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Überzeugend auch in Überzahl: Kassel Huskies zeigen gegen Freiburg starke Leistung

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Von: Frank Ziemke

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Jake Weidner (links), hier im Zweikampf mit dem Freiburger Simon Danner. Rechts: Philip Feist
Markierte die 1:0-Führung der Huskies: Jake Weidner (links), hier im Zweikampf mit dem Freiburger Simon Danner. Rechts: Philip Feist. © Andreas Fischer

Der Schlussspurt hat begonnen. Die Hauptrunde der DEL2 biegt auf die Zielgerade ein – und die Eishockeyspieler der Kassel Huskies präsentieren sich plötzlich gerüstet.

Kassel – Der Schlussspurt hat begonnen. Die Hauptrunde der DEL 2 biegt auf die Zielgerade ein – und die Eishockeyspieler der Kassel Huskies präsentieren sich plötzlich gerüstet. Im dritten Spiel unter Trainer Corey Neilson feiern sie den dritten Sieg. Beim 5:2 (0:0, 2:0, 3:2) gegen Freiburg zeigen die Gastgeber eine starke Leistung, überzeugen auch in Überzahl. (Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen.)

Das Bemühen, schnell und direkt zu spielen, ist von Beginn an zu erkennen. Das sieht richtig gut aus, was die Huskies da machen. Sie haben Tempo. Kombinieren sehenswert. Es fehlt nur eins: ein Tor! Mit der Chancenverwertung haben es die Gastgeber zunächst nicht so. Das erste Beispiel liefert Hans Detsch, der frei über das Tor schießt (3.). Vier Minuten später muss Mitch Wahl nach Vorarbeit von Brett Cameron das Tor eigentlich machen. Schlussmann Luis Benzing ist ja noch am anderen Pfosten. Doch wieder segelt die Scheibe über die Latte.

Anders ist es bei Jake Weidner (9.), der nach feiner Ablage von Corey Trivino heranrauscht. Diesmal heißt es nicht drüber. Es heißt links vorbei. Zwischenzeitlich sind die Gäste etwas mutiger geworden, prüfen Jerry Kuhn zwei-, dreimal. Den Schlusspunkt aber setzen die Huskies. Trivino klaut Kai Zernikel frech den Puck, bekommt ihn aber nicht an Benzing vorbei. Fazit erstes Drittel: tolles Eishockey. Kein Tor.

Das hätte nach der Pause schnell fallen können. Für die Gäste! Patrick Kurz´ Schuss von der Blauen Linie bereitet Kuhn Probleme. Sekunden später landet der Puck bei Timotej Sille, der freie Schussbahn hat. Aber dann ist er eben da, der Kuhn. Pariert. Und hat so Anteil daran, dass es kurz darauf heißen kann: Führung für die Huskies.

Bei der zweiten Überzahl erzielt Jake Weidner das überfällige 1:0 (24.). Und das ist wieder prima gespielt. Jamie MacQueen passt auf Trivino, der leitet blitzschnell weiter. Weidner muss dann nur noch einschieben. Die Huskies legen auch zügig nach. Wahl trifft nach Vorarbeit von Cameron, der am Tor vorbeiläuft, dann aber den Rückhand-Rückpass spielt. Und auch auf die Gefahr hin, dass das hier schon erwähnt wurde: Das war wirklich sehr schön!

Es ist aber nicht so, dass Freiburg nicht mitspielt. Die Breisgauer haben ihre Chancen. Die beste in Unterzahl, als Tyson McLellen auf und davon zieht. Aber der Goldhelm scheitert an Kuhn, dem Freiburg-Schreck (34.). Der auch gefordert ist, als seine Vorderleute 80 Sekunden in doppelter Unterzahl sind. Auf der Sünderbank sitzt das Pärchen Kranz und Granz.

Ehrlich wahr.

Kuhn fängt dann aber mit fast schon aufreizender Lässigkeit den Schuss von Nick Pageau (36.). Das macht Eindruck. Freiburg fällt nicht mehr viel ein. Es bleibt bis so zur zweiten Pause beim 2:0.

Entschieden ist damit natürlich nichts. Es beginnt das Drittel der Strafzeiten. Und der Überzahltore. Den Auftakt machen die Gäste. Diesmal findet McLellan die Lücke, es steht früh nur noch 2:1 (43.). Kassel hat zunächst Pech. Cameron trifft den Pfosten. Bei Überzahl zwei, diesmal vier gegen drei, aber fällt Treffer drei. Troy Rutkowski bedankt sich dafür, dass er wieder dabei ist, versenkt den Puck aus zentraler Position (49.). Doch das Wechselspiel geht weiter. Überzahl Freiburg, Tor Chris Billich. 3:2. Überzahl Kassel, Tor Stefan Tramm. 4:2. Entschieden ist das Spiel endgültig, als die Gäste früh den Torhüter vom Eis holen. Weidner nutzt das mit seinem zweiten Tor zum 5:2 (57.). Die Huskies nehmen Kurs auf die Playoffs. Und sie scheinen gerüstet.

So haben die Kassel Huskies gegen die Wölfe Freiburg gespielt

Schiedsrichter: Engelmann/Janssen

Zuschauer: 1314

Tore: 1:0 (23:28) Weidner (Trivino, MacQueen - 5:4), 2:0 (26:34) Wahl (Cameron, Spitzner), 2:1 (42:46) McLellan (Pageau, Wittfoth - 5:4), 3:1 (48:04) Rutkowski (MacQueen, Trivino - 4:3), 3:2 (52:10) Billich (Pageau, McLellan - 5:4), 4:2 (55:08) Tramm (Shevyrin, Keussen - 5:4), 5:2 (56:22) Weidner (Trivino, Detsch - EN)

Strafminuten: Kassel 14 - Freiburg 12.

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