Heimspiel zum Viertelfinal-Auftakt sicher

6:1 – Huskies gegen Riessersee in Playoff-Laune

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Kassel. Die Kassel Huskies spielen sich warm für die Playoffs: Mit 6:1 (4:1, 0:0, 2:0) bezwangen sie nicht nur im vierten Anlauf endlich zum ersten Mal den SC Riessersee.

Die Huskies verbuchten auch einen wichtigen Dreier im Kampf ums Heimrecht in den Playoffs DEL 2. Nach der Pleite der Ravensburger parallel gegen Bremerhaven steht fest, dass die Eishockey-Huskies die Saison nicht schlechter als Platz vier abschließen und damit im Viertelfinale mit einem Heimspiel starten werden.

Überhaupt diese Playoffs. Auf dem Eis präsentierte sich der Zweite torhungrig, auf den Rängen sangen sich 3700 Fans warm für die fünfte Jahreszeit im Eishockey, die am 13. März beginnt. Schon lange bevor die erste Pausensirene ertönte, skandierten sie: „Steht auf, wenn Ihr Kasseler seid“ und „Wer nicht hüpft, der ist ein Löwe“. Der frühe Rückstand nach 56 Sekunden – er war da längst vergessen. Spätestens nach dem ersten Abschnitt standen die Weichen auf Sieg. Und dabei konnten die Fans sogar die Uhr nach den Toren ihrer Huskies stellen. Denn die Kasseler trafen fast mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. 12:09 Minuten waren gespielt, als Marco Habermann einen Schlagschuss von Matt Tomassoni zum 1:1 abfälschte. 13:02 Minuten waren gespielt, als Peter Flache Manuel Klinge von der linken Seite bediente und der Kapitän kurzen Prozess machte. 2:1. „Jetzt geht’s los“, sangen nun die Fans. 15:09 Minuten waren verstrichen, als Peter Flache beim vier gegen vier den Puck vor den rechten Pfosten brachte, SCR-Schlussmann Tomas Tomek die Scheibe nicht festhielt und der Huskies-Angreifer sie im Nachsetzen über die Linie drückte.

Heimspiel: Kassel Huskies gegen den SC Riessersee

Danach blieb die Uhr das nächste Mal bei 16:07 Minuten stehen – beim 4:1 nämlich, nachdem Klinge die Scheibe für Sven Valenti an der Blauen Linie aufgelegt hatte. Und der Verteidiger machte das, was er im Powerplay kann wie kein anderer: Draufhalten und treffen. Die Gastgeber blieben am Drücker, wurden dann aber erst einmal selbst in die Defensive gedrängt. Erst musste Mathias Müller auf die Strafbank, dann Matt Tomassoni. Doch die Huskies überstanden diese vier Minuten in Unterzahl. Weil Mika Järvinen gegen Maximilian Kastner und Michael Rimbeck zur Stelle war. Weil John Zeiler sich mit vollem Körpereinsatz in die Schüsse der Gäste warf. Weil die Zuschauer lautstark ihr Team antrieben.

Und Riessersee? Vielleicht lag’s am kurzfristigen Ausfall ihres grippekranken Topscorers Lubor Dibelka, dass sie es ansonsten kaum schafften, die Defensive der Huskies unter Druck zu setzen. Wohl eher lag’s aber daran, dass die Huskies in der Verteidigung einfach zu aufmerksam waren und frühzeitig die Angriffsbemühungen störten. Und weil Matt Tomassoni ein Solo zum 5:1 abschloss, Michi Christ den Schlusspunkt zum 6:1 setzte, konnten sich die Gastgeber sogar noch den Luxus leisten, einen Penalty zu vergeben. Austin Wycisks Versuch blieb an Tomek hängen (54.). „Und so spielt ein Aufsteiger“ sangen die Fans zum Abschluss und gaben das Motto für die nächsten Wochen vor: „Auf geht’s Kassel, ab in die Playoffs.“

SR: Hascher (Miesbach), Z: 3676; Tore: 0:1 (0:56) Pauli (Kastner, Kracik), 1:1 (12:09) Habermann (Tomassoni, Morrison), 2:1 (13:02) Klinge (Flache, Zeiler), 3:1 (15:09) Flache (Meilleur, Marco Müller - 4:4), 4:1 (16:07) Valenti (Klinge, Collins - 5:4), 5:1 (51:58) Tomassoni (Collins, Schmölz - 4:4); 6:1 (56:33 ) Christ (Meilleur, Mathias Müller); Strafminuten: Kassel 16, SCR 14.

Ein Video von der Partie wird es dieses Mal leider nicht geben.

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