Pre-Playoffs der DEL2

Vor dem Spiel gegen Crimmitschau: Was die Huskies jetzt brauchen

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Auf ihre Unterstützung kommt es an: Fans der Kassel Huskies sind der siebte Mann auf dem Eis.

Die K.o.-Runde im Eishockey beginnt 2019 für die Huskies etwas früher als sonst: Am Freitag starten sie mit einem Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau (19.30 Uhr) in die Pre-Playoffs der DEL2. 

Wir blicken auf das, worauf es jetzt ankommt für die Kasseler auf dem Weg ins Viertelfinale.

Spektakuläre Paraden: Das letzte Heimspiel der Huskies gegen Weißwasser läuft nur noch wenige Sekunden. Die Gäste drängen auf den Ausgleich, haben den Torjubel schon auf den Lippen. Bis Jerry Kuhn eine Parade der besonderen Art zeigt: Er liegt am Boden, dreht sich auf dem Eis um die eigene Achse und kickt den Puck mit der Kufe eines Schlittschuhs weg. Die vielleicht spektakulärste Rettungstat der Saison – bislang. Denn mit Glanztaten wie dieser kann ein Torhüter in einer Serie jeden Gegner zum Verzweifeln bringen.

Einen starken zweiten Mann: Seit Kuhn in Kassel ist, spielt er. Aber: Die Huskies haben ja noch einen zweiten Torhüter – und der hat für sie in der Zeit vor Kuhn häufig die Kohlen aus dem Feuer geholt: Leon Hungerecker. Den sollten sie nicht vergessen. Kuhn und der verlässliche Komet Hungerecker bilden das stärkste Torhüter-Duo der Liga. Kuhn (Fangquote 93,63 Prozent) und Hungerecker (92,50) stehen auf den Plätzen zwei und drei der besten Keeper. Vorteil für die Huskies: Sie haben das Überraschungsmoment auf ihrer Seite.

Fans, die auf den Rängen Vollgas geben: „You’ll never walk alone“ – mit dem Klassiker von Gerry and the Pacemakers beginnt traditionell jedes Huskies-Heimspiel. Und er gibt auch gleich das vor, was die Huskies brauchen: nämlich die lautstarke Unterstützung ihrer Anhänger. „Erfolg können wir nur gemeinsam haben, wir brauchen unsere Fans“, bringt es Huskies-Stürmer Michi Christ auf den Punkt. Also gilt das Motto auch für die Fans: Vollgas geben wie am Sonntag gegen Weißwasser: Sprechchöre von Spielbeginn an. Positive Energie von den Rängen, die spürt die Mannschaften unten auf dem Eis sofort.

Ein Bollwerk vor dem eigenen Tor: 145 Gegentore nur haben die Nordhessen in 52 Hauptrundenspielen zugelassen. Liga-Rekord. Und 67 (!) weniger als Rivale Crimmitschau (212). Da ist das Motto doch klar: Dichtmachen im eigenen Drittel und mit vereinten Kräften die starke, körperlich präsente Eispiraten-Offensive stoppen. Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften.

Überraschungseffekte im Angriff: Eigentlich haben die Kasseler Trainer im Saisonverlauf schon alle denkbaren Aufstellungsvarianten durchprobiert. Und jeder Spieler hat mit jedem schon zusammengespielt. Aber: Wirklich durchschlagskräftig wurde die Huskies-Offensive nie. 146 Treffer nur wurden erzielt, nur Freiburg (134) war noch schwächer. Crimmitschau dagegen (186) hat den Bumms. Kann die neu formierte vierte Sturmreihe für den Überraschungseffekt sorgen? Zuletzt spielten Valentin Busch, Mark Ledlin und Adriano Carciola. Auch Allrounder Jannik Woidtke ist eine Alternative.

Volltreffer im Powerplay: Bis auf Weißwassers Torwart-Novize Kasdorf weiß inzwischen jeder in der Liga, wie das Überzahlspiel der Huskies läuft, wer von welcher Position den Abschluss sucht. Höchste Zeit also für etwas Neues – und für viel mehr Powerplay-Tore. Die Erfolgsquote von 17,6 Prozent reicht nur zu Rang elf in der Liga, Crimmitschau (17,7/9.) steht kaum besser da.

Biss in Unterzahl: Mit weniger Leuten auf dem Eis sind die Kasseler in der Liga Ranglisten-Achter (80,4%) – und auch besser als „Crimme“ (77,0%/11.). Doch Vorsicht: Schon 13 Treffer erzielten die Eispiraten in eigener Unterzahl, wenn der Gegner ins offene Messer lief. Kassel nur deren zwei.

Teamgeist: Einer für alle, alle für einen. Muss endlich wieder für jeden Husky selbstverständlich sein.

Gerald Kuhns Superparade ab Minute 4.25

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