Ex-Huskies-Stürmer

Kathan zurück in Kassel: Ex-Huskies-Stürmer Sonntag mit Tölz in der Eissporthalle

+
Das war 2001: Klaus Kathan jubelt im Huskies-Trikot. 

Kassel. „Noch einmal in Kassel zu spielen, das wäre klasse.“ Genau ein halbes Jahr ist es her, dass Klaus Kathan diesen Satz sagte.

Damals hatte der Eishockeystürmer gerade mit dem EC Bad Tölz den Aufstieg in die zweite Liga geschafft. Nun ist es so weit. Tatsächlich. Am Sonntag um 18 Uhr gastieren sie bei den Huskies in der Eissporthalle, die Löwen und Klaus Kathan. Und jetzt sagt der 40-Jährige: „Cool, dass ich das noch einmal erlebe. Ich freue mich riesig auf dieses Spiel und die tollen Fans, die großartige Stimmung. Ich hoffe, sie ist noch so unglaublich gut wie damals?!“

Damals, von 2000 bis 2002, bestritt Kathan insgesamt 130 DEL-Spiele im Huskies-Trikot. Inzwischen ist „Klausi“ 40, aber noch immer voll da. „Fast“, wie der elffache WM-Teilnehmer lachend einräumt, „inzwischen trainiere ich weniger als die anderen und habe jüngere Leute um mich herum, die für mich mitlaufen müssen.“

Diese Aufteilung aber klappt. Nach einem kapitalen Fehlstart haben die Isarwinkler mit drei Siegen in Folge etwas Ruhe in die eigenen Reihen bekommen. „Nach sieben Niederlagen am Stück war die Euphorie des Aufstiegs schnell dahin, es stand stimmungsmäßig spitz auf Knopf“, sagt Kathan rückblickend. „Aber jetzt sind wir in der Liga angekommen.“

Wozu der unverwüstliche Oldie einen erheblichen Beitrag leistet. Fünf Tore und fünf Vorlagen stehen nach zehn Spielen zubuche. Beim 6:4 gegen Bayreuth, „dem Dosenöffner“, erzielte er das wichtige 3:1, beim 4:3 in Heilbronn traf er zum 3:3 und zum Siegtreffer in der Verlängerung. Und am vergangenen Sonntag, beim 4:1 gegen Weißwasser, war er zweifacher Passgeber, als seine Sturmpartner Johannes Sedlmayer (2) und Michael Grabmaier (1) drei der vier Tore schossen.

Getrübt wird die Stimmung beim Stammverein des aktuellen Huskies-Spielers Thomas Merl aber von zwei Fakten: Dem mit nur 68 Prozent Erfolgsquote schwächsten Unterzahlspiel der Liga und von großem Verletzungspech.

Angreifer Tuomas Vänttinen (34) erlitt in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss. Sein Nachfolger und finnischer Landsmann Joonas Vihko (36) mit fast 700 Erstligaspielen schied in Heilbronn mit dem Bruch eines Schienbeinkopfes aus. Auszeit: Zwei Monate.

„Das sind zwei harte Schläge für uns, wenn solche erfahrenen Korsettstangen wegfallen“, sagt Klaus Kathan. „Und es wird sehr intensiv überlegt, ob da personell noch etwas geht – sportlich wie wirtschaftlich.“

Gut abwägen musste auch Kathan im Sommer, ob es für ihn noch einmal geht in der zweiten Liga. „Zum Glück konnte ich die tägliche Arbeitszeit in der Verwaltung des Städtischen Krankenhauses auf vier Stunden reduzieren“, erläutert Kathan. So bekommt er Beruf, Sport und die Familie mit Ehefrau, Sohn (10) und Tochter (6) einigermaßen unter einen Hut.

Übrigens: Auch für Philipp Schlager gibt es heute ein Wiedersehen in Kassel. Der 31-Jährige trug schon 2009/10 und 2016 das Huskies-Trikot. Mit drei Toren und sechs Vorlagen war er vor dem Freitagspiel gegen Ravensburg Nummer vier der Löwen-Scorerliste. Sie wird angeführt von Marcel Rodmann (5+8), einem Ex-Bietigheimer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.