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5:2 in Dresden: Huskies schlagen den Spitzenreiter und tüten Hessenderby in Playoffs ein

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Von: Björn Friedrichs

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Hatten auch in Dresden Grund zur Freude: Die Kassel Huskies mit Doppeltorschütze Jamie MacQueen, Joel Broda und Oliver Granz.
Hatten auch in Dresden Grund zur Freude: Die Kassel Huskies mit Doppeltorschütze Jamie MacQueen, Joel Broda und Oliver Granz. © Schachtschneider, Dieter

Spitzenreiter geschlagen, sechsten Sieg in Serie gefeiert - und das Hessenderby gegen Bad Nauheim in den Playoffs eingetütet. Das ist das Ergebnis des 5:2-Erfolgs der Kassel Huskies in Dresden.

Die Kassel Huskies haben mindestens mal Platz fünf sicher. Dank einer kämpferisch starken, tadellosen Leistung beim 5:2 (2:2, 1:0, 2:0)-Sieg bei Spitzenreiter Dresden haben sich die Huskies das Hessenderby gegen Bad Nauheim in den Playoffs gesichert. Zum Matchwinner schwang sich Jamie MacQueen auf, der am Donnerstag gegen Selb noch pausiert hatte. Am Samstag ist Brett Cameron als fünfter Ausländer nicht mit dabei.

Nicht nur für die Huskies geht's um etwas, auch die Eislöwen wollen ihren ersten Platz ja festigen. Und Dresden legt los wie die Feuerwehr – druckvoll nach vorn, Chance um Chance, gleich rückt Huskies-Torwart Jerry Kuhn in den Fokus. Er pariert ein ums andere Mal. Keine Treffer also in der Anfangsphase? Doch, zwei sogar. Für die Huskies! Die sind zweimal hellwach, schießen innerhalb von zwei Minuten fast identische Tore. Erst klaut Joel Broda einem Dresdner den Puck hinter dem Tor und bedient den freistehenden Mitch Wahl, der trocken einschießt (2.).

Dann machen es Denis Shevyrin und Corey Trivino Vorlagengeber Broda nach, erarbeiten sich die Scheibe hinter dem Gehäuse und spielen sie vor den Kasten. Dort lauert MacQueen und so eine Chance lässt sich Kassels Topscorer nicht entgehen – 2:0 (4.). Kaum zu glauben, dass der Start eines Spiels bis vor Kurzem noch eine der ganz großen Huskies-Schwächen war.

Dresden schlägt nach Rückstand zurück

Wer erwartet hätte, dass sich Dresden von dem Rückstand nun beeindruckt zeigt, wird aber eines Besseren belehrt. Der Spitzenreiter spielt mit Selbstvertrauen und ist brandgefährlich. Stellenweise kommen die Huskies kaum hinten heraus, der Anschlusstreffer ist dann die logische Konsequenz – wenn auch äußerst unglücklich aus Kasseler Sicht. Kuhn pariert den ersten Schuss, der Puck fällt MacQueen vor den Schläger. Der könnte locker befreien, wischt aber an der Scheibe vorbei. Tom Knobloch steht richtig und sagt Danke – 1:2 (13.).

Es geht hin und her – Huskies und Eislöwen bieten sich ein wirklich richtig gutes, ausgeglichenes Spiel. Ausgeglichen ist dann kurz vor Ende des ersten Drittels auch das Ergebnis. Dresden spielt sich einmal durch die Zone der Huskies, Maximilian Kolb zieht von der Blauen Linie einfach mal ab und der Puck schlägt im Tor ein (20.).

MacQueen wird neben Kuhn zum Matchwinner

Die Belastung der letzten Monate ist hoch, das Spiel bleibt dennoch auf allerhöchstem DEL-2-Niveau. Und es geht mit offenem Visier weiter. Wenige Sekunden sind im Mitteldrittel gespielt, da ist wieder Kuhn bei der ersten Dresdner Chance auf dem Posten, auf der anderen Seite scheitert MacQueen. Dann hält Dresdens Torwart Janick Schwendener den Schuss von Broda, auch beim Nachschuss von Lukas Laub ist er zur Stelle (22.). Das Spiel liefert Höhepunkte im Sekundentakt. Und ein weiteres Tor der Huskies. Der junge Maxim Rausch zieht von rechts vor das Tor, scheitert an Schwendener. Den Abpraller schnappt sich aber wieder einmal MacQueen und der Goldhelm schiebt zum 3:2 ein (32.).

Auf den Topscorer ist Verlass, genauso auf Torhüter Kuhn. Der bestätigt einmal mehr seine überragende Form, hat gegen die zweitstärkste Offensive der Liga immer eine Antwort. Er ist beim einem Konter von Tomas Andres (33.) zur Stelle. Gegen David Rundqvist (35.). Gegen Johan Porsberger (37.). Auch bei den Alleingängen von Matej Mrazek (44.) und Rundqvist (50.). Irre, dieser Kuhn.

Und irre, wie kaltschnäuzig die Huskies sind. 46. Minute, MacQueen bedient nach Bullygewinn Stephan Tramm. Der Verteidiger schlenzt Richtung Gehäuse, Shevyrin nimmt Schwendener die Sicht – Tor! 4:2!

Starkes Zeichen von Marco Müller

Eine Szene ist symptomatisch für den Willen der Huskies an diesem Nachmittag. Marco Müller setzt fünf Minuten vor Ende einen harten Check im Zentrum des Spielfelds. Beschwerden, Beleidigungen, Pfiffe – Müller verzieht keine Miene. Playoff-Stimmung.

Dresden versucht weiter alles, scheitert aber an Kuhn oder der starken Huskies-Abwehr. Zwei Minuten vor Ende nehmen die Eislöwen den Torwart vom Eis, die Huskies wehren alles ab – und schießen sogar das 5:2. Joel Keussen schlägt die Scheibe in der Befreiung gegen die Bande, von dort trudelt der Puck ins leere Tor (60.). Die Entscheidung, der Endstand. Hessenderby und mindestens mal Platz fünf eingetütet. Jetzt geht es am Montag im Rückspiel gegen Dresden um Platz vier.

Die Statistik

SR: Janssen/Polaczek - Z: 2206

Tore: 0:1 (1:31) Wahl (Broda), 0:2 (3:45) MacQueen (Shevyrin, Trivino), 1:2 (12:44) Knobloch (Drews), 2:2 (19:29) Kolb (Andres), 2:3 (31:33) MacQueen (Rausch), 2:4 (45:11) Tramm (MacQueen, Shevyrin), 2:5 (59:39) Keussen

Strafminuten: Dresden 4 - Kassel 2

Von Björn Friedrichs

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