Verteidiger führt zum Erfolg gegen Landshut

Husky in Zahlen: Valenti, der Unverwüstliche

Mann für wichtige Momente: Sven Valenti stellte gegen Landshut einmal mehr seine Klasse unter Beweis. Das Foto entstand während der Hauptrunde. Archivfoto: Fischer

Kassel. Er ist eigentlich Verteidiger und trotzdem ein Mann für ganz wichtige Tore: Sven Valenti. Das bewies er einmal mehr am Dienstagabend:

Mit seinen drei Treffern hatte er entscheidenden Anteil am 6:3-Erfolg seiner Kassel Huskies gegen den EV Landshut. „Es freut mich für ihn. Er ist einer unserer Führungsspieler“, lobte Huskies-Trainer Rico Rossi.

1 Sieg steht nun bei den Huskies zu Buche, zwei beim Gegner. Vier braucht ein Team, um ins Halbfinale einzuziehen. „Wir sind zurück in der Serie. Ein 0:3-Rückstand wäre schon eine andere Hausnummer gewesen“, sagte Valenti erleichtert. Schon am Freitag soll bei den Niederbayern der erste Auswärtssieg folgen. „Landshut macht aus wenig viel. Das werden wir jetzt noch mal alles analysieren. Denn wir wollen mehr erreichen. Bei möglichen sieben Spielen setzt sich eigentlich die bessere Mannschaft durch und das sind wir.“

3 Tore in einem Spiel – da musste Valenti erst einmal überlegen, wann ihm das zuletzt gelungen war. „Irgendwann in der Oberliga muss das gewesen sein.“ Trotz allen Jubels, der Mann des Abends blieb gewohnt zurückhaltend. „Wir waren heute bissiger vor dem Tor als in den ersten beiden Spielen. Wir haben die Scheibe ins Tor reingearbeitet.“

4 Berührungen gab es vor dem kuriosesten Treffer des Abends, dem 6:3: Valenti trifft den Puck. Befördert ihn an die Bande hinters Tor. Von dort springt er Landshuts Torhüter Tyler Weiman in den Rücken und rutscht dann über die Linie. „Der direkte Schussweg war versperrt. Aber Carter Proft stand ganz gut vor dem Tor, zu ihm sollte die Scheibe“, erklärte Valenti.

11 Monate war Yannik Valenti alt, als Papa Sven 2001 erstmals nach Kassel kam. Heute gilt Yannik als eins der größten Eishockey-Talente der Republik. Der 14-Jährige hat bereits mehrere Lehrgänge des Deutschen Eishockey-Bundes durchlaufen. Svens Vater Danilo trainiert den Nachwuchs des MERC Mannheim, Svens Schwester Maren war Nationalspielerin und hatte sogar einen Kurzeinsatz in der DEL. Svens Ehefrau Christine und Tochter Lena feuern ihre Eishockey-Männer häufig bei Spielen an.

39 Jahre alt ist Sven Valenti. Er ist damit der älteste Husky im Team. Am 20. Juli feiert er seinen 40. Geburtstag.

109 Sekunden waren noch zu spielen, als Sven Valenti eines der wichtigsten Tore seiner langen Laufbahn erzielte: Gegen die Füchse Duisburg. Oberliga-Endrunde. Die Huskies liegen auf eigenem Eis 0:1 zurück. Bleibt es dabei, ist die Saison zu Ende, der Traum vom Zweitliga-Aufstieg zum dritten Mal in Folge geplatzt. Doch dann kommt der Querpass von Manuel Klinge auf Valenti. Am 24. März 2014 war das. Und keinen Monat später waren die Huskies wieder zweitklassig.

209 Sekunden dauerte es am Dienstagabend, bevor Valenti zum ersten Mal zuschlug: Mike Collins war einmal ums Landshuter Tor herumgekurvt, bediente ihn auf der linken Seite. Der 39-Jährige fackelte nicht lange, sein Schuss war wuchtig, kompromisslos und präzise. Typisch Valenti eben. Tor zwei war in der Entstehung nahezu identisch. Diesmal kam der Pass von Daniel Schmölz und Valenti jagte Weiman die Scheibe durch die Schoner.

447 Spiele hat Valenti seit 2001 für die Huskies bestritten: 258 in der DEL, exakt 100 in der Zweiten Liga, 89 in der Oberliga. Die Gesamtbilanz des gelernten Stürmers, der zum Verteidiger umgeschult wurde, aber manchmal auch wieder als Angreifer aushalf: 93 Tore, 181 Vorlagen.

456 Kilometer von Kassel entfernt liegt Valentis Geburtsstadt: Freiburg.

966 Einsätze als Eishockey-Profi hat er seit dem Karrierestart 1994 bei den Adlern Mannheim absolviert. Weitere Stationen neben Kassel: Heilbronn, Nürnberg, Bad Tölz, Essen, Weißwasser. Sein Vertrag endet im Sommer. Hängt er noch ein Jahr dran, könnte er die magische 1000-Spiele-Marke knacken.

Kyle Doyle: Aus dem Kreißsaal nach Kassel

Hinter ihm liegen aufregende Tage: Ex-Husky Kyle Doyle, seit dem Herbst ein Landshuter, ist am 17. März zum zweiten Mal Vater geworden. Ganze zwölf Tage war der kleine Cole überfällig. „Es ist überwältigend“, sagt Doyle. Tochter Lily sei schon ganz vernarrt in ihren kleinen Bruder, Ehefrau Cyndie sei ebenfalls überglücklich. Für Coles Papa hieß das aber auch: Stress und wenig Schlaf.

Denn quasi direkt aus dem Krankenhaus ging’s für Kyle Doyle nach nur einer Stunde Schlaf am Dienstagmittag nach Kassel. Nicht mit dem Mannschaftsbus, sondern ein wenig später im Auto des Geschäftsführers. Der Zweitname des kleinen Doyle Junior ist übrigens Programm: Sein Geburtstag ist auf den St. Patrick’s Day gefallen, den Nationalfeiertag der Iren. Und aus Irland stammen Doyles Vorfahren. Patrick als Zweitnamen tragen zudem alle männlichen Doyles: Doyle Senior, Kyle Doyle und nun auch Doyle Junior. (mis)

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