Jetzt geht’s gegen die Lausitzer Füchse

4:1 – Kassel Huskies überraschen in Bietigheim

Weg da: Huskies-Torschütze Braden Pimm (links) hat Verteidiger Max Pommersberger im Nacken. Archivfoto:  Schachtschneider

Bietigheim. Mit einem unerwarteten Erfolg beim DEL2-Primus Bietigheim haben die Huskies die Hauptrunde abgeschlossen und Selbstvertrauen getankt für das Playoff-Viertelfinale gegen Weißwasser.

Bei den Steelers, gegen die es zuvor drei Niederlagen und 3:20 Tore gegeben hatte, glückte dank Doppel-Torschütze Braden Pimm ein 4:1 (1:0, 0:1, 3:0)-Sieg.

Die Perspektive der Huskies

Auf geht’s 460 Kilometer gen Osten nach Weißwasser: Zum zweiten Mal in ihrer Playoff-Historie nach 1993 bestreiten die Huskies ab 14. März ein Viertelfinale in der Lausitz. Damals verloren sie 6:7 in der 66. Minute das fünfte Duell. In dieser Saison ist die Bilanz ausgeglichen mit 3:1 und 1:5 auf eigenem Eis sowie 3:2 und 3:4 im Fuchsbau direkt an der Grenze zu Polen.

Die Lage der Liga

Die ersten drei Plätze waren an Bietigheim, Frankfurt und Kassel bereits vergeben. Vierter ist nun Dresden, das in Rosenheim beim 7:0 nichts anbrennen ließ. Das direkte Duell um Rang fünf gewann Kaufbeuren auf eigenen Eis 5:1 gegen Weißwasser, das als Sechster somit im Viertelfinale Gegner der Huskies sein wird.

Damit sind diese Viertelfinalduelle sicher: Kassel - Weißwasser und Dresden - Kaufbeuren.

Großer Verlierer des Sonntags war Bad Nauheim: Trotz eines 4:1-Heimsieges gegen Ravensburg konnten die Wetterauer den SC Riessersee (5:2 in Crimmitschau) nicht mehr von Rang zehn verdrängen und müssen somit in der Abstiegsrunde gegen „Crimme“ ran. Rosenheim spielt gegen Heilbronn. Im Kampf um die Viertelfinal-Teilnahme treffen in den Preplayoffs auf zwei Siege ab Dienstag nun Freiburg und Ravensburg sowie Bayreuth und Riessersee aufeinander.

Das Spiel in Bietigheim

Nahezu freundschaftlich verlief der Hauptrunden-Abschluss in Bietigheim. Der Primus schonte Kelly, Borzecki und Cabana, gönnte Patrick Golombek (19) sein Profidebüt im Tor. Er spielte stark, war aber machtlos beim 1:0 der Huskies, als Klinges Rückpass von Braden Pimm vehement ins Netz geknallt wurde (17.). Die Huskies hatten Patrick Klein im Tor, traten aber u. a. ohne Adriano Carciola an, der am Freitag mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgeschieden war. Und sie kassierten acht Sekunden vor der zweiten Pause den Ausgleich durch Rodman, der in Überzahl traf. Klinge (33.) und Maginot (35.) mit krachendem Distanzschuss hatten zuvor das 2:0 verpasst, McKnight mit Pfostentreffer (26.) den frühzeitigen Ausgleich.

Per Doppelschlag machten die Huskies dann aber doch den Sieg perfekt. Erneut Pimm auf Zuspiel von Klinge im Powerplay und nur 36 Sekunden später Jens Meilleur trafen zum 2:1 und 3:1 (55.). Der K.o. für die Steelers, dem Phil Hungerecker ins leere Tor auch noch seinen 15. Saisontreffer folgen ließ.

Der Rückblick auf Freitag

4:2 gegen Crimmitschau, ein Sieg gegen das Schlusslicht, Platz drei gesichert – das war die Pflicht am Freitag. Mehr allerdings auch nicht. „Mag sein, dass sich einige etwas zurückgehalten haben“, sagt Rico Rossi nach einer Partie, die über zwei Drittel sehr, sehr träge war. 1:2 lagen die Gastgeber sogar hinten, wachten erst nach 35 Minuten langsam auf. Für den Sieg reichte dann eine effektive Minute. Mit Beginn des Schlussdrittels trafen Phil Hungerecker und Marco Müller zum 4:2. Der Blick des Coaches ging deshalb bereits nach vorn: „Lasst die Playoffs beginnen.“

SRin: Hertrich (Hagen)

Zuschauer: 2695

Tore: 0:1 (16:54) Pimm (Klinge), 1:1 (39:52) Rodman (Zientek, Schoofs - 5:4), 1:2 (54:03) Pimm (Klinge - 5:4), 1:3 (54:39) Meilleur (Hungerecker), 1:4 (59:09) Hungerecker (5:6)

Strafminuten: je 6

Von Gerald Schaumburg und Andreas Eberle

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