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Kassel Huskies schlagen Crimmitschau dank zweier Doppelschläge

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Von: Björn Friedrichs

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Bejubelten den Sieg der Kassel Huskies gegen Crimmitschau: (von links) Max Faber, Vincent Schlenker und Alec Ahlroth. Das Bild stammt von einem früheren Spiel.
Bejubelten den Sieg der Kassel Huskies gegen Crimmitschau: (von links) Max Faber, Vincent Schlenker und Alec Ahlroth. Das Bild stammt von einem früheren Spiel. © Fischer, Andreas

Rückstand gedreht, Spiel nach zuvor zwei Niederlagen gewonnen: Die Kassel Huskies haben die Eispiraten Crimmitschau mit 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) bezwungen.

Kassel – Mehr als zwei Niederlagen am Stück lassen sie nicht zu: Die Kassel Huskies haben nach Pleiten gegen Bad Nauheim und Weißwasser beim 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) gegen die Eispiraten Crimmitschau wieder zurück in die Spur gefunden – auch dank zweier Doppelschläge.

Es ist Familientag bei den Huskies, einiges an Rahmenprogramm gibt es rund ums Spiel. Deshalb verzögert sich der Start auch etwas – und die Warterei tut den Huskies offenbar nicht gut. Die Anfangsphase gehört den Gästen, die auch gleich in Führung gehen. Erst lässt die Paradereihe der Eispiraten um Alexis D’Aoust, Jasper Lindsten und Mathieu Lemay eine Großchance noch liegen, dann ist Jake Kielly im Kasseler Tor aber geschlagen. Den Schuss von D’Aoust kann er nicht festhalten, beim folgenden Gestocher schiebt Lemay den Puck über die Linie (4.).

Huskies brauchen Anlaufphase

Nach einer Anlaufphase kommen aber auch die Huskies ins Spiel. Oleg Tschwanow packt sich Lindsten für ein Gerangel, das scheint seine Mitspieler aufzuwecken. Die haben nun Chancen, wie etwa als sie in Unterzahl einen Drei-gegen-eins-Konter bekommen. Da kommt der Querpass von Darren Mieszkowski zu Stephan Tramm einen Moment zu spät, sodass ein Verteidiger noch stören kann. Viele Möglichkeiten vereitelt auch der starke Ilya Sharipov im Tor. Überhaupt verteidigt Crimmitschau richtig gut, hat immer Schläger oder Bein dazwischen.

Die beste Huskies-Chance hat der als Stürmer aufgestellte Verteidiger Fabian Ribnitzky fast aus dem Nichts. Er taucht frei vorm Kasten auf, beim Abschluss springt ihm der Puck etwas weg.

Huskies drehen Spiel im zweiten Drittel

So nehmen die Gäste die Führung mit ins Mitteldrittel, das sehr zerfahren beginnt. Und fast hätten sie den Vorsprung sogar ausgebaut. Lemay rennt Stephan Tramm davon, versucht Kielly zu tunneln. Der hält aber gut (24.). Ähnliches Bild auf der anderen Seite: Auch da stürmt Tomas Sykora aufs Tor zu, scheitert aber an Sharipov (27.).

Für die erste halbe Stunde lässt sich festhalten: Eigentlich sind die Huskies besser, doch es fehlt an Zielstrebigkeit und Ideen, wie man das Bollwerk knacken könnte. Gefühlt fehlt ein dreckiges Tor, ein Dosenöffner. Das ändert sich dann aber – ausgelöst durch eine Unterzahlsituation. Da kontern die Huskies wieder brandgefährlich über Spitzner und Tristan Keck, zweimal lassen die Stürmer Chancen aus.

Aber die Huskies sind jetzt am Drücker. Im Powerplay nageln sie die Eispiraten im eigenen Drittel fest, ohne erfolgreich zu sein. Einer stellt sich dagegen: Sharipov, Sharipov, immer wieder hält Sharipov – und ist dann doch geschlagen. Durch ein erhofftes, dreckiges Tor. Denis Shevyrin bewahrt die Ruhe, lässt stark einen Gegenspieler aussteigen. Seinen Schuss lässt Sharipov prallen, Jamie Arniel arbeitet den Puck aus der Luft zum Ausgleich über die Linie (37.).

Faber trifft traumhaft

Jetzt funktioniert es, jetzt klappt plötzlich alles. Nur anderthalb Minuten nach dem Ausgleich gehen die Huskies in Führung. Hans Detsch legt raus auf Max Faber. Der Verteidiger sieht, dass kein Mitspieler frei ist und schießt deshalb selbst. Und wie. Einen echten Kracher jagt er unhaltbar in den Winkel (39.). Das ist die Belohnung für ein dominantes Drittel, in dem die Huskies 16 Schüsse abfeuern und die Eispiraten nur fünf.

Ganz anders startet erstmal der letzte Abschnitt. Da macht Crimmitschau Druck, will nicht ohne Punkte nach Hause reisen. Aber die Huskies verteidigen gut, wenn sie auch nicht mehr so dynamisch umschalten. Die Gäste kommen dennoch nur noch zu einer gefährlichen Chance. Da aber rettet Kielly gegen den gefährlichen Lemay nach einem Konter (51.).

Früh, drei Minuten vor Schluss, nehmen die Eispiraten Sharipov aus dem Tor. Das rächt sich prompt. Kaum haben dessen Schlittschuhe das Eis verlassen, da bedient Spitzner Lars Reuß. Der trifft aus der Entfernung ins verwaiste Tor zum 3:1. Und die Geschichte wiederholt sich. Wieder nehmen die Gäste den Torwart bei einem Bully raus, wieder erobern die Huskies den Puck, diesmal trifft Sykora – zum 4:1-Endstand.

Von Björn Friedrichs

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