Derbysieg dank Geburtstagskind

Huskies siegen in Frankfurt 1:0 gegen die Löwen

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Frankfurt. Welch ein wunderbares Wochenende für die Huskies: Zwei Tage nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Bietigheim gewannen Kassels Eishockeyspieler auch das Derby beim Verfolger und Dauerrivalen Löwen Frankfurt.

Das Tor eines Geburtstagskindes war dabei entscheidend. Der Treffer von Daniel Schmölz in der 6. Minute brachte den knappen 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)-Erfolg in Südhessen, den die Gäste mit einer starken Defensivleistung und einem einmal mehr überragenden Torhüter Mika Järvinen einfuhren. Gleichzeitig baute der Tabellenzweite mit dem Derbysieg den Vorsprung auf die Verfolger aus.

Es ging auch in Frankfurt so gut los wie am Freitag gegen Bietigheim. Die erste Überzahlsituation nutzten die Gäste zur Führung. Adriano Carciola spielte hinter dem Tor einen mustergültigen Pass auf Daniel Schmölz, der an seinem 23. Geburtstag souverän zum 1:0 (6.) vollendete. Die Huskies hatten danach nicht viele Chancen. Mussten sie auch nicht. Sie spielten auswärts. Sie führten. Und sie hatten Mika Järvinen.

Der Finne war einmal mehr Turm in der Abwehrschlacht. Was er allein zwischen der 9. und 15. Minute an Paraden zeigte, das musste die Löwen fast zur Verzweiflung bringen. Ob in Unterzahl zweimal Marton Vas oder David Elsner frei aus fünf Metern, ob Thomas Ziolkowski nach einem Fehler von Matthias Bergmann oder Henry Martens nach einem Konter – die Endstation hieß stets Järvinen.

Kassel befreite sich aus dem Druck erst durch die nächste Unterzahl, hätte durch Carciola dabei fast das 2:0 erzielt. Doch weil sich auch Frankfurts Finne Antti Ore souverän zeigte, ging es mit dem 0:1 ins Mitteldrittel – und dort weiter wie gehabt.

Hessen-Derby: Kassel Huskies spielen in Frankfurt

Frankfurt drängte. Frankfurt wollte. Doch die Huskies verteidigten konsequent und energisch. Auch in Unterzahl stand die derzeit sicherste Defensive der Liga meist kompakt. Und wenn es eine Lücke gab, dann war da Järvinen, immer wieder Järvinen. Seine größte Tat vollbrachte der Torhüter, als Landon Gare aus drei Metern Entfernung abzog (35.). Järvinen aber boxte den Puck aus dem Winkel. Nur einmal wäre er wohl chancenlos gewesen, als die Löwen-Anhänger bei einem Konter ihres Teams schon jubelten, der Puck nach Vas’ Schuss aber im Außennetz gelandet war.

Und die Huskies? Sie setzen immer wieder Nadelstiche. So als Schmölz den Schuss von Matt Tomassoni abfälschte. So auch bei gefährlichen Schüssen von Mike Collins und John Zeiler. Ganz wichtig: Auch die Kraft hielt bei den Gästen, obwohl Trainer Rico Rossi konsequent auf drei Reihen setzte. Michi Christ, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand, kam so nicht zum Einsatz.

Es dauerte im Schlussdrittel dann auch bis zur 47. Minute, ehe Elsner in Überzahl Järvinen wieder ernsthaft prüfte. Das war zugleich der Weckruf zur Frankfurter Schlussoffensive. Die Gastgeber wurden nun von ihren Fans nach vorn gepeitscht. Sie erhöhten noch einmal das Tempo, den Einsatz. Doch das Bollwerk aus Nordhessen, es hielt. Obwohl es dramatisch wurde, als nacheinander Schmölz und Alex Heinrich auf die Strafbank mussten. Obwohl nun auch Glück nötig war, als erst Marco Pfleger die Latte traf (53.) und dann Landon Gare den Pfosten (54.).

Glück aber hat halt der Tüchtige. Als Järvinen Sekunden vor dem Ende noch einmal gegen Nick Mazzolini parierte, da war der Derbysieg perfekt. Und die Huskies-Fans sangen: „Die Nummer eins im Land sind wir.“

SR: Rohatsch (Lindau). Z: 6518 Tor: 0:1 (5:32) Schmölz (Carciola, Collins - 5:4) Strafminuten: Frankfurt 8 - Kassel 16.

Von Frank Ziemke

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