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Kassel Huskies verlieren Torfestival bei Aufsteiger Regensburg

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Von: Björn Friedrichs

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Viel los vor den Toren: Wie hier bei einer Szene aus dem ersten Duell der Kassel Huskies (auf dem Foto rechts: Jamie Arniel) und der Eisbären Regensburg (Torwart Patrick Berger) gab es wieder viele Torszenen.
Viel los vor den Toren: Wie hier bei einer Szene aus dem ersten Duell der Kassel Huskies (auf dem Foto rechts: Jamie Arniel) und der Eisbären Regensburg (Torwart Patrick Berger) gab es wieder viele Torszenen. © Schachtschneider, Dieter

Die Kassel Huskies haben ein torreiches Spiel bei den Eisbären Regensburg verloren. 6:7 stand es beim Duell gegen den heimstarken Aufsteiger nach Penaltyschießen.

Regensburg/Kassel – Am Ende ist ein Ex-Husky der Matchwinner gegen sein altes Team: Die Kassel Huskies verlieren den offenen Schlagabtausch bei den Eisbären Regensburg mit 6:7 (3:2, 2:3, 1:1) nach Penaltyschießen. Corey Trivino gelingt dort der entscheidende Treffer.

Die Huskies sind weiter personell durch Krankheiten und Verletzungen geschwächt. Dass sie das wegstecken können, haben sie ja schon gezeigt. Vor allem dank einer starken Abwehr. In Regensburg aber entwickelt sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch. Mit Checks. Mit Chancen. Und mit vielen Toren. Das erste schießen konternde Huskies. Darren Mieszkowski läuft auf das Gehäuse zu, will eigentlich zu Thomas Reichel querlegen. Sein Pass landet aber am Schlittschuh eines Verteidigers und trudelt von da durch die Beine von Torwart Patrick Berger (12.).

Aber wie man kontert, das wissen auch die Eisbären. Nach einem Pass aus der Abwehr wartet Andrew Schembri ganz allein an der Blauen Linie. Der Routinier nimmt den Puck mit und jagt ihn an Jake Kielly vorbei ins Tor (14.).

Das Geschehen wiederholt sich, die Huskies liegen schnell wieder vorn. Jake Weidner schießt, Berger wehrt zur Seite ab. Da lauert Lars Reuß und staubt mit seinem ersten Saisontor zum 2:1 ab (18.). Aber dieses Regensburg, der heimstarke Aufsteiger, lässt den Kopf nicht hängen. Toppi Piipponen hält aus der Distanz drauf, Kielly pariert – und den Abpraller befördert Richard Divis mit dem Schlittschuh über die Linie (19.). Die Schiedsrichter lassen den strittigen Treffer zählen – auch nach langem Videobeweis. Sie erkennen keine unerlaubte Fußbewegung.

Es geht so weiter. Die Huskies gehen zum dritten Mal in Führung. Tom Geischeimer schlenzt, irgendwie findet der Puck den Weg abgefälscht ins Tor (20.). Geischeimer wird als Torschütze durchgesagt – es wäre sein erstes Tor überhaupt für die Huskies. Wer die Scheibe abgefälscht hat, war nicht zu erkennen. Zur dritten Führung der Huskies gesellt sich aber auch der dritte Ausgleich. Schembri schießt in Überzahl, da kann Kielly noch halten. Dann wird vor seinem Tor wild gestochert, Divis befördert den Puck durch Kiellys Beine zum 3:3 ins Tor (25.).

Dieser Treffer beflügelt die Gastgeber. Und sie gehen erstmals in Führung. Auch, weil der sonst so starke Kielly patzt und den Distanzschuss von Jakob Weber vorbeilässt (31.). Und es kommt noch schlimmer. Denn erstmals folgt auf eine Führung kein Ausgleich, sondern sogar der nächste Treffer der Eisbären. Die spielen in Überzahl zügig vors Tor, wo Ex-Husky Trivino die Scheibe unters Tordach (33.) hebt.

Doch auch die Huskies können Comebacks. Trainer Bo Subr nimmt eine Auszeit, es folgt ein Kasseler Sturmlauf. Die Huskies sind in Überzahl. Weidner lässt noch eine Großchance aus, bei dem Schlenzer von Max Faber sieht Berger aber gar nichts. So schlägt die Scheibe im Tor ein (38.). Und das Mitteldrittel hält noch einen kuriosen Treffer bereit. Jamie Arniel passt von hinten auf den startenden Tristan Keck. Dem springt die Scheibe weg, doch Berger kommt nicht aus seinem Tor. So kommt Keck noch an den Puck, schießt einhändig – irgendwie rutscht Berger der Schuss durch.

5:5 steht’s also nach zwei Dritteln. Doch satt sind beide Teams noch nicht. Und es gehen wieder die Huskies in Führung. Vincent Schlenker legt ab, Keck zieht unnachahmlich ab. 6:5 (43.). Ende? Nein. Regensburg kommt wieder zurück. In der letzten Minute gleichen sie aus. Divis steht ganz allein am zweiten Pfosten und macht sein drittes Tor. In der Verlängerung gibt es zahlreiche Chancen. Aber vor allem Berger wächst über sich hinaus. So auch im folgenden Penaltyschießen, bei dem er gegen Schlenker und Joel Lowry pariert. Für Regensburg trifft Trivino, nach dem erfolgreichen Versuch von Marvin Schmid ist die Niederlage der Huskies perfekt.

Statistik

SR: Kannengießer/Gossmann - Z: 2689

Tore: 0:1 (11:17) Mieszkowski, 1:1 (13:03) Schembri (Demetz, Schütz), 1:2 (17:18) Reuß (Weidner), 2:2 (18:44) Divis (Piipponen), 2:3 (19:19) Geischeimer (Ahlroth), 3:3 (24:39) Divis (Schembri - 5:4), 4:3 (30:09) Weber (Gajovsky), 5:3 (32:21) Trivino (Gajovsky - 5:4), 5:4 (37:30) Faber (McGauley - 5:4), 5:5 39:50) Keck (Arniel), 5:6 (42:04) Keck (Schlenker), 6:6 (59:07) Divis (Trivino, Piipponen), 7:6 (65:00) Trivino (GWG)

Strafmin.: Regensburg 2 - Kassel 6

Von Björn Friedrichs

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