Zweites Spiel, zweite Niederlage

Auch der Aufsteiger ist zu stark: Kassel Huskies verlieren in Selb

Hütete das Huskies-Tor: Jonas Neffin.
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Hütete das Huskies-Tor: Jonas Neffin zeigte gegen die Selber Wölfe eine starke Leistung.

Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Kassel Huskies verlieren nach dem misslungenen Heimauftakt gegen Bad Tölz am Freitag auch ihr zweites Saisonspiel in der DEL 2.

Bei Aufsteiger Selber Wölfe unterlagen die Huskies 3:4 (1:2, 1:2, 1:0) – Fehlstart perfekt.

Der Neuling aus Selb, der am ersten Spieltag 2:4 im Derby gegen Bayreuth verlor, ist von Beginn an ein unbequemer Gegner. Kassel hat im Auftaktdrittel ein spielerisches Übergewicht, findet aber vor allem in den ersten zehn Minuten kaum Möglichkeiten, die Defensive des Neulings auszuspielen.

Selb macht das offensiv besser: Nach elf Minuten geht Pascal Aquin allein aufs Tor von Jonas Neffin zu, der den Puck mit der linken Hand von der Linie kratzen kann. Eine starke Parade des 21-Jährigen, der statt Jerry Kuhn das Huskies-Tor hütet.

Kassel spielt danach in Unterzahl – und kassiert das Gegentor: Florian Ondruschka schießt, die Scheibe wird abgefälscht und Nick Miglio trifft zur Führung (13.). Der US-Amerikaner erzielte schon beide Selber Tore gegen Bayreuth.

Die Huskies-Antwort folgt prompt: Jake Weidner schießt die Scheibe per Direktabnahme zum 1:1 ins Eck (16.). Kassel ist nun druckvoller, hat Chancen. Doch Selb macht das Tor. Richard Gelke zieht ab, der Puck fliegt zwischen Neffins Schoner und Fanghand hindurch – 2:1 (19.)

Im Mitteldrittel hat Selb zunächst mehr vom Spiel. Zweimal muss für die Gäste das Stahl retten, ein weiteres Mal macht sich Neffin ganz breit und verhindert so den dritten Selber Treffer (23.). Genau in dieser Druckphase erzielt Kassel den Ausgleich: Lois Spitzner drückt die Scheibe nach 25 Minuten ins Tor –Kassel ist zurück im Spiel. Zumindest für ein paar Minuten, ehe der Neuling die Huskies doppelt schockt. Lukas Slavetinsky (33.) und Brett Thompson (39.) treffen für die Gastgeber. Vor allem Slavetinskys Treffer ist sehenswert, landet per Direktabnahme im oberen Toreck.

Im Schlussdrittel verhindert zunächst der Pfosten das fünfte Tor des Aufsteigers (41.), zudem pariert Neffin mehrfach stark (43./48.). Selb ist das agilere, konzentrierter Team und hat dann Pech, als Stephan Tramm aufs Tor schießt und Wölfe-Goalie Evan Weninger die Scheibe selbst ins Tor legt – nur noch 4:3 (52.). Doch die Kasseler Aufholjagd kommt zu spät, am Ende rettet Selb das Ergebnis über die Zeit. (Von Pascal Spindler)

Statistik

Schiedsrichter: Singaitis/Steinecke Zuschauer: 1557

Tore: 1:0 (12:33) Miglio (Ondruschka), 1:1 (15:50) Weidner (Spitzner), 2:1 (17:35) Gelke, 2:2 (24:26) Spitzner (Rutkowski), 3:2 (32:46) Slavetinsky (Walters), 4:2 (38:14) Thompson (Aquin), 4:3 (52:01) Tramm (Cameron).

Strafminuten: Selb 9 – Kassel 15.

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