Karachun ebnet den Weg 

Kassel Huskies starten mit Sieg in Ravensburg ins neue Jahr

Er sorgte im ersten Drittel für die Führung: Alexander Karachun war gleich zweimal dicht vor dem Gehäuse im richtigen Moment da.
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Er sorgte im ersten Drittel für die Führung: Alexander Karachun war gleich zweimal dicht vor dem Gehäuse im richtigen Moment da.

Der Start in das neue Eishockey-Jahr führt die Kassel Huskies auf den weiten Weg nach Ravensburg. Die Reise an den Bodensee aber hat sich gelohnt. Unser Schnellcheck zum Spiel.

Beim amtierenden Meister gewann der aktuelle DEL-2-Spitzenreiter am Freitagabend 4:2 (2:0, 2:2, 0:0). Was alles wichtig war:

Gibt es ein Motto für diesen Erfolg der Huskies?

Kann man so sagen. Es lautet: „Du sollst so anfangen, wie du aufgehört hast.“ Das Jahr 2019 beendeten die Kasseler mit einem locker herausgespielten 7:1 in Bietigheim. Und mit einem Auswärtssieg in Ravensburg starteten sie nun auch in das neue Jahr. Sehr souverän ist das, wie die Huskies, obwohl Heilbronn drückt, ihren Platz eins verteidigen.

War der Erfolg in der Fremde auch verdient?

Das war er – auch wenn er längst nicht so leicht fiel wie der in Bietigheim, weil die Towerstars ganz andere Offensivkraft entfalteten als die Steelers. „Wir wussten, dass es anfangs schwer wird. Aber wir haben dem Druck standgehalten“, sagte Stürmer Michi Christ nach dem ersten Drittel. Dieser Satz zeigt, dass die Huskies anfangs ein richtig gutes Auswärtsspiel zeigten. Denn so musst du auf dem Eis des Gegners auftreten. Defensiv stabil sein, offensiv ungeheuer effektiv. Und das waren die Gäste, die schon für das 2:0 in Durchgang eins nicht viele Chancen benötigten. Und im zweiten Drittel ähnlich imponierend schnell auf 4:0 erhöhten. Auch die Specialteams überzeugten. Im ersten Drittel überstanden die Huskies fast fünf Minuten in Unterzahl. Und in Überzahl erzielten sie die Tore zum 2:0 durch Alexander Karachun (20.) sowie das 4:0 durch Lois Spitzner (29.). Erst danach übernahmen die Gastgeber das Zepter und machten noch gewaltig Druck.

Wer war der Spieler des Spiels?

Torhüter Jerry Kuhn hatte viel zu tun und parierte vor allem im Schlussdrittel überragend. Mann des Spiels aber war dann doch Karachun. Der hatte ja in Bietigheim gefehlt. Und zuvor gegen Heilbronn Chance um Chance vergeben. Diesmal aber sorgte er für das so wichtige 2:0. Beim 1:0 verwerte er das schöne Zuspiel von Ben Duffy, beim 2:0 fälschte er Richie Muellers Schuss vor dem Tor ab. Den schönsten Treffer erzielte aber der bärenstarke Justin Kirsch mit einem feinen Schlenzer zum 3:0 (24.). Danach wechselten die Gastgeber den Torhüter: Marco Wölfl kam für Olafr Schmidt.

Warum wurde es doch noch mal knapp?

Weil die Huskies erst etwas nachlässig wurden, dann mit der Anreise in den Knochen kräftemäßig stark abbauten. Vincenz Mayer bei einem Konter und Shawn O’Donnell bei einer 4:3-Überzahl brachten die Gastgeber noch im zweiten Drittel auf 2:4 heran.

Wie eng wurde das Schlussdrittel noch?

Es wurde sehr anstrengend für nun müde Gäste. Kuhn musste bereits gegen O’Donnell und Myles Fitzgerald retten (49.). Und bekam richtig zu tun, als seine Vorderleute zu viele Zeitstrafen kassierten. Da waren noch zwei, drei Großtaten des Torhüters nötig für den Sieg, den die Gäste in den letzten Minuten dann souverän einfuhren.

Wie war die Übertragung bei Sprade TV?

Im ersten Drittel ruckelte das Bild gewaltig. Wir wurden dann auch Zeuge der ersten Powerbreaks – Werbeunterbrechungen während der Drittel. Danach fiel stets kurzzeitig der Ton aus. Und mal ehrlich: Wer in Ravensburg ist bloß auf die Idee gekommen, dunkelrote Trikots mit schwarzen, also unerkennbaren Rückennummern zu bedrucken? Zu loben sind die Ravensburger Reporter. Stets auf der Höhe, stets gerecht urteilend.

Statistik: So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiedsrichter: Sicorschi / Singer

Zuschauer:3418

Tore: 0:1 (6:01) Karachun (Duffy), 0:2 (19:39) Karachun (Mueller, Scalzo - 5:4), 0:3 (23:15) Kirsch (Mueller, Scalzo), 0:4 (29:46) Spitzner (Humphries, Kirsch - 5:4), 1:4 (30:00) Mayer (Driendl, Haaranen ), 2:4 (39:23) O’Donnell (Just, Sturm - 4:3)

Strafminuten:Ravensburg 6 - Kassel 14

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