2. Liga“.

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Mit diesem Rückschritt in den reinen Amateurbereich ohne professionell ausgerichtete Spielbetriebsgesellschaft würde das Eishockey in Kassel um Jahre zurückgeworfen werden, ein Aufstieg in den Profi–Bereich stünde in den Sternen. Diese Aktion richtet sich nicht gegen die EJK als Organisation sondern ausschließlich gegen die derzeit Verantwortlichen des Kasseler Eishockeys! Wir stehen hinter allen Ebenen des Eishockeysports in Kassel, von der Basis mit den Kleinstschülern, Schülern, Jugendlichen und 1b bis hin zur ersten Mannschaft.

Die Verantwortlichen müssen endlich erkennen, dass es nur geimeindam funktionieren kann. Nur Amateursport oder nur Profisport kann und wird in Kassel beim Eishockey nicht funktionieren! Daher möchten wir ein Zeichen setzen für den Eishockeysport in Kassel in seiner Gesamtheit und möchten zeigen, dass wir dieses ewige Geschacher um Macht, Geld und Politik leid sind.

Herr Berghöfer, Herr Kimm, Herr Rossing, Herr Hilgen und alle anderen Verantwortlichen, die in den letzten Tagen und Wochen aus egoistischen und politischen Gründen für Negativschlagzeilen gesorgt und dem Kasseler Eishockey geschadet haben sollen sehen und spüren, was es heißt, wenn die Fans erst einmal „weg sind“. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns ein Zeichen setzen und pünktlich zum ersten Bully stumm Ihren Platz und die Halle für exakt 12:05 Minuten Spielzeit (es ist 5 nach 12!) verlassen.

Dazu werden auf dem Heuboden Banner mit entsprechenden Slogans aufgehangen. Nach diesen 12 Minuten wollen wir dann die Mannschaft wie üblich mit allen Kräften unterstützen und zum Sieg schreien, trommeln und klatschen, denn diese kann am wenigsten für die ganze Misere! Die Mannschaft ist über diese Aktion informiert und findet sie gut, sie weiß also, dass nicht sie das Ziel dieser Aktion ist!

Lassen Sie uns gemeinsam für eine Zukunft des Kasseler Eishockeysports kämpfen. Die Zeiten, als Fan zu diesen Dingen zu schweigen, sind vorbei.

Blau–weiße Grüße

Die Fanklubs Bluefire Kassel, Blueliners Werratal, Der harte Kern, Dedel Power, Highlander Kassel, Huskies-Fans Online, Nordhessen Supporters, Society Kassel.

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