Sein achtes Jahr bei den Huskies

Marco Müller verlängert: „Ziel ist trotzdem, oben mitzuspielen“

Geht in sein achtes Jahr bei den Kassel Huskies: Verteidiger Marco Müller möchte mit dem Eishockey-Zweitligisten wieder oben angreifen. Archivfoto: Andreas Fischer
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Geht in sein achtes Jahr bei den Kassel Huskies: Verteidiger Marco Müller möchte mit dem Eishockey-Zweitligisten wieder oben angreifen.

Eigentlich kommt Marco Müller ja aus Heilbronn in Baden-Württemberg. Für die Huskies-Fans ist er aber längst ein Kasseler Junge. Und bleibt das auch. Müller hat seinen Vertrag verlängert.

Kassel - Der Verteidiger geht somit in seine achte Spielzeit für die Kassel Huskies. Seit dem DEL2-Aufstieg 2014 spielt er für den Eishockey-Zweitligisten.

„Kassel ist neben Heilbronn längst Heimat für mich geworden. Ich sehe keinen Grund, in meinem Alter jetzt noch zum Wandervogel zu werden“, sagt der 30 Jahre alte Verteidiger. Natürlich wisse man nicht, was die Zukunft bringe, nach Saisonende sei in den Gesprächen aber schnell klar geworden, dass Müller bei den Huskies bleibt. Zur Erinnerung: Vor der abgelaufenen Saison war die Vertragsverlängerung – zumindest offiziell – eine längere Hängepartie.

Dieses Mal ging die Verlängerung ganz schnell

„Nach dieser Saison gab es nur Kleinigkeiten zu klären. Die Verantwortlichen wissen, was sie an mir haben“, sagt der Abwehrspieler, der in der vergangenen Spielzeit zwölf Scorerpunkte (zwei Tore, zehn Vorlagen) sammelte und seine Ausbeute vom Vorjahr so in allen Kategorien verdoppelte. Woran hat das gelegen? „Es lief alles, wir hatten eine super Stimmung im Team und Erfolg. Dadurch war es auch einfacher, persönlich besser zu werden“, sagt Müller.

Der Verlauf der Playoffs war für Müller und Huskies gleichermaßen unglücklich. Der Verteidiger verletzte sich im zweiten Viertelfinalspiel in Heilbronn am Fuß, machte danach kein Spiel mehr. „Die Verletzung kam zu einem ganz miesen Zeitpunkt. Die Physios und Ärzte haben alles gegeben – ob ein Einsatz aber noch einmal sinnvoll gewesen wäre, kann ich nicht einschätzen. Nach dem verlorenen Finale war es für mich noch bitterer“, blickt er zurück.

Müller kann Robitaille und Abstreiter überholen

Nichtsdestotrotz bleibt die Spielzeit bei ihm in guter Erinnerung: „Die Hauptrunde war die beste, die ich in Kassel erlebt habe. Insgesamt ähneln sich das letzte und das Meisterjahr 2016 sehr, weil die Stimmung im Team und im Klub sehr gut war.“

Im Oktober startet Müller nun in seine achte Spielzeit bei den Huskies. 384 Spiele (16 Tore, 68 Vorlagen) hat er bislang für Kassel gemacht, ist damit der Akteur mit den achtmeisten Partien in blau-weiß und aktuell dienstältester Profi. Stephane Robitaille (401) und Tobias Abstreiter (437) könnte er in der kommenden Saison sogar einholen.

Es ist natürlich für alle bitter, wie es gelaufen ist. Das Ziel ist trotzdem, oben mitzuspielen.

Marco Müller

Apropos kommende Saison: Wie hat Marco Müller die Nachricht aufgenommen, dass die Huskies nicht um den Aufstieg mitspielen dürfen? „Es ist natürlich für alle bitter, wie es gelaufen ist. Das Ziel ist trotzdem, oben mitzuspielen.“ Seine Rolle werde sich bei den Huskies trotz der Karriereenden von Michi Christ und Derek Dinger nicht ändern: „Es sind genügend andere Jungs da, die das auffangen können.“

Die Vorfreude auf die anstehende Saison ist bei Marco Müller laut eigener Aussage groß. Neben einigen Fahrradtouren hält er sich in der Sommerpause bei Nutreas Athletics in Kassel fit. Auf seinem Instagram-Kanal zeigt er Bilder seiner Einheiten – mal allein, mal mit Neu-Mitspieler Hans Detsch, kürzlich auch mal mit der spontan gegründeten Kasseler „Müller-Gang“ um Sprinter Steven Müller und Ex-Husky Richie Mueller.

Von Björn Friedrichs

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