Spielerzeugnisse

Nicht viele haben diese Saison geglänzt: Die Kassel Huskies in der Einzelkritik

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Derek Dinger (l.) ist als Führungsfigur gesetzt, er hat bereits einen Vertrag für die kommende Saison. Das kanadische Duo Sebastien Sylvestre und Corey Trivino (o.r.) spielte eine starke Saison, die Kasseler Jungs Alex Heinrich und Michi Christ (u.r.) sind unverzichtbar.

Die Eishockey-Saison ist für die Kassel Huskies nach nur 55 Spielen zu Ende. Zeit für eine erste Bilanz. Hier lesen Sie unsere Spielerzeugnisse der Huskies für die DEL2-Saison 2018/19.

Viele Verträge sind mit Saisonende ausgelaufen. Einige Spieler haben sich trotz der enttäuschenden Saison für einen neuen Vertrag empfohlen - einige andere jedoch nicht.

In unserer Fotostrecke sehen Sie unsere Zeugnisse für (fast) alle Spieler im Detail.

Kassel Huskies: Die Spielerzeugnisse für die Saison 2018/19

Leon Hungerecker: Der große Gewinner dieser Saison. Beeindruckte mit großartigen Leistungen im Tor und verdrängte sogar Stammkeeper Marcel Melichercik. Nicht zufällig als bester Neuling in der DEL2 geehrt. Gut, dass er seinen Vertrag schon verlängert hat. © Dieter Schachtschneider
Gerald Kuhn: Wäre der Hauptgewinn in der Schlussphase gewesen – wenn seine Vorderleute mitgezogen hätten. Sensationelle Paraden in den Spielen zwei und drei gegen Crimmitschau. Nicht auszuschließen allerdings, dass der 32-Jährige wieder in die DEL zurückkehrt. © Andreas Fischer
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Derek Dinger: Einer der Leader im Team auf wie neben dem Eis. Scheut keinen Zweikampf und kein offenes Wort. Vor allem in der Schlussphase ungeheuer präsent und auch in Überzahl wichtig mit hartem Schlagschuss. Gut, dass der 32-Jährige auch einen Vertrag für die kommende Saison hat. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Richie Mueller: Ihn im Team zu haben, das war der Transfercoup vor Saisonbeginn. Mueller war dann nicht ganz der Mueller, der in den Vorjahren die Huskies das Fürchten gelehrt hatte. 28 Tore sind trotzdem ein Wort. Und: Deutsche Spieler, die so oft ins Schwarze treffen, sind rar. Beide Seiten haben die Option zur Vertragsverlängerung. © Dieter Schachtschneider
Corey Trivino: Der Allrounder im Team wurde in der Schlussphase schmerzlich vermisst. 14 Tore und 18 Assists in 32 Spielen sprechen ebenso für ihn wie eine Quote von fast 60 Prozent gewonnener Bullys. Und: Von Eskapaden des Kanadiers war in Kassel nichts zu sehen. © Schachtschneider
Sebastien Sylvestre: Wie Trivino eine gute Nachverpflichtung. Mehr Scorerpunkte (19 + 14) als Einsätze, spektakuläre Auftritte, die die Fans begeistern. Darf körperlich zulegen, darf seine Tänze auf dem Eis aber auch nicht übertreiben. Arbeitet auch in der Defensive gut mit. Darf wiederkommen. © Andreas Fischer
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Michi Christ: Kasseler Urgestein. Unverzichtbar als Führungsperson in der Kabine, Identifikationsfigur und Sprachrohr der Mannschaft. Stark in Unterzahl, physisch präsent auf dem Eis. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Alex Heinrich: Erstmals als Kapitän in die Saison gestartet. Für ihn gilt einiges, das auch für Christ gilt: Einer der Kasseler Jungs, Gesicht der Mannschaft, erfahrene Stütze in der Defensive. 18 Vorlagen zeugen vom Drang nach vorn. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Jace Hennig: Klein und leicht, dennoch sehr auffällig auch gegen starke Verteidiger. Stark am Puck und mit guter Übersicht, toller Skater, nimmermüder Kämpfer, die Arbeitsbiene in Person. Wichtig fürs Team im Stile eines Michi Christ auch in Unterzahl. Ist erst 24 und hat Perspektive. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Jens Meilleur: Steht zwar nicht immer im Zentrum des Geschehens, aber hat mehrfach bewiesen, dass er Spiele entscheiden kann. Siehe seine zwei Dreierpacks gegen Ravensburg und Bayreuth und zwei Treffer beim einzigen Sieg gegen Crimmitschau. © Dieter Schachtschneider
Tim Lucca Krüger und Bastian Schirmacher: Neben Hungerecker die Gewinner der Saison, auch wenn es nicht zum ersten Tor gereicht hat. Aber: Mit rund 40 Einsätzen bekamen die heimischen Jungspunde angesichts der personellen Probleme in Wolfsburg und Kassel viel mehr Eiszeit als geplant. Zur nächsten Saison sind sie 21 – und Hoffnungsträger? © Schachtschneider
Tim Lucca Krüger und Bastian Schirmacher: Neben Hungerecker die Gewinner der Saison, auch wenn es nicht zum ersten Tor gereicht hat. Aber: Mit rund 40 Einsätzen bekamen die heimischen Jungspunde angesichts der personellen Probleme in Wolfsburg und Kassel viel mehr Eiszeit als geplant. Zur nächsten Saison sind sie 21 – und Hoffnungsträger? © Andreas Fischer
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Andy Reiss: Erfahren, routiniert, mit vielen Impulsen nach vorn, die im Aufbauspiel dringend benötigt werden. Aber immer mal auch mit zuviel Risiko und zu wenig Biss in der Defensive. Der 32-jährige kann und soll ein Leader sein – das aber müsste er öfter zeigen. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Marco Mülle r: Seit dem Aufstieg 2014 ein Husky und gefühlt also einer der Kasseler Jungs. Solider Abräumer vor dem eigenen Kasten. © Dieter Schachtschneider
Mark Ledlin: Ging trotz Vertrages, kam wieder und zeigte gute Ansätze. Nicht groß, aber durchaus robust, mit gutem Spielverständnis. Reicht das für die DEL2? © Andreas Fischer
Alexander Karachun: Mit 24 die älteste und beste Wolfsburger Leihgabe. Offensiv stark, defensiv mit Schwächen – was auch daran liegt, dass er mit den Nebenleuten nicht eingespielt war. Wird versuchen, in der DEL zu bleiben. Ist zur nächsten Saison aber zu alt für eine Förderlizenz. Eine Chance für die Huskies? © Andreas Fischer
Valentin Busch: Eine Verletzung und das Wolfsburger Verletzungspech ließen nur 26 Einsätze zu. Aber zwei Treffer und wenig Akzente sind zu wenig. Auch wenn er erst 21 ist. © Andreas Fischer
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Eric Valentin: Der zweite Wolfsburger Förderlizenzler war sogar nur zwölfmal dabei, auch er überzeugte nicht. Fand aufgrund des Hin und Her keine Bindung. Deutlich schwächer als im Jahr zuvor bei den Löwen Frankfurt. © Dieter Schachtschneider
Jannik Woidtke: Obwohl Allrounder, war der Herbst-Neuzugang aus Bad Nauheim keine Verstärkung, seine Verpflichtung blieb ein Rätsel. Mit -12 weist der 27-Jährige die schwächste Plus-Minus-Bilanz im Team auf. © Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Adriano Carciola: Blieb in den letzten 17 Spielen ohne Tor – was alles sagt über eine enttäuschende Saison. Insgesamt waren es neun Treffer und 14 Assists. Seine technische Extraklasse konnte der 31-jährige Kasseler selten zeigen. Im Laufe der Saison baute Carciola immer mehr ab. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Nick Walters: Als er sich nach schwachem Beginn deutlich gesteigert hatte, warf den Verteidiger eine Verletzung weit zurück. Fand danach nicht wieder zurück zur guten Form des Spätherbstes. Sein Plus: Der deutsche Pass und seine Perspektive im Alter von erst 24 Jahren. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Mike Little: Leider nicht wieder in der starken Form des Meisterjahres 2016 und mehrfach von Verletzungen geplagt. Dennoch mit +12 in dieser Bilanz hinter Richie Mueller (+14). Aber: Little ist schon 31 und kein Hüne. Ein Ausländer muss wichtiger sein fürs Team. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Sam Povorozniouk: Auch er war als Kontingentspieler zu wenig eine Stütze. Nach gutem Einstand am Saisonende 2017 erreichte er dieses Niveau nicht mehr. Zu viele dumme Fouls und Puckverluste, nur neun Tore und 19 Vorlagen. Kein Führungsspieler. © Dieter Schachtschneider
Kassel Huskies: Der Kader für die Saison 2018/2019
Toni Ritter: Seine Zahlen weisen Konstanz aus mit erneut zehn Toren und 18 Vorlagen. Dennoch war das dritte Jahr des 29-Jährigen nach starkem Beginn das gefühlt schwächste. Seit Weihnachten erzielte er in 28 Spielen nur noch einen (!) Treffer. © Dieter Schachtschneider
Neil Manning: Kam spät, bekam viel Eiszeit, überzeugte aber nicht. Trotz guter Ansätze nicht mehr als ein Mitläufer. Und das als Ausländer. Das war zu wenig vom Verteidiger. © Andreas Fischer

Einige Spieler standen auch nur sehr selten für die Huskies auf dem Eis - hier unsere Kurzkritik: Torwart Marcel Melichercik war als Ausländer zu selten der Topmann; Tyler Gron wurde als Topscorer aus zwischenmenschlichen Gründen abgegeben. Matt Neal blieb weit hinter den Erwartungen; Mark MacMillan ging nach zwei Spielen. Florian Kraus stagnierte, Lasse Bödefeld (20) freute sich über 14 Einsätze.

Kassel Huskies: Die laufenden Verträge 

  • Bis 2021: Torwart Leon Hungerecker 
  • Bis 2020: Sportdirektor Rico Rossi, Verteidiger Derek Dinger, Stürmer Richie Mueller (beidseitige Option)

DEL2-Playoffs beginnen ohne die Huskies

Zum ersten Mal seit dem Aufstieg 2014 finden die Playoffs in der DEL2 ohne die Kassel Huskies statt. Am heutigen Freitag starten die acht besten Teams ins Viertelfinale.

Hauptrundemeister Frankfurt genießt dabei zunächst Heimrecht gegen Huskies-Bezwinger Crimmitschau. Der langjährige Husky Hugo Boisvert, der seit dem Sommer die Bietigheim Steelers trainiert, bekommt es mit einem weiteren Ex-Klub zu tun: Die Dresdner Eislöwen hatten Heilbronn in den Pre-Playoffs ausgeschaltet.

Keinen klaren Favoriten indes gibt’s in den anderen beiden Duellen: Kaufbeuren trifft auf Überraschungsteam Weißwasser, Ravensburg empfängt die Roten Teufel aus Nauheim.

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