Spielerische Mittel zum Sieg fehlen

Huskies verlieren 1:4 in Weißwasser: Carpenters Einstand missglückt

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Schwerstarbeiter: Huskies-Torwart Marcel Melichercik sieht Weißwassers Feodor Boiarchinov auf sich zukommen. Foto: Thomas Heide

Neuer Trainer, aber alte Leier: Die Kasseler Eishockeycracks unterlagen den Lausitzer Füchsen 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) und verpassten damit Eigenwerbung für das Hessenderby gegen Bad Nauheim am Sonntag.

Dabei stand die Premiere des neuen Trainers Carpenter unter keinem guten Stern. Erst fielen der erkrankte Toni Ritter und Adriano Carciola, der wegen einer Unterkörperverletzung zwei bis vier Wochen fehlen wird, aus. So musste Neuzugang Yannik Woidtke im dritten Sturm ran neben Jace Hennig und Valentin Busch, dem einzigen Wolfsburger Förderlizenzler diesmal. Dann begann die Partie auch noch mit einer Viertelstunde Verspätung, weil die Schiedsrichter im Stau standen und nicht pünktlich eintrafen.

Als es dann endlich losging, da war das Spiel zunächst ausgeglichen, mit Chancen hüben wir drüben. Das änderte sich aber schon bald, als Jordan George nach gut zehn Minuten mit seinem sechsten Saisontor das 1:0 der Füchse erzielte. Nun dominierten die Sachsen, profitierten von Strafen gegen Michi Christ, der bei angezeigtem ersten Foul noch ein zweites Mal zulangte. Die Kasseler überstanden die vier Minuten zwar schadlos, kassierten kurz danach aber das 2:0 (19.). Wieder hatte Torwart Marcel Melichercik schlechte Sicht, wieder ließ er einen Distanzschuss prallen und wurde im Nachsetzen überwunden.

Und die Füchse, beseelt von der Führung nach zuvor fünf Niederlagen in Folge, sie setzten nach. 18 Sekunden erst im zweiten Drittel waren gespielt, da biss wieder ihre erste Reihe zu. Diesmal wurde der Ex-Frankfurter Clarke Breitkreuz freigespielt und versenkte den Puck aus dem Halbfeld in den Giebel.

Und die Huskies? Waren kaum noch zu sehen, rackerten zwar, aber fanden spielerisch keine Lösungen. Nur Sekunden nachdem Owens auf dem Weg zum 4:0 an einem Pfosten scheiterte, konnte Nick Walters bei der besten Kasseler Chance freistehend Torwart Franzreb (30.) nicht überwinden.

Für einen Hauch von Hoffnung sorgte dann aber der Kapitän: Alexander Heinrich verkürzte mit seinem zweiten Saisontor auf 1:3, mustergültig am langen Pfosten freigespielt – und noch war eine Viertelstunde Zeit. Doch das Mühen der Gäste, endlich Druck zu entwickeln, verpuffte schnell. Und es war ausgerechnet Torschütze Heinrich, der den Huskies vier Minuten später wegen einer Strafzeit fehlte. In Überzahl stellte der Ex-Kasseler Feodor Boiarchinov mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. Zum Sieg der Füchse, die in Franzreb den besseren Torwart hatten. Gegen Huskies, deren Rackerer Michi Christ zum besten Spieler gewählt wurde.

Schiedsrichter: Erdle/Janssen. Zuschauer: 2128

Tore: 1:0 (10:31) George (Kuschel, C. Breitkreuz), 2:0 (18:24) Eriksson (Kuchejda, Kania), 3:0 (20:18) C. Breitkreuz (Eriksson, George), 3:1 (44:41) Heinrich (Neal, Mueller), 4:1 (48:41) Boiarchinov (Schiemenz, C. Breitkreuz - 5:4)

Strafminuten: Weißwasser 12, Kassel 14.

Am Sonntag spielen die Kassel Huskies in der heimischen Eishalle gegen Bad Nauheim

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