Gron trifft, Melichercik rettet

Der Knoten ist geplatzt: Huskies gewinnen 1:0 in Freiburg

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Torschütze: Tyler Gron, auf dieser Aufnahme aus dem Derby gegen Frankfurt trägt er noch den Goldhelm des Topscorers.

Nach der kleinen Eishockey-Ewigkeit von 33 Tagen ist der Bann gebrochen: Die Kassel Huskies haben nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie den ersten Sieg gefeiert.

Beim EHC Freiburg gewann die Mannschaft des Cheftrainergespanns Tim Kehler/Bobby Carpenter verdient mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) und bescherte dem Duo die lang ersehnten ersten drei Punkte.

Der erste Schritt in Richtung Wende, raus aus der Krise, den haben die Huskies damit getan. Bemerkenswert: Zum ersten Mal in dieser DEL2-Saison blieben die Kasseler ohne Gegentreffer.

Personell hatte sich einiges getan. Tyler Gron rückte für den abgewanderten Matt Neal in den ersten Sturm an die Seite von Richie Mueller und Corey Trivino, Verteidiger Jannik Woidtke half im dritten Sturm aus, in der Defensive bildete der zurückgekehrte Mike Little ein Verteidigerduo mit Nick Walters.

Die große, alles überlagernde Frage aber war, wie sich die Huskies präsentieren würden nach zuletzt drei Wochenenden ohne Sieg. Die Antwort folgte relativ schnell: gefestigt. Die Partie begann ausgeglichen, schwungvoll, und mit Kasselern, die sich im Vergleich zu den letzten Spielen in allen Mannschaftsteilen vom Torhüter bis zu den Stürmern verbessert zeigten. Und die in der neunten Minute Pech und Glück in fast einem Atemzug hatten. Erst traf nämlich Gron nur den Außenpfosten, im direkten Gegenzug war Marcel Melichercik Endstation für Tobias Kunz. Es waren die besten Gelegenheiten für beide Teams, in Führung zu gehen. Dass sie einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht haben, zeigten die Huskies auch in den Special Teams: Im ersten und einzigen Powerplay des Abends machte sich die Rückkehr von Mike Little sofort bemerkbar, der als Anspielstation an der Blauen Linie immer wieder gesucht wurde und wie Corey Trivino das 1:0 ebenfalls nur knapp verpasste (14.).

Im zweiten Drittel erhöhten die Huskies den Druck. Und nun durften sie auch das, was im ersten Abschnitt noch nicht möglich gewesen war: Sie durften jubeln.

In der 24. Minuten bediente Derek Dinger Tyler Gron, der frei am rechten Bullykreis zum Abschluss kam. Sein Schuss passte genau zwischen den Schoner von Freiburgs Keeper Matthias Nemec und den Pfosten. Dieses verdiente 1:0 (24.). gab den Huskies weitere Sicherheit. Aus einer sicheren Defensive heraus, gelang es den Huskies nun immer häufiger, mit schnellen Pässen die neutrale Zone zu überbrücken und sich weitere Torchchancen herauszuspielen. Adriano Carciola setzte die Scheibe knapp über die Latte (25.), Trivino und Richie Mueller scheiterten an Nemec (26.), Hennig beim Versuch aus dem Halbfeld heraus (30.). Auf der Gegenseite blieb Melichercik Meister gegen Alexander Brückmann (34.), gegen Christian Neuert (52.) in Freiburger Überzahl. In der Schlussphase nahm die Intensität zu. Freiburg drückte auf den Ausgleich und Melichercik hielt die Führung fest. Er klärte Nicolas Linsenmaiers Versuch von halbrechts (56.), gegen Marc Wittfoth aus kurzer Distanz (58.), gegen Kunz aus nächster Nähe zehn Sekunden vor dem Ende.

Mit sichtlicher Erleichterung fielen sich die Huskies nach der Schlusssirene in die Arme und verteilten Sonderumarmungen an Melichercik.

SR: Hascher/Singaitis;Z: 2021;

Tore: 0:1 (23:18) Gron (Mueller, Dinger);

Strafminuten: Freiburg 2, Kassel 6

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