Wieder mit Mika Järvinen

Bittere Niederlage mit Mika: Huskies verlieren gegen Dresden 1:2 - Video

Kassel. Die Nummer 60 ist zurück, der Erfolg aber, der blieb aus. Die Fans der Kassel Huskies hatten im Spiel gegen die Eislöwen Dresden so ein Wechselbad der Gefühle.

Auf der einen Seite erlebten sie beim 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) eine Enttäuschung in der zweiten deutschen Eishockey-Liga. Auf der anderen Seite feierten sie Publikumsliebling Mika Järvinen, der nach langer Verletzungspause ins Tor zurückkehrte.

Es war ein großer Moment bereits vor dem ersten Bully, als der Finne erstmals seit dem 31. Oktober letzten Jahres das Eis betrat. Bei der Teamvorstellung wurde diesmal nicht wie sonst üblich Manuel Klinge, sondern Järvinen als Letzter aus dem Kabinengang gerufen. Ein Jubelorkan brach los, auf dem Heuboden wurde ein „Willkommen zurück“-Plakat in finnischer Sprache entrollt.

Der Torhüter bekam dann auch schon im ersten Drittel mehrfach Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Vor allem gegen die jeweils frei zum Schuss kommenden Lukas Slavetinsky(10.) und Feodor Boiarchinov (12.) reagierte er glänzend, verhinderte durchaus mögliche Gegentore und sorgte dafür, dass sein Team mit einer 1:0-Führung in die erste Drittelpause gehen konnte.

Für die sorgte nach kurzer Verschnaufpause in den letzten Partien wieder einmal Topscorer Mike Collins – nach sechs Minuten in Überzahl. Das war zum einen etwas glücklich, weil ein Dresdener Verteidiger über den Puck geschlagen hatte, zum anderen zu diesem Zeitpunkt aber auch verdient – schließlich hatten die Gastgeber in dieser Phase durch John Zeiler, Daniel Schmölz und Manuel Klinge weitere richtig gute Möglichkeiten.

Dresden kam dann aber auf, wurde ein unbequemer Gegner. Die Gastgeber verloren nach und nach viel von ihrem Schwung. Logische Folge im mäßigen Mitteldrittel war der Ausgleich, für den ausgerechnet Ex-Husky Hugo Boisvert in Überzahl (31.) sorgte. Die Gastgeber scheiterte dagegen mehrfach am starken Kevin Nastiuk. Dresdens Torhüter parierte auch einen Penalty von Conor Morrison (23.), der zuvor bei einer klaren Chance gefoult worden war.

Ein zweiter Treffer in dieser Situation hätte den Huskies Auftrieb gegeben. So erhöhten sie erst im Schlussdrittel wieder den Druck - und das mit Macht. Sie hatten ja auch richtig gute Chancen. Durch Alex Heinrichs Konter. Durch John Zeilers Schuss. Phasenweise wurde Dresden regelrecht im eigenen Drittel eingeschnürt. Der Puck aber, der wollte einfach nicht ins Tor. Auch, weil Morrison Pech hatte mit einem Pfostenschuss.

Kassel Huskies gegen Dresdener Eislöwen

Und so kam dann irgendwie fast schon folgerichtig, was zu befürchten war. Die Gäste erzielten mit einer ihrer wenigen Chancen den Siegtreffer. Steven Rupprich überraschte Järvinen mit einem Schuss aus spitzem Winkel (56.). Es stand 1:2. Die Wende gelang nicht mehr. Und Mika Järvinens Comeback war dann doch verdorben.

Schiedsrichter: Yazdi (Neuss).

Zuschauer: 3264

Tore: 1:0 (5:15) Collins (Carciola, Klinge - 5:4), 1:1 (30:25) Boisvert (Macholda, Weller - 5:4), 1:2 (55:31) Rupprich (Juominen, Martell) Bes. Vorkommnis: Morrison (Kassel) scheitert mit Penalty an Nastiuk (23.)

Strafminuten: Kassel 12 - Dresden 10.

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