800 Huskies-Fans reisen im Januar zum Aufsteiger 

Sonderzug nach Landshut: Ausverkauft so früh wie selten

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So sieht sie aus, die Huskies-Lok: Getauft wurde sie auf den Namen „Oma Liesel“ – ein besonders treuer und langjähriger Fan.

Es ist eine Tradition bei den Kassel Huskies: Einmal pro Saison begleiten die Fans in einem Sonderzug ihre Mannschaft zu einem Auswärtsspiel. 2020 heißt das Ziel Landshut. 

Beim Zweitliga-Aufsteiger gastieren die Huskies am 26. Januar. Und bereits jetzt heißt es: ausverkauft. Alle Tickets sind weg, so früh wie selten – 800 Personen, neben rund 750 Fans auch ein Stab an Betreuern und Sanitätern, wird sich am frühen Morgen des letzten Januar-Sonntags auf den Weg gen Süden machen und den Huskies dort ein Auswärtsspiel mit Heimspiel-Charakter bereiten. „Es war überraschend und sehr schnell. 

Wahnsinn, wie groß die Nachfrage ist“, erklärt Basti Vaupel, Vorsitzender des Fanklubs Highlander. „Vor dem letzten Heimspiel am Freitag gegen Ravensburg haben wir die letzte Karte verkauft. Wir hätten gern noch mehr angeboten, aber der Kasseler Hauptbahnhof gibt nicht mehr her.“

Kassel Huskies: Ticket für Sonderzug kostet 80 Euro 

Heißt: Der Bahnsteig ist schlicht zu kurz, um noch weitere Abteile an die Huskies-Lok „Oma Liesel“ anzuhängen. Die Folge: „Wir mussten leider vielen absagen.“ Wer nun also noch in Landshut dabei sein will, muss sich privat ins Auto setzen oder darauf hoffen, dass ein Sonderzug-Fahrer seine Karte abgeben muss. „Die können dann verkauft werden wie eine Konzertkarte“, erklärt Vaupel.

80 Euro kostet ein Ticket, enthalten neben den Fahrtkosten ist auch der Eintritt ins Eisstadion am Gutenbergweg. Schon lange, bevor der Spielplan für die aktuelle Saison feststand, war bei den Organisatoren die Entscheidung über das Fahrtziel gefallen. „Landshut ist attraktiv, es liegt in Bayern und damit weit weg, wir waren dort noch nie mit dem Sonderzug, und es gibt ein renoviertes, quasi neues Stadion“, begründet Vaupel die Entscheidung.

Hinter dem Sonderzug stehen vier Huskies-Fanklubs

Und noch etwas ist neu: Hinter dem Sonderzug stehen neben der Firma Combibo erstmals vier Fanklubs: Neben den Highlandern sind das die Nordhessen Supporters, die Blueliners Werratal und die Himmelsstürmer. „Wir mussten uns auch erst einmal finden“, erklärt der 42-Jährige.

Doch das ging zügig vonstatten. Alles rund um den Sonderzug haben die Fans mit ihrem „Sonderzugbeauftragten“ Sven Albert in der Freizeit auf die Beine gestellt. Ehrenamtlich versteht sich. „Da stecken unzählige Stunden Arbeit drin“, sagt Vaupel.

Die positive Resonanz bestärkte das Organisationsteam. „Im Sonderzug fahren viele mit, die sonst keine langen Auswärtsfahrten mehr mitmachen, auch viele Ehemalige sind dabei“, weiß Vaupel. „Jetzt muss die Mannschaft nur noch auswärts gewinnen.“ Auch wenn sich die Huskies in fremden Hallen schwertun – ihren letzten Erfolg in der Fremde haben sie tatsächlich in Landshut gefeiert – im Nachholspiel am 19. November gewannen sie 4:3.

Huskies-Spieler diesmal auf der Rückfahrt nicht dabei

Einen Wermutstropfen aber gibt es: „Die Spieler werden auf der Rückfahrt leider nicht dabei sein, so wie es eigentlich immer Tradition war. Das bedauern wir sehr, denn es hätte Mannschaft und Fans noch näher zusammengebracht“, bedauert Vaupel.

Huskies-Trainer Tim Kehler begründet die Absage mit dem Verweis darauf, dass die Huskies Profis seien. Er verspricht aber, dass es nach dem Spiel in Landshut ausreichend Gelegenheit für Gespräche zwischen Fans und Spielern geben werde. „Diese Unterstützung der Fans ist fabelhaft“, erklärt Tim Kehler. „Wir werden mit ihnen so lange zusammenbleiben, bis sie zum Bahnhof müssen.“

Es war die vierte Auswärtsniederlage hintereinander, die vierte mit nur einem Treffer Differenz. Beim ESV Kaufbeuren unterlag der DEL2-Spitzenreiter mit 2:3.

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