Neuzugang Della Rovere über Eishockey im Königreich

Huskies: Testspiele gegen Eishockey-Elite in Schottland

Neuzugang mit Erfahrung im britischen Eishockey: Stefan Della Rovere. Foto: Fischer

Kassel. Auf zu neuen Ufern – so könnte das Motto der Huskies an diesem Wochenende lauten. Oder aber ab auf die Insel. Es passt beides. Denn erstmals in ihrer Vorbereitung reisen die Nordhessen nach Großbritannien, genauer gesagt nach Schottland.

Am Samstag (19.15 Uhr) und Sonntag (18.30 Uhr) absolvieren die Kasseler dort ein Miniturnier gegen die Fife Flyers, ein Spitzenteam aus der höchsten Liga des Vereinigten Königreiches, der Elite Ice Hockey League (EIHL), beheimatet in der Kleinstadt Kirkcaldy nördlich von Edinburgh.

Puckjagd auf der Insel

England und Schottland sind weltbekannt für Fußball und Rugby. Aber Eishockey? Begeistert dort tatsächlich ebenfalls tausende Fans. Auch wenn das weniger bekannt ist. Das bestätigt ein Husky, der selbst auf der Insel auf Puckjagd gegangen ist. Neuzugang Stefan Della Rovere absolvierte zwischen Februar und April 13 Einsätze (vier Tore, sechs Vorlagen) für EIHL-Klub Braehead Clan aus der Nähe von Glasgow, der am Wochenende den Erzrivalen der Huskies, die Löwen Frankfurt zu Gast hat.

„Das Eishockey im Königreich ist sehr nordamerikanisch geprägt. Von 23 Spielern in unserem Team waren 14 aus Kanada und den USA, viele bringen NHL-Erfahrung mit“, sagt Della Rovere und lacht. „Dementsprechend hatten wir schon mal keine Verständigungsprobleme.“ Entsprechend ist aber auch der Eishockeystil, der auf der Insel gespielt wird: Körperbetont, schnell, sehr taktisch sei es, erklärt der Stürmer. Kurios sei das Ende. „In den Playoffs wird das Viertelfinale mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Aber Halbfinale und Finale finden in Nottingham statt. Da gibt es dann nur je ein Spiel. Das ist schon ziemlich kurz.“

Und: „Ich war überrascht, wie hoch das Leistungsniveau ist.“ Für seinen vorherigen Klub Fassa in Italien war im Februar die Saison unerwartet früh zu Ende gegangen, als der Anruf von den Flyers kam. „Ich hatte ein paar Monate länger Eiszeit und konnte neue Erfahrungen sammeln“, sagt der Weltenbummler im Team der Huskies, der sogar schon in der NHL spielte.

Deutsche Wurzeln

Sieben Spiele absolvierte Della Rovere 2010/11 für St. Louis in der stärksten Liga der Welt. „Ich hätte das niemals erwartet“, sagt der Angreifer, der U20-Weltmeister mit Kanada wurde. „Wenn es soweit ist, versuchst du jeden Moment aufzusaugen. Es ist eine ganz andere Welt. Ich habe gegen Superstars wie Alexander Owetchkin auf dem Eis gestanden.“

Die Erfahrungen bringt er nun mit nach Kassel, ebenso wie aus Italien und eben aus Großbritannien. Die Kassel Huskies sind seine dritte Station in Europa. „Es ist klasse, ich lerne durch meinen Sport Europa kennen.“ Dabei ist es allerdings eher Zufall, dass es Della Rovere in die Heimatländer seiner Eltern verschlug. Papa Lou hat italienische Wurzeln, seine Großeltern und Mama Angie kommen aus Viernheim. Kennengelernt aber haben sich beide erst in Kanada.

Nun also Kassel. „Ich bin wirklich beeindruckt und positiv überrascht. Der Klub ist klasse, die Stadt hat viel zu bieten, ich fühle mich schon richtig wohl“, sagt der 27-Jährige. Auch Trainer Rossi schätzt den Neuzugang. „Er passt nicht nur menschlich super zu uns. Er hat ein gutes Auge für seine Mitspieler und das Tor, dazu eine große Körperpräsenz und kann die Scheibe sehr gut schützen und mitnehmen.“ Im Huskies-Dress kann er das nun gegen ehemalige Ligakonkurrenten am Wochenende zeigen.

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