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Viel Applaus für die Kasseler Rumpftruppe

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Von: Björn Friedrichs

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Ausgespielt: Huskies-Torwart Jerry Kuhn gibt alles, kann den Gegentreffer von Sahir Gill aber nicht verhindern.
Ausgespielt: Huskies-Torwart Jerry Kuhn gibt alles, kann den Gegentreffer von Sahir Gill aber nicht verhindern. © Schachtschneider, Dieter

Alles gegeben, lange mitgehalten – am Ende aber deutlich verloren: Die tapfer kämpfenden Kassel Huskies verlieren gegen den EV Landshut.

Kassel – Am Ende heißt es mit 1:6 (0:1, 0:2, 1:3).

Es ist Spiel eins nach der Coronapause. Spiel eins mit den alten und neuen Kasseler Jungs. Michi Christ ist dabei, auch Lasse Bödefeld, Timon Langnese, Julius Kranz und Maksim Minaychev – dazu Tom Geischeimer, Paul Kranz und Tim Lucca Krüger, die ja sowieso zum Kader gehören. Hat es jemals so viel Kassel in einer Huskies-Profimannschaft gegeben?

Die Liste der fehlenden Spieler ist auch nach 14 Tagen Pause lang. Joel Keussen ist nicht dabei, auch Troy Rutkowski, Dieter Orendorz, Hans Detsch, Jamie MacQueen, Mitch Wahl, Lois Spitzner und Jake Weidner.

Was die Ersatz-Huskies dann zeigen, ist aller Ehren wert. Sie kämpfen, beißen, schmeißen sich in alles rein – und haben richtig gute Chancen. Lukas Laub legt auf den freien Denis Shevyrin quer, der trifft den Puck nicht richtig (4.). Mit einem Abfälscher scheitert der Kapitän an Torwart Dimitri Pätzold (8.). Dann haben die Huskies sogar eine riesige Möglichkeit. Granz schickt Brett Cameron, der Kanadier ist völlig frei durch – aber wieder ist Pätzold zur Stelle (12.).

Und die Gäste? Können ihre Überlegenheit lange nicht nutzen. Huskies-Goalie Jerry Kuhn hält gegen Robin Weihager (6.), auch gegen Lukas Mühlbauer. Als Joshua Samanski, Yannik Valenti und Julian Kornelli eine Dreifach-Chance haben (11.), retten die Huskies gemeinsam. Das gibt Szenenapplaus von der Tribüne. Dass es aber doch mit einer Landshuter Führung in die Kabine geht, liegt an Marco Pfleger. Der zieht aus kurzer Distanz ab, der Schuss aus spitzem Winkel geht irgendwie vorbei an Granz’ Abwehrversuch und direkt durch Kuhns Beine (19.). Kein Torwartfehler, aber sicher auch nicht unhaltbar.

Das zweite Drittel beginnt wie das erste. Kassel verteidigt stark, kassiert aber erneut ein unglückliches Gegentor. Wieder sieht Kuhn, der ansonsten ein starkes Spiel macht, nicht gut aus: Erst pariert er überragend bei einem Konter, dann will er aber mitspielen und bedient einen Landshuter. Die Gäste spielen es schnell aus, über Pfleger, Andree Hult und Sahir Gill landet die Scheibe im Kasten – 0:2 (27.). Das 0:3 fällt nur 40 Sekunden später. Valenti – noch einer, der das Eishockeyspielen in Kassel erlernt hat – umkurvt den heranrutschenden Maxim Rausch und trifft.

Aufgeben gibt es für die Huskies aber nicht. Paul Kranz wird zentral vor dem Tor bedient, der Puck verschwindet unter Pätzold (30.). Tor! Tor? Videobeweis, kein Treffer. Schade. Schade auch, dass Krüger und Cameron zwei weitere gute Möglichkeiten auslassen (34./36.).

Und schade, dass die Gäste vor dem Tor ihre Qualität ausspielen. Gill tanzt sich durch, lässt Kuhn aussteigen und macht das 4:0 (45.). Was der kann, kann Cameron aber auch. Er trickst 30 Sekunden später einen Gegenspieler aus und überlistet Pätzold zum 1:4. Ein super Tor des Kasseler Kanadiers.

Und dass diese Huskies nicht nur möglichst niedrig verlieren wollen, zeigen sie zehn Minuten vor Ende. Da steht es 1:4, sie kriegen Powerplay – und nehmen Kuhn aus dem Tor. Angepeitscht von den begeisterten Zuschauern drücken sie die Gäste hintenrein, treffen aber nicht. Wieder einmal: Schade. Gill und Samanski schrauben das Ergebnis am Ende noch in die Höhe. Der Applaus nach Spielende gilt dennoch einzig der Kasseler Rumpftruppe.

Der Liveticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gegen Landshut gespielt

SR: Engelmann/Janssen

Tore: 0:1 (18:09) Pfleger (Weihager, Schwarz), 0:2 (26:03) Gill (Pfleger, Hult), 0:3 (26:46) Valenti (Kornelli, Dersch), 0:4 (44:12) Gill (Pfleger, Kronthaler), 1:4 (44:45) Cameron (Christ, Kranz), 1:5 (52:36) Gill (Dersch), 1:6 (53:08) Samanski (Kornelli, Valenti)

Strafminuten: Kassel 2, Landshut 2

Von Björn Friedrichs

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