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Kassel Huskies starten mit Kantersieg ins Jahr

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Von: Frank Ziemke

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Jubel des zweifachen Torschützen Lois Spitzner von den Kassel Huskies
Jubel des zweifachen Torschützen: Lois Spitzner zeigte sich auch beim Kantersieg seiner Huskies in Ravensburg in starker Form, traf im Mitteldrittel zweimal. Archi © Andreas Fischer

Sie gewinnen auch zum Start ins neue Jahr immer weiter. In Ravensburg wurde es richtig deutlich. Und die Konkurrenz half auch noch mit.

Sie lassen sich einfach nicht stoppen! Die Kassel Huskies lösen im Dauerstress rund um die Jahreswende Aufgabe um Aufgabe in der DEL 2. Bei den Ravensburg Towerstars landete Nordhessens Eishockey-Zweitligist den neunten Sieg in Folge. Und wie! Das 7:2 (3:1, 4:1, 0:0) war schon der zweite Kantersieg gegen Ex-Trainer Tim Kehler. Im November hatten die Huskies vor eigenem Publikum bereits 9:3 gegen das Team vom Bodensee gewonnen. Der souveräne Tabellenführer profitierte zudem von Niederlagen seiner Verfolger.

So seltsam es klingt: Zunächst sah es nicht einmal so aus, als sollten die Gäste bereits nach dem ersten Drittel 3:1 führen. Die Gastgeber begannen richtig gut. Jerry Kuhn im Kasseler Tor konnte sich von Beginn an nicht über einen Mangel an Arbeit beklagen. Beim Schuss von Luigi Calce verhinderte er noch den frühen Rückstand – der dann bei der ersten Unterzahl aber doch folgte. Fabian Dietz fälschte den Schuss von Charlie Sarault vor dem Gehäuse entscheidend ab (6.).

Aber wie die Huskies derzeit so sind: Ein Rückstand bringt sie nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil. Sie vertrauen auf ihre Stärke und machen einfach weiter. Eine Minute später fiel bereits der Ausgleich. Es war wieder das Abfälschen der Scheibe. Und es war eine Premiere. Oleg Tschwanow gab dem Puck nach Max Fabers Schuss die entscheidende Richtungs-Änderung und erzielte so sein erstes Saisontor.

Es ging dann munter hin und her. Kuhn bekam gut zu tun. Spektakulär seine Parade gegen den freistehenden Josh MacDonald (12.). Aber dann spielten die Gäste ihre Stärken aus. In Überzahl. Und in Unterzahl. Als sie erstmals einen Mann mehr auf dem Eis hatten, da umkurvte Steven Seigo Towerstars-Torhüter Jonas Langmann und schob die Scheibe über die Linie (14.) . Wieder kam die Vorarbeit von Faber. Ein echter Nackenschlag für die Gastgeber war dann das 1:3. In Überzahl verloren sie gleich zweimal den Puck gegen aggressiv verteidigende Huskies. Tristan Keck scheiterte noch mit dem ersten Konter. Aber kurz darauf legte er ab für Denis Shevyrin, der sich diese Chance nicht entgehen ließ.

Abgezockt und spektakulär

Sie sind halt eiskalt, diese Huskies. Wie eiskalt, das zeigten sie dann im Mitteldrittel. Wieder hatten auch die Towerstars ein paar ordentliche Chancen. Wieder musste Kuhn bärenstark gegen MacDonald klären (28.), verletzte sich dabei leicht am Nacken, spielte aber weiter. Doch effektiv, abgezockt und phasenweise richtig spektakulär waren eben die Kasseler, die mit tollen Angriffen schon jetzt den Kantersieg herausschossen.

Wie abgebrüht kann eine Mannschaft eigentlich sein? Der Reihe nach: Lars Reuß wird zentral freigespielt und zieht ab – 1:4 (28.). Lois Spitzner ist nach einem dieser starken Pässe aus dem eigenen Drittel auf und davon – 1:5 (28.). Noch einmal Spitzner, diesmal im Nachschuss und im Fallen – 1:6 (31.). Toller Rückhandpass von Jamie Arniel auf Jake Weidner, der frei vor dem Gehäuse steht und sich mit dem nächsten Streich bedankt – 1:7 (38.).

Nach diesem siebten Gegentreffer wurde Schlussmann Langmann erlöst und durch Jonas Stettmer ersetzt. Und seine Vorderleute konnten durch Dietz‘ zweiten Treffer etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Im Schlussdrittel ließen die Gäste es dann etwas gelassener angehen. Logisch, das Spiel war entschieden. Und es galt auch, etwas Kraft zu sparen angesichts des gut gefüllten Spielplans. Die Huskies überstanden zwei Unterzahlsituationen ziemlich gelassen. Und konnten sich am Ende nicht nur über den ersten Sieg im neuen Jahr freuen, sondern auch über die Patzer der Verfolger aus Nauheim, Kaufbeuren und Krefeld.

Statistik

SR: Bauer/Singer, Z: 3592, Tore: 1:0 (5:20) Dietz (Sarault, Czarnik - 5:4), 1:1 (6:27) Tschwanow (Faber, Schlenker), 1:2 (13:56) Seigo (Faber, Lowry - 5:4), 1:3 (16:44) Shevyrin (Keck, Sykora - 4:5), 1:4 (27:11) Reuß (Detsch, Tschwanow),1:5 (27:58) Spitzner (Arniel, Faber), 1:6 (30:59) Spitzner (Arniel, McGauley), 1:7 (37:40) Weidner (Arniel, Shevyrin), 2:7 (38:17) Dietz (Czarnik, Eichinger), Strafminuten: Ravensburg 4 - Kassel 10.

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