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Sie siegen einfach immer weiter: Kassel Huskies schlagen am Jahresende Freiburg

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Von: Frank Ziemke

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Starkes Duo: Der zweifache Vorbereiter Lois Spitzner (links) fährt jubelnd auf den zweifachen Torschützen James Arniel zu. Rechts freut sich Verteidiger Max Faber mit seinen Sturmkollegen.
Starkes Duo: Der zweifache Vorbereiter Lois Spitzner (links) fährt jubelnd auf den zweifachen Torschützen James Arniel zu. Rechts freut sich Verteidiger Max Faber mit seinen Sturmkollegen. © Dieter Schachtschneider

Sie sind die Seriensieger. Die Überflieger. Der Spitzenreiter. Am Ende des letzten Eishockeyspiels 2022 strahlen die Kassel Huskies über allem in der DEL2.

Kassel – Vor 5113 Zuschauern – das ist Saisonrekord – gewinnen sie nach einem anfangs furiosen, dann etwas mühsamen Auftritt gegen Freiburg 5:1 (3:0, 0:1, 2:0). Im Duell des Tabellenersten gegen den Neunten irgendwie selbstverständlich. Und so selbstverständlich dann eben doch nicht. Denn:

Die Personallage ist happig. So gar nicht feierlich. Die Prügeleien bei den Pinguinen haben Folgen. Nach Hans Detsch wurden am Freitag auch Joel Lowry und Stefan Tramm für die Keilerei von Krefeld gesperrt – Tramm sogar für zwei Spiele. Dazu nicht dabei: Darren Mieszkowski, Tom Geischeimer, Pierre Preto (alle verletzt) und Thomas Reichel (in Wolfsburg).

Das ist auch für einen souveränen Tabellenführer keine Kleinigkeit. Aber wie bitte geht dann dieses Spiel los? Eishockey ohne Atempausen in den Anfangsminuten. Den Auftakt macht Freiburg. Feist völlig frei, aber Jake Kielly macht das klasse. Kassels Keeper legt sich quer, begräbt den Puck unter sich. Sekunden später. Alec Ahlroth mit feinem Auge, sieht den freien Max Faber. Dessen Schuss pariert Patrik Cerveny – und ist kurz darauf doch geschlagen. Lois Spitzner kurvt erst vor das Tor, dann um den Torhüter herum. Der ist trotzdem noch irgendwie an der Scheibe. Aber Jamie Arniel schaltet schnell, stochert sie über die Linie. Keine zwei Minuten sind gespielt. Es steht 1:0.

Und es geht mit Volldampf weiter. Die Huskies stürmen, als wollen sie hier schnell alles klar machen. Freiburg kontert. Beide Torhüter können sich so immer wieder auszeichnen. In der 8. Minute fällt das 2:0. Es wiederholt sich irgendwie das 1:0. Kielly pariert klasse, diesmal gegen Christoph Kiefersauer. Kassel kontert. Wieder ist Spitzner an der Scheibe, spielt einen kurzen Querpass – und wieder ist Arniel da und vollendet.

Am Ende dieses Drittels steht dann die Drei. Tomas Sykora erzielt dieses 3:0 in der 17. Minute nach dem nächsten perfekten Konter. Auch das Mitteldrittel scheint lange fest im Griff der Gastgeber. Gleich dreimal sind sie in Überzahl. Aber: Sie sind jetzt erstmals nicht effektiv. Ahlroth schießt zweimal frei vorbei. Und dann ist Freiburg dran. Doppelte Überzahl nach doppeltem Beinstellen. Erst Joel Keussen. Dann Tristan Keck. Topscorer Tor Immo macht sein Tor. Von halbrechts in den Winkel. Erstmals ist Kielly machtlos (31.).

Kassel muss in dieser Phase etwas durchschnaufen. Kielly verhindert gegen Hagen Kaisler den Anschlusstreffer (36.). Trotzdem hätte Sykora den alten Abstand wieder herstellen können, scheitert im Alleingang aber an Cerveny (38.). Und: Auch die vierte Überzahl verstreicht ohne Zählbares.

Wird sich das noch rächen? Der Sturm und Drang des Auftakts ist jedenfalls dahin, als es in das Schlussdrittel geht. Für die Huskies heißt es anfangs: Durchhalten! Freiburg erhöht den Druck auf Kiellys Kasten. Trotzdem können die Gastgeber durch Konter früh alles klar machen. Eigentlich. Aber Arniel trifft das Außennetz, Keck kommt an Cerveny nicht vorbei (45.). Sekunden später heißt es auf der Gegenseite Luft anhalten, als der Puck die Torlinie entlang trudelt.

Der Moment der Klarheit kommt dann aber doch. In der 52. Minute fällt das erlösende 4:1. Und das ist noch eine richtig schöne Geschichte. Denn den Treffer erzielt Samuel Dotter mit einem satten Schuss von der linken Seite. Der Leihspieler aus Hamm, der zum zweiten Mal in der Not aushilft, macht sein erstes Tor. Als Freiburg früh den Schlussmann vom Eis holt, setzt Jake Weidner noch einen drauf. Es ist am Jahresende der achte Erfolg in Folge. Die Huskies sind halt Seriensieger. Sie siegen sogar ohne sieben!

So haben die Kassel Huskies gegen Freiburg gespielt

SR: Schütz/Engelmann, Z: 5113, Tore: 1:0 (1:42) Arniel (Spitzner), 2:0 (7:51) Arniel (Spitzner, Weidner), 3:0 (16:39) Sykora (McGauley, Reuß), 3:1 (30:22) Immo (O’Donnell, De Los Rios), 4:1 (51:36) Dotter (Tschwanow, Keussen), 5:1 (55:19) Weidner (Seigo, Faber - EN), Strafminuten: Kassel 6 - Freiburg 8.

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